Am 31. Mai 2026 am Nachmittag wurde die Region Aarau von einem heftigen Gewitter mit intensivem Regenfall und sogar Hagel überfallen. Es ist zu befürchten, dass viele Orchideen ein jähes Ende gefunden haben. Ich werde es bald herausfinden.
30. Mai 2026: Libellen-Exkursion in der Region Biberstein / Aarau-Rohr
Mit Dank an Christian vom Natur- und Vogelschutzverein Küttigen / Rombach für die Organisation und die Einladung! Ausführliche Information über diverse Libellen-Arten in der Region und Beobachtungen an sechs verschiedenen Orten südlich der Aare (siehe unter "NVVKR").
28. Mai 2026: Früh am Morgen durch die Gipsgrube
Ein weiterer Hitzetag stand bevor. Bereits um ca. 6.30 Uhr stieg ich an der Haltestelle Fischbach aus und versuchte zuerst die Mohn-Blumen gerade am Strassenrand zu fotografieren. "Versuchte", denn der Autoverkehr verursacht Wind und Mohn ist sehr Windanfällig und fast nicht zu fokussieren, bzw. mit der Kamera scharf zu erwischen. Hinter der Jagdhütte wurde die Kamera aufs Stativ gestellt, damit ich die Weissen Waldvögelein "scharf" einfangen konnte (auch nicht einfach). Hoch durch die Gipsgrube, die Ebenen ablaufend wo die Fuchs-Fingerwurz schön und doch in rechten Mengen blüht, zudem auch die Langspornige Händerwurz. Erst gegen 9 Uhr traf ich beim Herzberghof ein und nahm auf einer Bank im Schatten endlich mein Frühstück. Die Temperatur war noch auszuhalten. Seelenruhig lief ich über die Herzbergstrasse zum Gatterhof. Es war bereits 9.40 Uhr, das Postauto um 9.41 Uhr würde ich nicht erwischen könnnen. Gemütlich, unterwegs fotografierend (vor allem ein Heu-Gümper - musste doch schnell Googeln: Heuschrecke - in einer Mohnblume hielt mich in Atem). Mit dem 10.08 Uhr Postauto stieg ich bis zur Haltestelle Giebel ab und machte eine kleine Runde auf der Judenhalde, denn ich wollte die vielen Pyramide-Orchideen (siehe den 27. Mai) in Ruhe einfangen. Um 10.43 Uhr fuhr ich zurück ins Tal, es war bereits wieder ziemlich unangenehm heiss. Als gebürtiger Nordländer ist bei mir ab 25°C Sense. Darüber wirds für mich langsam unangenehm.
27. Mai 2026: Orchideen-Exkursion auf der Judenhalde unter Leitung von Beat Wartmann, Präsident der AGEO (Arbeitsgruppe einheimische Orchideen)
Organisiert vom Natur- und Vogelschutzverein Küttigen / Rombach, mit Dank an Christian Frauenknecht. Beat zeigte uns diverse Orchideen (u.a. Grosses Zweiblatt, eine letzte Spinnen-Ragwurz, Fuchs-Fingerwurz, Mücken-Händelwurz (Langspornige Händelwurz), sehr viel Pyramide-Orchideen (Spitzorchidee / Pyramide-Orchidee: Am Anfang der Blüte sehen sie noch "spitz" aus, bei voller Blüte eher wie eine Pyramide), noch wenige Ohnsporne. Obwohl hier in anderen Jahren sehr viel Hummel-Ragwurz blüht, 2026 war hier keine zu finden. Der April-Monat war sehr trocken und auch der Stickstoffgehalt im Boden nimmt langsam zu (Überdüngung, zwar nich direkt vor Ort aber aus der Luft, über den Wind hierhergetragen). Aktuell blühen generell viel weniger Orchideen als üblich (er erwähnte eine Zahl von nur 10% vom Üblichen).
26. Mai 2026: Dingeltour zu zweit
Als ich gestern meinen Kollegen Edi aus der Innerschweiz informierte, dass der Dingel blüht, da traf er die spontane Entscheidung auf Asp zu kommen. Wir trafen uns im Postauto 135 und "landeten" gegen halb 10 unten am Dorf. Nach einem Kaffee + Mandelgipfel beim Dorfladen (wie lang wird der Laden noch existieren, wenn der Besitzer bald in Rente geht?) liefen wir langsam hoch (und mit einem Gespräch mit den lokalen Weinbauern). Nach den vielen "Start-Orchideen" trafen wir beim Dingel ein und sie blühten wunderprächtig. Es wurde fotografiert was das Zeug hält, vor allem die diversen Dingel im Halbschatten waren so was von schön. Nach einer langeren Pause im Schatten im Föhrenwäldchen (es war brühend heiss und ich sammelte viele, viele reife Walderdbeeren) kehrten wir zurück auf den Blumenweg. Hier fanden wir auch mehrere Rote Waldvögelein, noch klein und in den Knospen. Weiter nach oben ging es und im Wald trafen wir einen Mann, der Mitbetreiber des Asper-Skilifts ist. Nach einem von meinen üblichen Sprüchen, wurden wir spontan auf ein Bier eingeladen (danke vielmals, Hans). Nach einem kurzen Abstecher auf eine weitere Wiese kehrten wir aufs Benkerjoch zurück und erwischten um 16.29 Uhr das Postauto ins Tal. Ein Abschiedskaffee am Bahnhof Aarau und wir kehrten beide wieder heim. Danke, Edi!
25. Mai 2026: Das Warten hat sich gelohnt!
Der heutige Tag, Pfingstmontag, würde ziemlich heiss werden und somit zog ich relativ früh los. Kurz vor 9 Uhr lief ich durchs Dorf Asp hoch und hatte zuerst ein längeres Gespräch mit Röbi Wernli, dessen Töchter Claudia und Irene das Restaurant Jura - wenige Meter weiter - führen. Wie so oft: Wenn man den Mund aufmacht erfährt man Interessantes, so auch heute. Ein älteres Pärchen lief vorbei und wir sahen uns auf dem Blumenweg wieder. Er zeigte ihr diverse Orchideen und - nur zuhören - ich lernte wieder etwas dazu: Der Waldhyazinthe sondert nachts Duftstoffe ab, welche Insekten anziehen. Dann die grosse Freude: Der Dingel blühte und wie! Diese Orchidee ist so was von schön, viele Exemplare zeigten eine oder mehrere Blüten, auf der Wiese, im Föhrenwäldchen weiter oben. Pyramide-Orchideen, Mücken-Händelwurz, Fuchs-Fingerwurz, Ohnsporn, Waldhyazinthen, es war alles da und es wird bald noch schöner werden, denn es bleibt noch eine weile schönes Wetter. Oben am Pass angekommen schlenderte ich langsam zum Benkerjoch, denn ich hatte noch viel Zeit. An der Haltestelle ein Gespräch mit einer herzigen jungen Dame aus Schupfart (sie war von dort aus bis aufs Benkerjoch gelaufen, eine rechte Strecke, mein Respekt). Der Bus nahm uns gegen 12.30 Uhr mit ins Tal.
23. Mai 2026: Wenn man hindurch eilt...
Als ich gegen 11 Uhr an der Haltestelle Asp das Postauto verliess, stieg auch ein älteres Ehepaar aus. Ich war schon ein kleines Stück auf dem Blumenweg, als die beiden von unten her zu laufen kamen. Ich rief den beiden zu und erklärte, wo der Pfad anfängt. Als ich sie kurz darauf traf, erklärte sie, dass sie aus dem Raum Zürich kamen. Offenbar wurde von dort aus eine Exkursion organisiert (ich sah von unten her eine Gruppe hinauf laufen, ich nehme an, dass war die Exkursionsgruppe), Kosten CHF 100. Da sie dies als zu teuer empfanden, waren sie auf eigenem Faust angereist. Ich fand rasch aus, dass sie bereits die vielen Orchideen unten am Hang gar nicht einmal wahrgenommen hatten. Ich wies die beiden auf diverse Orchideen hin (Ohnsporn, Pyramiden-Orchidee, Waldhyazinthe, sogar eine kleine Gruppe, Dingel). Sie war noch interessiert, er lief ziemlich rasch voraus und dort wo sich die Fliegen-Ragwurz befand zogen sie davon. Schade, so verpasst man vieles. Meine Tour verlief zuerst wieder in den Föhrenwald hinein, wo der Dingel immer noch nicht offen war. Die grosse Überraschung traf ich auf der Küchenschellen-Wiese: Die Mücken-Händelwurz blühte, sie waren ziemlich klein, aber schnüggelig). Zwischen dem oberen Stockmatt-Hof und dem Benkerjoch nahm ich das einsame Langblättrige Waldvögelein nochmals ins Visier (fast verliebt) und manouvrierte mein Untergestell nachher in die Gipsgrube. Hinter der Jagdhütte war das Weisse Waldvögelein fast soweit. Es wollte - unter Ameisen-Belagerung - fast blühen.
22. Mai 2026: Waldhyazinthen, Waldhyazinthen, Waldhyazinthen
Wie am 21. Mai geschrieben, hatte ich einen Hinweis über einen Orchideenstandort weiter unten im Fricktal bekommen. Am heutigen Tag stieg ich um ca. 14 Uhr in Herznach aus dem Postauto und begab mich auf dem Eisenweg (den bin ich vor einigen Jahr mal begangen) zum Hundrai, weiter östlich. Hier befindet sich ein offenes Waldstück mit einer ziemlich steilen Wiese, welche ich langsam bestieg. Anfänglich fand ich noch nichts, als ich aber weiter oben ankam, da staunte ich nicht schlecht: Viele, viele Weisse Waldhyazinthen, wunderprächtige Orchideen. Sie blühten grosszählich, andere befanden sich noch im Knospenstadium, wenige waren unten schon etwas verblüht. So viele hatte ich bisher noch nicht gesehen. Das Gebiet ist doch recht gross und befindet sich auf beiden Seiten des Waldweges. Etwas weiter strahlten die Pyramidenorchideen und weiter unten diverse Fuchs-Fingerwurzen. Eine einsame Vogelnest-Wurz? Was ich noch hoffte zu finden, war die Bienen-Ragwurz, aber auch hier noch keine Spur. Eine Infotafel am Weg sprach auch vom Roten Waldvögelein, aber dafür ist es noch zu früh. Nach ca. 2 Stunden kehrte ich wieder nach Herznach zurück. Ein erster Besuch, aber noch nicht der Letzte.
Infotafel:
21. Mai 2026: Mit Dank einige Hinweise entgegen genommen
Die Neugier hat mich gefangen. Wiederum am Nachmittag auf der Hinterrebe unterwegs, Dingel abklappernd. Da traf ich auf ein bekanntes Gesicht und kurz darauf auf einen erfahrenen Mitarbeiter der AGEO (Arbeitsgruppe einheimische Orchideen). Wir kamen miteinander ins Gespräch und als ich ihm meinen grossen Wunsch, die Moos-Orchidee finden, erzählte, da bekam ich mit grosser Präzision Angaben, wo ich dieses Pflänzchen mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit finden könnte (Blütezeit Ende Juni, Anfang Juli). Zudem bekam ich noch einen Hinweis über einen Orchideenfundort etwas weiter unten im Fricktal. Dort werde ich morgen hingehen. Als er mir dann erzählte, dass er weiter oben auch noch einige Fliegen-Ragwurzen gefunden hatte, da machte ich mich auf die Suche. Ich fand zwar nicht die Exemplare, von denen er gesprochen hatte, fand aber an einem anderen Ort zwei Stück (eine mit Zecke....). Zwischen dem oberen Stockmatt und dem Benkerjoch kam das Langblättrige Waldvögelein am Wegrand nochmals ausführlich vor die Linse.
20. Mai 2026: Hinterrebe und Gipsgrube an einem Nachmittag
Es war bereits 15 Uhr als ich unten an der Hinterrebe stand und zum sovielten Mal in diesem Jahr den Blumenweg betrat. Bald traf ich auf eine Dame, welche mir mitteilte, sie habe keine Fliegen-Ragwurz gefunden. Ich habe sie mitgenommen und die noch wenigen vorhandenen Exemplare mit Stolz gezeigt. Bevor wir aber am besagten Ort eintrafen, fanden wir vier Exemplare der Weissen Waldhyazinthe, eins davon bereits blühend. Ich zeigte ihr auch das Weisse Waldvögelein im Föhrenwäldchen. Sie verabschiedete sich und ich fand nicht viel weiter noch einmal eine blühende Waldhyazinthe. Der Dingel steht kurz davor zu blühen und ich hoffe sehr, dass das in den kommenden Tagen passieren wird, dass es jetzt trocken bleibt und wärmer wird. Oben angekommen drehte ich in Richtung Benkerjoch und - nach einer kurzen Pause - in die Gipsgrube hinein. Zwischen Stockmatt und Benkerjoch fand ich - endlich - ein Langblättriges Waldvögelein, strahlend an der Sonne. In der Gipsgrube beschäftigte ich mich mit den Langblättrigen und Weissen Waldvögelein. Es war gegen 18.30 Uhr als ich mit dem Postauto in Tal fuhr.
19. Mai 2026: Jeder Schuhladen wäre eifersüchtig
Ein goldener Hinweis meines Kollegen Edi! Im Wynetal eine grosse Sammlung an Frauenschuhen (Orchideen). Dank seiner Routebeschreibung hatte ich sie sehr rasch gefunden und war hell begeistert. Natürlich gab es noch andere "Sachen" zum Fotografieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Gefederte Tanzfliege eine coole Punkfrisur hat. Vom Punkt aus wo ich meine Mittagspause einlegte hatte ich Aussicht auf die Rigi in der Innerschweiz.
18. Mai 2026: Wieder kein Regenbogen, ich war so nahe dran
Es war wie am 14. Mai: Kurz nach 18 Uhr Sturzregen gefolgt von Sonnenschein und im Osten ein Regenbogen. Und ich? Zuhause beim Abendessen. Kurz nach 18.30 Uhr veschwand ich mit dem Bus nach Biberstein, im Westen wurde es wieder dunkel. Nach einer Fotosession beim Schloss (Lilien / Rosen) ging es auf die Brücke. Erste Regentröpfe fielen und ich lief bis zum Steg etwas weiter und wartete und wartete. Eine fotogene Lilie hielt mich beschäftigt, währenddessen der Regen einsetzte. Im Westen Sonne? Ja, aber nur schwach, ein Regenbogen wollte einfach nicht erscheinen. Ich wartete bis ca. 20.30 Uhr, lief dann wieder zur Bushaltestelle Biberstein-Post. Der Himmel im Westen leuchtete sehr schön auf und das AKW Gösgen mit seiner Wasserdampfwolke war für einmal fotogen.
17. Mai 2026: Hinterrebe reloaded
Erneut auf der Hinterrebe mit einer kleinen Überraschung: Ein Weisses Waldvögelein, klein, aber fein. Die Blätter des Roten Waldvogeleins spriessen bereits und ebenso diejenigen der Breitblättrigen Stendelwurz, obwohl dieser noch lange noch nicht blühen wird. Ich hatte meinen Spass mit einem Widderchen und einigen kleinen Insekten. Der Dingel will immer noch nicht und ebenso wenig die Weisse Waldhyazinthe. Wenn es doch wieder wärmer werden würde.
16. Mai 2026: Die vierte Runde durch die Gipsgrube mit immer mehr Überraschungen
Der 15. Mai war nicht wirklich ein "Ruhetag", einiges musste erledigt werden und auch die Beine hatten nicht wirklich Ruhe. Heute hätte ich eigentlich in die Romandie gehen wollen, aber die Wettervorhersage war nicht so toll. Somit blieb ich in der Gegend und stieg gegen halb 11 bei der Haltestelle Fischbach aus dem Postauto. Ich war noch nicht einmal bei der "Gipsrutschbahn", da legte der Regen los. Da alles (ich auch) Regenfest eingepackt war, lief ich weiter und erlebte sehr rasch eine grosse Überraschung: Ein Weisses Waldvögelein hier? Jawohl! Die Fotografie war nicht einfach, da es relativ dunkel war. Etwas weiter oben am Hang sah ich etwas, konnte es aber im Halbdunkeln nicht richtig einordnen und stieg darum von der anderen Seite her hoch. Es war eine relativ bleiche Vogelnest-Wurz. Als ich mich umdrehte, sah ich ein ganzes Nest davon. Etwas weiter.... ein Weisses Waldvögelein und noch eins und noch eine ganze Ladung davon. Ich hoffe, dass sie bald blühen und komme dann zurück. Beim Aufstieg auf die nächsten Ebenen fand ich die Langblättrigen Waldvögelein, weitere Fuchs-Finger- und Vogelnest-Wurzen. Hier in der Grube blühen auch mehrere Akeleien. Mein Weg führte nachher aufs Benkerjoch und - nach einer Pause auf der Bank am Waldrand - auf den Asperstrihe. Auch hier viele Akeleien. Beim Abstieg überraschte ich eine Gämse und lief gemütlich auf die Staffelegg hinunter, es war mittlerweile schon halb drei.
Übrigens: Als ich mit dem Postauto von der Staffelegg aus wieder hinunter fuhr, sah ich, dass der umgestürzte Baum beim Drehkreuz (Grossmatt, siehe den 12. Mai) entfernt worden war. Ich nehme an, dass das Drehkreuz auch wieder repariert wurde, ich hoffe es wenigstens.
14. Mai 2026: Aarau - Biberstein an der Aare (2026/21)
Eine Auffahrt mit starken Regengüssen und zwischendurch auch wieder Sonne. Ich wurde unruhig, denn gegen halb 6 zeigte sich am Osthimmel ein Regenbogen, noch sehr tief stehend. Ich ass mein Nachtessen, packte dann rasch Rucksack und Kamera. Der Rucksack im Regenschutz, ich in einer Regenjacke und ich ging hinaus. Die Stimmung war gut, ich begab mich immer wieder ans Wasser für die Fotografie und - zurückblickend - sah ich, dass der Himmel im Nordwesten wieder dunkel wurde. Würde der Regen im Norden vorbeiziehen? Es blieb immer noch trocken und erst als ich auf der Bibersteiner Brücke stand fielen erste Regentröpfe. Ich lief noch etwas weiter auf der Aare-Nordseite und blieb dort stehen, wo sich ein kleiner Steg befindet und wartete und wartete. Es regnete leicht weiter, aber von der Sonne keine Spur. Den Regenbogen, auf den ich gehofft hatte, konnte ich mir also abschminken. Um 8 Uhr nahm ich den Bus heim und dann kam nochmals ein Sturzregen. Um Viertel vor 9 klärte es im Westen auf und.... Nein, kein Regenbogen mehr.
13. Mai 2026: Ich kann auch nichts dafür, aber es ist einfach so
Ich probiere mich immer wieder zu beschränken mit der Fotografie, aber jedes Mal komme ich mit mehr als 400 Aufnahmen heim. Tut mir leid, kann auch nichts dafür, denn die Natur ist so voller Überraschungen. So auch heute! 8.40 Uhr.... rasch parat machen und hinaus. Ich wollte den 135er Bus bis Asp nehmen, Abfahrt 9.10 Uhr. Wäre nicht noch eine andere Person zugestiegen, ich weiss nicht, ob der Chauffeur dann angehalten hätte. Ich musste die letzten 20 m rennen. In Asp im Dorfladen ein Mandelgipfeli und ein Glas Wasser (mit Dank, denn mir war leicht schwindlig) und - das ist Verkaufstaktik - ein Säcklein mit Küchenschellen (Kuchen) gekauft. Der Blumenweg ist ca. 700 m lang und misst von unten bis oben ca. 120 Höhenmeter, ich brauche dafür ca. 2 1/2 Stunden mit der Fotografie. Immer mehr Überraschungen: Blühende Spitzorchideen und Fuchs-Fingerwurzen, Walderdbeeren, immer mehr spriessende Dingel (war langsam vom Umzingeldingel umzingelt, Alfred Hitchcock's Vögel könnte in Dingel geändert werden). Sie sind in dem Jahr ziemlich klein, aber stehen kurz vor dem Blühen. Immer noch keine Spur von der Bienen-Ragwurz und vom Roten Waldvögelein. Auf Passhöhe bliess mir eine straffe Wind entgegen und es war frisch heute. 12.15 Uhr, das Postauto um 12.29 Uhr würde ich wohl nicht erreichen, also lief ich sehr gemütlich zum Benkerjoch und sass noch fast 40 Minuten auf der Bank gerade im Wald. Einige Nachrichten schreiben, Musik hören und dann, nach 30 Minuten die GROSSE Überraschung. Ein Meter neben mir stand ein blühendes Weisses Waldvögelein, Cephalanthera Damasonium! Ich wusste, dass es hier in den vergangenen Jahren Langblättrige Waldvögelein (Cephalanthera Longifolia) gab, aber ein Weisses? Um 13.29 Uhr holte mich das Postauto dann endlich ab. Mitarbeiter*Innen vom Kanton waren gerade dabei auf der gegenüberliegenden Strassenseite das Gras am Strassenrand mit einer grossen Maschine zu kürzen. Ich machte eine Bemerkung, ich sei heute auch noch nicht rasiert, ob sie eventuell...... (lieber nicht).
12. Mai 2026: Dritte Runde durch die örtliche Gipsgrube mit Überraschungen
Nach einem sehr feuchten Montag (11. Mai) mit manchem Sturzregen klärte es an diesem Dienstag wieder auf und gegen 15 Uhr lief ich von Küttigen Fischbach aus in die Gipsgrube Riepel hinein. Bald die erste Überraschung: Ein Langblättriges Waldvögelein. Eins? Ich fand beim Aufstieg gleich fünf davon. Auf der mittleren Ebene zeigten sich die Knospen der Fuchs-Fingerwurz und dann.... Ein blühendes Exemplar! Meine Freude war gross. Auf der oberen Ebene blühte weiterhin die Vogelnest-Wurz, ein Exemplar stand dort mit "Hexenschuss". Nachher kehrte ich hoch bis zum Herzberghof und studierte kurz vorher nochmals den Aronstab, welchen ich vor wenigen Wochen "auseinander" nahm. Sehr interessant, denn ein Exemplar trug die Früchte, das andere nicht. Als ich dann weitere Exemplar "befühlte", stellte ich fest, dass ein Teil tatsächlich blühen wurde, ein Teil nicht. Über die Staffelegg lief ich auf der Kurven-Innenseite zur Grossmatt hinunter. Das untere Drehkreuz war beschädigt von einem umgestürzten Baum und drehte nicht mehr. Das muss wohl sehr "gewalttätig" gewesen sein, denn das Metall war stark verbogen und der Baum hat ein Teil des Drehkreuzes einfach in den Boden gestampft. Am Waldrand entdeckte ich eine Raupe auf einem Goldnessel und probierte das Tierchen mit der Kamera gut einzufangen. Beim Giebel angekommen drehte ich noch eine kleine Runde auf der Judenhalde, beschäftigte mich als "Voyeur" mit der Fotografie von zwei Wiederchen in der Paarung. Zwei weitere Überraschungen: Auch hier fand ich blühende Fuchs-Fingerwurz und eine blühende Pyramide-Orchidee. Voller Stolz zeigte ich Christine, die ich hier traf, diese Blumen-Schätzlein.
10. Mai 2026: Ein informatives Treffen auf der Hinterrebe
Kurz vor 10 Uhr lief ich zum sovielten Mal in diesem Jahr hoch durch das Dorf Asp, auf dem Weg zur Hinterrebe. Dort angekommen ging die Suche sofort los: Ohnsporn in grossen Mengen, das Grosse Zweiblatt, Esparsette gross und klein, ein wunderschöner Schmetterling gut eingefangen mit der Kamera. Ich war noch nicht weit, da sah ich zwei Radfahrer hochpedalieren. Ich hörte die Stimmen, welche sich nicht wieder entfernten. Etwas später sah ich die beiden auch auf dem Blumenweg, Bäume, Sträucher und Pflanzen studierend. Oha, Naturfreunde. Links und rechts traf ich auf neue Knospen, ich bin gespannt was dort schlüpft: Bienen-Ragwurz, Waldhyazinthe, Mücken-Händelwurz? Ich fand auch immer mehr Dingel-Spargel spriessen, könnte ein gutes Dingel-Jahr werden, wenn das Wetter mitmacht. Auch weiter oben im Föhrenwald fand ich immer mehr davon und dann.... die ersten Wald-Erdbeeren, welche zuerst fotografiert, dann gegessen wurden. Zurück auf den Blumenweg gekommen, da kamen die beiden Naturliebhaber auch schon hoch. Ich konnte sie stolz auf die immer noch blühende Fliegen-Ragwurz hinweisen, lernte dann rasch, dass die beiden nicht einfach nur Naturfreunde, sondern Naturspezialisten waren und auch im Auftrag von Pro Nature Aufträge erledigten. Für mich hiess das "Ohren offen und Fragen stellen". Und jawohl, ich habe wieder so einiges dazugelernt. Die Spitz-Orchidee war immer noch nicht offen, es gab aber mehr und mehr davon. Von den beiden lernte ich, dass man weiter oben Anpflanz-Versuche mit den Küchenschellen durchgeführt hatte und auch, dass sie sich hier leider nicht gut verbreiten, Ursache unbekannt. Ganz oben verabschiedeten wir uns. Danke Till, danke Lukas. Die beiden arbeiten für creaNatira (siehe den nachfolgenden Link) und sind auch beim Natur- und Vogelschutzverein bekannt für Botanik-Exkursionen.
Aus der creaNatira-Webseite: Die creaNatira GmbH ist seit 1998 im praktischen Naturschutz tätig. Wir betreuen, unterhalten und pflegen Naturschutzgebiete, planen und realisieren Aufwertungsprojekte und fördern die Vernetzung ökologisch wertvoller Lebensräume. Als Unternehmen begleiten wir Projekte von der Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung. Unsere Auftraggeber und Projektpartner sind neben Pro Natura Aargau hauptsächlich der Kanton, Gemeinden, andere Naturschutzorganisationen oder auch Privatpersonen im Kanton Aargau und angrenzender Gebiete.
9. Mai 2026: Botanik-Exkursion in der Romandie
Mit Dank an Christian, Christine und Cornelia vom Natur- und Vogelschutzverein Küttigen / Rombach, dass Edi und ich eingeladen wurden. Gemeinsam in einer Gruppe von 15 Personen am Morgen bis Le Landeron (NE) angereist, führte die Route zuerst zum kleinen Friedhof von Le Landeron, wo die ersten Informationen erteilt wurden. In zwei Gruppen ging es anschliessend hinauf nach Montet du Haut, unterwegs immer mit interessanten Wissenswürdigkeiten bezüglich der Vegetation - insbesondere des Storchenschnabels - berieselt. Und da standen sie, die ersten Bocksriemenzungen, wunderschöne grosse Orchideen. Oberhalb von Montet du Haut trafen wir auf eine schöne Sammlung an Hummel-Ragwurzen, da beisst man gerne ins Gras zum Fotografieren. Bei Laidmont nahmen wir den Weg nach Norden für eine Mittagspause auf einer Felspartie. Weiter oben fand ich prächtig blühende Siberische Lilien (danke Christian für den Hinweis). Die Reise führte weiter zur Combe du Pilouvi, einer sehr sehenswerten Schlucht mit romantischen Wasserfällen, Felstreppen und angenehm kühl. Dank den Organisierenden trafen wir unterhalb vom Schloss auf einen Wildgarten mit interessanter Flora und auch wieder mehreren Bocksriemenzungen. Christine, Edi und ich blieben aufgrund der Fotografie immer mehr zurück bei der Gruppe und trafen in La Neuveville auf einen kleinen Garten mit sehr, sehr viel schönen Bocksriemenzungen. Nachdem ein Einwohner von uns darauf aufmerksam gemacht wurde (er wusste nicht, dass es hier Orchideen gibt), informierte er nachher mit Stolz eine Einwohnerin über diese zarten Pflänzchen. Gegen 15 Uhr noch ein Bier auf der Terrasse in Bahnhofsnähe, kurz vor halb 5 brachte uns der Zug wieder heim. Ein wunderprächtiger Tag mit vielen Impressionen! Danke vielmals!
7. Mai 2026: Aarau - Biberstein an der Aare (2026/20) und noch weiter
Früh am Morgen regnete es noch leicht, aber gegen halb 10 war die Entscheidung getroffen: Ich gehe hinaus. Und so war es, der Himmel bedeckt, aber trocken. Mein Weg führte an der Aare in Richtung Biberstein und unterwegs fand ich diverse Markierungen. SBB? Wie bitte? Wollen die hier eine Bahnlinie bauen? Unsinn, aber etwas geht hier ab. Etwas weiter stand eine Warnung "Slow Down (spielende Kinder)". Somit lief ich schon mal etwas langsamer, aber Hauptsache "die Radfahrer nehmen es ernst". Die Hochlandrinder in Biberstein lagen faul unter den Bäumen und liessen sich gemächlich fotografieren. Auf der Bibersteiner-Brücke angekommen wurde es doch langsam warm, die Sonne kam durch, die Regenjacke konnte versorgt werden. Auf der Aaredamm auf der Südseite ging es weiter, bis wohin? Das Helm-Knabenkraut blühte fröhlich weiter und auch die Sommerglocke war noch da, aber in der "Endphase". Kurz bevor ich bei den Sommeglocken eintraf, legte ich aber eine Pause ein, es war schon deutlich nach 12 Uhr. Gab es ein Wespennest unter der Bank? Sie flogen weg und kamen wieder zurück. Aber dann: Tropf, tropf, tropf, DAS war aber nicht vorausgesagt worden und es wurde immer schlimmer. Rucksack regendicht einpacken, Regenjacke wieder anziehen. Der Regen legte für eine halbe Stunde so richtig los, dann war es endlich vorbei. In Rupperswil ging ich durch die Auenlandschaft und traf so bei der Aarebrücke Rupperswil / Auenstein ein. Jetzt? Weiter auf der Aarenordseite, über die erste Hängebrücke, auf der Insel, über die zweite Hängebrücke und auf der Südseite bei Wildegg. Dort traf ich um ca. 15 Uhr ein, müde, aber zufrieden. Meine Beine, welche vorgestern wieder mal leicht rebellierten (Wetterempfindlichkeit?) hielten heute gut mit. Heimgekommen mit 586 Fotos.....
5. Mai 2026: Öppis nöis uf de Hinterrebe?
Um de 10i bini durchs dorf Asp hochgloffe, han mech im dorflädeli z'erscht no es mandelgipfeli bsorgt und be de fröhlech pfiifend wiiter hoch uf de hinterrebe. Uf de jura-südsiite häts am morge afah rägne ond au z'asp häts no e chli tröpfelet. Woni de uf de hinterrebe acho be esch es tatsächlech trocke worde. Schritt för schritt bini uf de bluemewäg hoch, immer unbedingt öppis müesse fotografiere, auge offe för de biene-ragwurz ond de hummel-ragwurz, aber vo bedene kei spur. Wiiter obe hänt es paar flöige-ragwurze immer no blüeht, aber se send in dem jahr würklech sehr chli. Im föhrewäldli häts hüüt no 6 oder 7 meh dingel gha wo am spriesse gsi send. Insgsamt söttet es mittlerwiile scho so 25-30 stück sii. Bim brand-knabechruut de e chlini öberraschig, öppis nöis.... wahrschiinlech wirds de pyramide-orchidee sii, aber de blüete send nonig offe. Ganz obe blüeht es helm-knabechruut fröhlech wiiter. Vo dert us bini de zrugg bes uf de staffelegg, woni de gli aus es poschti is tal verwüütscht han. Bim giebel no e chlini runde uf de judenhalde dreit, aber au dert kei spur vo de hummel-ragwurz. Zrugg bim giebel esch mer es poschti grad vor de nase ab, aso z'fuess is dorf. Au dert esch mer de bus voll vor de nase ab. Be de haltestell poscht hani de nöme möge und ha uf de nächscht bus gwartet.
3. Mai 2026: Orchideensuche - 7 bei Villnachern (AG)
Wie am 30. April geschrieben, erhielt ich einen Tip bezüglich Orchideen in der Nähe von Villnachern (AG). Eine kleine Suche im Internet lieferte die mögliche Region bei dieser Ortschaft und auch das Profi-Auge meines ehemaligen Arbeitskollegen Adrian (Ädu) Hirsbrunner gab weitere Möglichkeiten (und er sollte recht bekommen). Gegen 9.45 Uhr verliess ich an der Bözbergstrasse oberhalb des Dorfes den Bus und stieg bald einen sehr steilen, fast selbstmörderischen Hang hinunter und beim Schryberhof begab ich mich zuerst bis an die Bahnlinie. Da ich dort nichts fand, kehrte ich auf den Schryberweg zurück und lief in Richtung Süd-West. Nach einer Weile sah ich rechts von mir ein Föhrenwäldchen an einem Steilhang. Oha, hinein! Und jawohl, da standen sie: Das Helm-Knabenkraut und ich hatte sogar das Glück eine Weisse Waldhyazinthe und ein Grosses Zweiblatt zu finden. Langsam kletterte ich den Hang hinauf und kehrte weiter oben nach links und wieder in den nächsten Föhrenwald (Chessler) hinein bzw. hinunter. Hier stand auch wieder sehr viel Helm-Knabenkraut. Weiter unten zweigte ein Pfad nach rechts hoch in Richtung Deckerhübel. Auf einer kleinen Wiese fand ich die schönsten Akeleien in den verschiedensten Farbtönen, aber das was ich suchte fand ich immer noch nicht: Das Langblättrige Waldvögelein und die Hummel-Ragwurz. Ich folgte dem Pfad weiter nach oben und da standen sie: Die ersten Langblättrigen Waldvögelein, 4 Stück, 6, 8, 10..... Noch weiter oben an einem Trockenmauer befand sich eins sehr schönes Exemplar. Wenige Meter höher befand sich eine grössere Wiese und dort blieb mein Herz stehen, denn hier wimmelte es nur so von Langblättrigen Waldvögelein, klein, gross, alleine, in kleinen Gruppen. Weiter oben beim Trockenmauer legte ich meine Mittagspause ein, immer wieder fotografierend. Nachdem ich zum Deckerhübel abgestiegen war folgte ich auf der rechten Seite einem steil ansteigenden Weg in Richtung Vierlinden und kam oben beim Schihalden aus. Hier das Gleiche: Viel Helm-Knabenkraut und Langblättrige Waldvögelein und per Zufall fand ich eine Hummel-Ragwurz im hohen Gras. Ein langer Abstieg und ich stand unweit der Bahnlinie oberhalb der Ortschaft. Bis zur Bushaltestelle auf der Hauptstrasse war es noch ein langer Weg, aber um 14.15 Uhr traf der Bus ein und brachte mich zurück nach Brugg.
Akeleien-Sammlung
Langblättriges Waldvögelein (Cephalanthera Longifolia)
2. Mai 2026: Aarau - Biberstein an der Aare (2026/19)
Eine schöne Abendspaziergang an der Aare mit Endstation Bibersteiner Brücke, wo ich die Kamera mit Zoomobjektiv aufs Stativ stellte und die Aare fotografierte, kurz nach Sonnenuntergang. Unterwegs traf ich wieder auf die schottischen Hochlandrinder, welche jetzt wieder auf der Wiese sind. Gerade nachdem ich in meinem Wohnort den Bus verliess traf ich - unter einer Leuchte - ein schönes Gebüsch an Salbei.
Und dieses Schätzchen fand ich auf dem Weg unweit des Wissenbachs auf der Bibersteiner Seite. Herr Google / Frau Googeline besagt, dass es sich um die Larve des Grossen Glühwürmchens handelt (tönt komisch "Gross" und "Würmchen", aber ja....). War nicht einfach zum Fotografieren, denn das Tierchen lief fröhlich weiter OHNE in die Kamera zu lächeln. Zudem musste ich es 90° von der Seite her erwischen, damit ich auf der ganze Linie ein scharfes Bild vom Tierchen hatte.
1. Mai 2026: Zweite Runde durch die örtliche Gipsgrube
Hervorragendes Wetter heute und ich war sehr neugierig: Würde ich heute das Langblättrige Waldvögelein finden? Vorab: Nein! Gegen halb 11 startete ich bei der Haltestelle Fischbach und begab mich in die Gipsgrube, Augen weit offen. Stufe für Stufe arbeitete ich mich hoch auf die diversen Ebenen, fand viele Rosetten, aber vom Langblättrigen Waldvögelein keine Spur. 2025 ging ich davon aus, dass irgendjemand sie ausgerissen hatte, sie fallen sehr rasch auf und plötzlich waren sie weg. Auf der höchsten Ebene hatte ich vor neun Tagen eine Markierung bei einer Gruppe Vogelnest-Wurzen angebracht. Ich fand die Markierung nicht mehr und auch die Orchideen waren weg. Ich hoffe nicht, dass irgendjemand sie "vertrampelt" hat. Wenige Meter entfernt war eine Feuerstelle und wie ich diverse Leute kenne, trampeln sie wild herum, sich nicht bewusst von dem was hier blüht. Trotzdem fand ich dieses Mal mehrere Exemplare der Vogelnest-Wurz blühend. Die vielen Aronstab-Pflanzen kurz vor dem Herzberghof hingen jetzt schlapp herum, ist ihre Aufgabe erledigt? Ich werde es im Sommer feststellen. Als ich vom Herzberg aus zur Staffelegg hinunter lief, fiel mir eine Blume auf, ca. 10 cm über der Strasse liegend. Als ich sie mit der Kamera am Boden fotografierte, wurde ich von den vielen Ameisen belagert. Ob wie das noch nicht reichte, kamen kurz darauf drei Traktore vorbei. Ich stand auf der anderen Strassenseite, aber wie ich Herr (und vielleicht auch Frau) Schweizer(in) kenne, weichen sie immer kilometerweit aus und fuhren die Blume fast zu Mus (sie bestand es gerade noch unverletzt). Bei der Baumkapelle oberhalb des Gatterhofs fand ich eine wunderschöne Eidechse, fotografierte sie von ganz nahe, wurde dann doch argwöhnisch. Als ich den Schwanz leicht berührte, war alles klar: Sie lag leblos da, so schade. Ich frage mich aber, wie sie auf die Bank gekommen ist. Von einem Raubvogel fallen gelassen? Auf der Staffelegg angekommen, dachte ich kurz daran das Postauto zu nehmen, kehrte dann doch nach rechts und lief bis zum Giebel hinunter. Dort drehte ich noch eine Runde auf der Judenhalde auf der Suche nach der Hummel-Ragwurz (nicht gefunden).
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