29. September 2024: I walk with ghosts
Auf der Jura-Südseite waren die Sternen - zwischen den vereinzelten Wolken - sichtbar, ich freute mich erneut auf einen schönen Sonnenaufgang oberhalb der Staffelegg. Doch als ich um ca. 6.50 Uhr in der Dämmerung auf Passhöhe das Postauto verliess, herrschte dort oben dicker Nebel. Ich machte mich auf den Weg zum Gatter, warm angezogen, Windjacke inklusive. Es sah dort oben wirklich geisterhaft aus. Würde sich der Nebel verziehen? Die Antwort lässt sich in vier Buchstaben zusammenfassen: NEIN. Etwas unterhalb vom Gatter - es war ca. 8.30 Uhr - nahm ich mein Frühstück. Im Süden leuchteten die Bäume ab und zu durch den Nebel hindurch. Über die grosse Wiese zwischen Gatter und Hasel fand ich meinen Weg gen Westen, durchkreuzte die Haselwiese und stieg zur Juraweid ab. Mehr und mehr drückte die Sonne durch, es wurde doch noch schön. Nach einem kleinen Gerangel mit einer fauchenden Katze ging ich beim Giebel vorbei zurück ins Dorf und schnappte mir den Bus um 11.10 Uhr ins Tal.
27. September 2024: Es ist eindeutig Herbst
Es war erst um ca. 13.50 Uhr als ich auf der Staffelegg das Postauto verliess. Es blies ein starker Wind, mal fielen wenige Regentröpfe, mal kam die Sonne kurz zum Vorschein. Ich begab mich auf den Weg zum Gatter, musste aber unterwegs die Regenjacke anziehen. Im Wald, nahe beim Waldrand fand ich bereits viele Pilze. Auf der Homberg-Südseite kehrte ich zurück und lief über die Juraweid zurück bis Küttigen Post. Obwohl es zwischendurch regnete war die Stimmung bombastisch.
22. September 2024:
Danke, Mutter Natur, für 100 Wandertouren in diesem Jahr
Jawohl, heute war Wandertour 100 in diesem Jahr! Um 10.24 Uhr bestieg ich im Aarepark den Bus, in Erlinsbach stieg eine lärmige Wandergruppe ein, zum Glück war ich sie los als ich um ca. 10.40 Uhr an der Haltestelle Hard wieder ausstieg. Nach einer Fotosession beim Hardmännli-Loch (zum Glück hatte ich mein Stativ nicht zuhause gelassen) ging es auf die Ramsflue hoch. Hier machte ich meine Mittagspause, ganz allein, philosophierend über was Mutter Natur für mich bedeutet. Unten im Tal muss irgend ein Musikfest in Gange sein, die Musik erreichte mich bis hier oben. Auf dem Weg zur Hardermatt hörte ich eine kleine Gruppe Leute vorbei kommen. Ich glaube nicht, dass sie mich bemerkt haben, ich war auf einem Parallelweg unterwegs und sie heftig am disku-tieren. Die ganze Zeit ging mir das Lied "In the Year 2525 von Zager & Evans durch den Kopf". Was die Menschheit alles so zerstört! Sind wir in 500 Jahren überhaupt noch da? Kurz nach der Hardermatt bog ich nach rechts und nahm einen anderen Weg zur Wasserflue, en passant dem Wilerberg einen Besuch abstattend. Auf der Flue selber blieb ich nur kurz (war hier gestern ja ca. 2 Stunden), ging über den Grat auf die Nordseite hinunter und zum Benkerjoch. Jetzt war Müll-Sammel-Aktion am Strassenrand. Ich füllte zwei Plastiksäcke mit Blechdosen, Plastikflaschen, Papier, Zigarettenschachteln... Eine 20 Minuten-Zeitung war datiert "20. September 2024, lag hier also erst seit 2 Tagen. Und nur vor einer Woche war noch Clean-Up-Day, hier aber macht keine Sau etwas! Um 14.15 Uhr traf ich bei der Haltestelle Fischbach ein
Spuren vom zweibeinigen Wildschwein
21. September 2024: Sonnenaufgang auf der Wasserflue
Sonnenaufgang an einem Wochenende im September: Ohne Auto braucht das etwas Suchaktion. Entweder man ist viel zu früh und muss lange warten oder man verpasst ihn. Ein Versuch war es wert: Um ca. 6.30 Uhr verliess ich bei der Haltestelle Fischbach das Postauto und machte mich auf den Weg zur Wasserflue. Der abnehmende Mond beleuchtete den Weg, es war ziemlich klar. Als ich mich in der Kurve zur Hardermatt befand und einen Blick auf die Zeit wirf, ups: 6.52 Uhr. Ich musste die steile Abkürzung nehmen, kam dabei ziemlich ins Schwitzen. Ankunft auf die Plattform um ca. 7.08 Uhr, der Himmel im Osten leuchtete fabelhaft schön. Ohne zu zögern montierte ich die eine Kamera aufs Stativ und stellte sie auf den Selbstauslöser ein. Kamera zwei bekam das Zoom-objektiv und die Fotosession fing an. Lange musste ich nicht warten, da kam die Sonne zum Vorschein, gerade zwischen Horizont und einem Wolkenband. Mittlerweile war das Mittelland von einem Nebelfeld bedeckt, der Nebel wurde in die Täler hineingedrückt. Langsam bekroch er die Staffelegg und schlich auch über die Haltestelle Fischbach hinweg nach oben. Die Flue selber blieb an der Sonne. Ich musste ca. 500 Aufnahmen gemacht haben, frühstückte, fotografierte, ass weiter.... Für kurze Zeit hatte ich von einem Radfahrer Gesellschaft und nach ca. 2 Stunden von einem Wanderer. Sonst war ich ganz alleine. Über den Grat laufend nahm ich den Abstieg auf die Wiesen nördlich der Flue, fotografierte den versenkten Grenzstein und stieg zum Benkerjoch ab. Es war ca. 9.55 Uhr, ich entschied mich den direkten Abstieg, am Strassenrand, zur Haltestelle Fischbach zu nehmen.
15. September 2024: Ohne Worte
Ich schaffte es tatsächlich wieder früh auf zu stehen: 5.10 Uhr. Um 6.20 Uhr stand ich an der Bushaltestelle, um 6.45 Uhr auf der Sal-höhe. Der Himmel im Osten wurde heller und heller, die Kamera sofort aufs Stativ montiert für erste Aufnahmen. Rasch lief ich zu den Saalhöfen und stellte Kamera + Stativ auf die Leitplanke und montierte auf die zweite Kame-ra das Zoomobjektiv. Gerade links von der Wasserflue kam die Sonne auf, es wurde foto-grafiert und fotografiert. Nach ca. einer halben Stunde kehrte ich mich um und sah Margrit Bitterli im Garten bei Bitterlis "Buurehof". Ich fragte sie nach ihrem Mann Hans, den ich eine Weile nicht mehr gesehen hatte, sein Auto stand noch bis vor wenigen Wochen auf dem Parkplatz zwischen den Höfen. Dann die sehr traurige Nachricht: Hans war am 4. Juli im Alter von 82 Jahren unerwartet von ihr hingegangen. Es war am 24. Februar 2024 (siehe dort) als er mich noch auf ein Kaffee eingeladen hatte. Ich lief mit ihr hinein und nahm ein Kaffee (ohne Zwetschgenschnapps) und zeigte ihr noch den Beitrag auf meiner Webseite von damals. Ruhe in Frieden, lieber Hans. Dir Margrit wünsche ich viel Kraft, die Schmerzen standen Dir wirklich im Gesicht geschrieben. Nachher ging es auf die Rumismatt für mein Frühstück, ein längeres WhatsApp-Video-Telefonat mit Korea und noch ein langes Gespräch mit einer Dame aus Oberhof (sie hatte mich schon mehrmals gesehen, sagte sie). Das Gespräch kam auf unsere finanziellen Bedürfnisse: Ferien im Jura, selten neue Kleider kaufen, einfach bescheiden und zufrieden sein. Die Natur gibt uns alles was wir brauchen. Nach dem Frühstück ging es auf den Mülacker (ein Reh machte sich aus dem Staub) und Abstieg auf die Burgflue. Es war ca. 10 Uhr als ich die Entscheidung traf den Abstieg bis nach Wölflinswil zu machen. Ich weiss aus Erfahrung wie lange ich bis wohin brauche: Bis Oberhof wären es ca. 50 Minuten gewesen, das Postauto fährt jeweils um 22 Minuten nach der vollen Stunde, also keine Chance. Zwei ebenen über den Juratritt hinunter und gerade aus bis zum Burghof. Über den Kreuzweg absteigend er-reichte ich Wölflinswil um ca. 11.10 Uhr, 10 Minuten vor dem Postauto.
14. September 2024: Kopf lüften
Nach dem gestrigen Tag war es heute bitter notwendig den Kopf zu lüften, denn Ungerechtigkeit mag ich gar nicht verleiden. Bleibt die Frage wie die Situation ausgeht. Kurz vor 13 Uhr lief ich von Küttigen Kreuz hoch zum Giebel und begann von dort aus den Aufstieg auf die Achenbergwiese. Das Wetter war relativ trübe, aber es war trocken. Auf der Wiese traf ich viele, ziemlich kleine Bläu-linge und auch eine Goldene Acht. Sie sassen ziemlich reglos auf den Blumen, eine Folge des feuchten Wetters. Sie liessen sich einfach auf die Hand nehmen und wieder zurücksetzen. Eine Weile lang verblieb ich hier und stieg nachher auf der Westseite wieder gemütlich ab. Oberhalb der Weinreben verfolgte ich meinem Weg wieder zurück ins Dorf. Kurz vorher hatte ich noch ein schö-nes Gespräch mit einem jungen Werkhof-Arbeiter, aktiv am Brennholzspalten.
13. September 2024 (Freitag, der 13.!!!): Es war frisch heute
DAS ist meine Freizeit, Wandern im Jura, kein Ausgang, keine Reisen, keine Kosten. Die Natur ist für mich wichtig, nur sie! Ich habe kein Auto, ich habe keinen Fernseher und verbringe meine Zeit mit Mutter Natur! Ich lebe ein sparsames, aber zufriedenes Leben. Leider glaubt man es mir nicht immer.
Um 6.15 Uhr war Startpunkt auf der Staffelegg. Ich begab mich wieder (zwischendurch fotografierend) auf den Pass oberhalb der Staffelegg (die Strasse nach Thalheim war jetzt - nach langen Bauarbeiten - freigegeben, der Verkehr rollte wieder darüber hinweg) Ein direkter Sonnenaufgang über - oder neben - dem Lägern würde es heute nicht geben, es hingen im Osten viele Wolken. Und trotzdem: Die Stimmung war fabelhaft und mysteriös, es wehte aber ein eiskalter Wind Handschuhe wären wirklich kein Luxus gewesen. Oft hielt ich an zum Fotografieren, der erste Akku war unerwartet schnell durch. Austausch und weiter fotografieren. Ich begab mich auf der Nordseite des Hombergs zum Gatter als die Sonne sich zwischendurch dann doch zeigte. Als ich dabei war Schafe zu portraitieren,, traf mich der Schlag: Ich musste mit dem Ellbogen das Stromgitter berührt haben. Wieviel Kilovolt standen dann da drauf? Auf der Südseite vom Gatter, aus dem Wind, nahm ich endlich mein Frühstück und lief dann etwas untendurch und wieder hinauf zu einer Wiese wo sich drei Rehe vergnügten. Nicht lange, sie sahen mich (und eine andere Frau, die kurz vor mir hinausging) und verschwanden in den Wald. Über eine grosse Wiese ging es weiter westlich, durch ein Waldstück auf die Haselwiese, wo ich einen Pfad nach unten entdeckte. Diesem Pfad folgend traf ich wieder auf den bekannten Weg nach unten. Dann ging es auf die Juraweid und weiter nach Westen, über den Staffelegg-Zubringer, Küttigen Giebel (von dort aus sah ich unterhalb des Achenbergs, weit in der Ferne, viele Gämse) und zum Kreuz hinunter. Dieses Mal erwischte ich knapp den Bus und führ um 10.10 Uhr hinunter.
8. September 2024: Hat der Herbst jetzt angefangen?
Es war noch halbwegs dunkel als ich um ca. 6.25 Uhr in Biberstein-Dorf den Bus verliess. Da ich - nebst Chauffeur natürl-ich - alleine im Bus sass, führte ich mit ihm ein Gespräch über meine Ziele für heute. Der Himmel war ziemlich wolken-verhangen als ich mich auf den Weg zum Gatter machte. Die Gisliflue stand für heute nicht auf meiner Wunschliste, nur ein Frühstück auf einer Bank beim Gatter. Trotzdem marschierte ich zuerst auf der Nordseite hinunter, traf en passant auf ein Reh (und Tschüss...) und fotografierte von dort aus die Gisliflue und der Himmel im Osten. Zurück zum Gatter für mein Frühstück und nachher hinunter zur Juraweid. Unterwegs, vor allem auf der Haselwiese, fand ich wieder einige Fotosujets. Auf der Juraweid kam mir die Gedanke "hat der Herbst jetzt angefangen?": Ein erster Baum mit gelben Blättern. Etwas weiter fand ich unheimlich schöne Pilze an einem Baum, den ich in der Vergangenheit schon mehrmals fotografiert hatte. In der Nähe kämpften sich zwei Frauen mit einer Leiter ab. Das Ding war auch schwierig zu hantieren, zum Glück konnte ich helfen (währenddessen sich im Westen ein schwacher Regenbogen zeigte: Jawohl, es tröpfelte zwischendurch). Weiter zur Haltestelle Giebel und ins Dorf hinunter. Dort fuhr mir der 10.10 Uhr Bus gerade vor der Nase weg. Als ich dann bei der Haltestelle eintraf, kam gerade der leicht verspätete 135-Linien-Bus und nahm mich mit.
7. September 2024: Unterm Sternenhimmel gestartet
Als ich um 4 Uhr aus dem Bett kam (jawohl, 4 Uhr!), war der Himmel sternenklar. So auch als ich um ca. 5.45 Uhr auf der Staffelegg den Bus verliess. Es war leicht frisch, ich lief im T-Shirt den provisorischen Veloweg zum Pass in Richtung Thalheim hinauf. Schon rasch wurde die Kamera aufs Stativ montiert, der Sternenhimmel musste abgelichtet werden, Orion winkte mir zu. Blende 11, 30 Sekunden, kostet Akku! Weiter oben der leuchtende Himmel im Osten, dort das Land unter Wolken? Jep, dort hingen Wolken! Das Warten: Kurz vor 7 zeigte sich die Sonne über den Hügeln. Erst am Abend und unter Vergrösserung sah ich, dass es sich um den Lägern handelte. Dann der Umkehr weit hinauf zur Bank oberhalb des Föhrenhofs für mein Frühstück. Nachher ging es zur Ebni-Wiese hinunter und nochmals auf der Suche nach der Herbst-Wendelähre. Ich fand immer noch einige schöne Exemplare, dann auch noch Bläulinge und viele, viele Herbstzeitlosen. Etwas weiter unten auf der "Privatwiese" flüchteten drei Rehe vor mir. Warum sehen die mich immer zu-erst? Es war schon ca. halb 11 als ich oben an der steile Wiese zur Hauptstrasse hinunter stand. Ich entschied mich dazu den Abstieg hier zu machen und direkt zur Haltestelle Asp zu gehen. Dort gabelte mich das Postauto um 11.05 Uhr wieder auf.
31. August 2024: Der Abschluss eines verrückten Wandermonats
Geplant war gar nichts! Ich zählte es heute zusammen, es waren sagen und schreiben 17 Foto-Wandertouren in diesem Augustmonat. Es hat sich einfach so ergeben, tut mir leid!
Und heute Morgen? Ich wollte um 4.15 Uhr aus dem Nest. Als der Wecker dann klingelte, drehte ich mich doch noch mal um. Es wurde ca. 4.50 Uhr als ich dann irgendwie und irgendwo die Motivation fand aufzustehen. Wohin? Auf die Salhöhe, untendurch zum Benkerjoch. Aber: Als ich um 6.45 Uhr den Bus verliess bekam ich das dunkle Gefühl, dass die Sonne südlicher aufgehen würde als gedacht. Jawohl, ich bewegte mich rasch zu den Salhöfen und fing unterwegs, durch die Bäume, eine knallrot sich nach oben bewegende Sonne ein. Umkehren? Nö.... Jetzt ging es halt auf die Rumismatt, fand in der oberen Ecke mein Frühstücksort und legte dort also meine erste Pause ein. Nachher ging es auf den Mülacker zur Haselmüsli-Bank für eine zweite Pause. In der Ecke fand ich einen Ast mit schönen Pilzen und zum Glück hatte ich mein kleines Stativ dabei. Über die Burgflue (hier traf ich erstmals wieder zwei Menschen, mit Pferd sogar) lief ich über den Juratritt zwei Stockwerke hinunter um hier die erste Wanderin zu treffen. Jetzt lief ich in Richtung Wölflinswil und kam unterwegs mit einem Rentner aus Oberhof ins Gespräch. Er erzählte mir, dass der Juratritt auch "Soldatenweg" genannt wird, von polnischen Flüchtlingen im zweiten Weltkrieg erstellt. Unsere Wege trennten sich beim Burghof, ich lief über den Kreuzweg bis Wölflinswil hinunter und ergatterte das 11.20 Uhr-Postauto zurück nach hause.
30. August 2024: Fasziniert von einer Cumuluswolke...
.... Ohne Cumuluspunkte.... Aber alles der Reihe nach. Am Morgen in der Zahnarztpraxis gequält, Einkaufen, etwas essen, um 13.45 Uhr auf der Salhöhe aus dem Bus gestiegen. Dort traf ich einen Mann, den ich hier schon oft getroffen habe. Seit 27 Jahren läuft er täglich ca. 10 km, insgesamt fast 100'000 km. RESPEKT! Ich bewegte mich über die Rumismatt auf den Mülacker und zu meinem Bäumchen. Als ich den ersten Stein wegnahm legte ich sofort ein Ameisennest offen. Mein Bäumchen wurde ausgegraben, zwei Äste sahen ziemlich verdorrt aus, jetzt steht es bei mir auf dem Balkon. Ich werde es bald etwas zuschneiden. Hier oben angekommen sah ich im Norden eine grosse Cumuluswolke, welche ich von hier aus erstmals fotografierte. Nach dem Abstieg bis auf die Burg folgte Foto nach Foto. Das Ding wuchs, wuchs und wuchs. Es war ca. 16.20 Uhr als ich den Abstieg bis nach Oberhof auf mich nahm und um ca. 17.15 Uhr an der Bushaltestelle eintraf.
29. August 2024: Es war heiss
Nach der Arbeit hinaus: Ca. 14.45 Uhr in Densbüren gestartet, über den Mistweg, querfeldein, durch den Wald auf die Ebni-Wiese Wiederum fand ich einige Exem-plare der Herbst-Wendelähre, ging dann langsam zurück zur Staffelegg, über der Ostseite der Chrinneflue. Kurz vor Ankunft - ich hatte noch etwas Zeit - eine vielleicht letzte Brombeer-Ernte, Brombeeren welche ich in wenigen Minuten mit Vanille-Glace verschlinge. Mother Nature does it all for us (Queen, Miracle)!
26. August 2024: Fruchtbar oder furchtbar
Heute nach der Arbeit schnell ins Postauto hoch in den Jura für eine möglich letzte Zwetschgen-ernte. Hier steht ein Baum, vollbeladen mit diesen herrlichen Früchten, im Niemandsland. Wan-derer laufen daran vorbei, zertreten sogar die gefallenen Zwetschgen, niemand pflückt sie, man lässt sie vergammeln: Furchtbar! Teile der Welt leiden Hunger und hier lasst man "Essware" ein-fach vergammeln. Meine Ernte war jedoch fruchtbar.
24. August 2024: Sonnenaufgang auf der Staffelegg
Es sollte an diesem Samstag wieder heiss werden und da ich absolut keine Lust habe in der Tageshitze zu wandern, stand ich bereits um 5.45 Uhr auf der Staffelegg (jawohl, das erste Post-auto fährt so früh). Es dämmerte leicht im Osten, Kamera aufs Stativ und loslegen mit der Foto-grafie. Eigentlich wollte ich direkt unter der Chrinneflue hindurch zur Ebni-Wiese laufen, doch der Himmel im Osten leuchtete langsam auf. Somit begab ich mich noch etwas weiter nach oben und fing dort einen fabelhaften Sonnenaufgang ein. Es war ca. 6.45 Uhr als ich mich endlich auf den Weg zur obengenannten Wiese machte. Ich lief aber obendurch und legte oberhalb des Föhren-hofs meine Frühstückspause ein. Es folgte der Abstieg, ich traf an diesem Tag nur 5 Biker und eine Reiterin. Auf der Wiese: Eine grossangelegte Suchaktion, Rucksack und Fototasche auf eine Bank deponiert. Ich fand diverse kleine Exemplare der Herbst-Wendelähre, die Exemplare vom 22. August waren unauffindbar. Ich muss sicher anderthalb Stunden am "umekurven" gewesen sein. Dann begab ich mich nach Westen, fand auf einer kleinen Wiese viele Herbstzeitlosen und nahm einen für mich noch unbekannten Pfad ins Tal des Föhrenhofs hinunter. Ich traf kurz darauf auf die Hauptstrasse und erreichte das Postauto von 11.05 Uhr heim.
22. August 2024: Gefunden
Schnell war der Rucksack nach der Arbeit gepackt und bereits um ca. 14.20 Uhr lief ich in Densbüren los. Vom Bus aus hatte ich einen mir noch unbekannten Weg gesehen und diese musste natürlich "getestet" werden. Bald aber war er derartig überwuchert, blockiert, dass ich mich dazu entschied den Steilhang rechts zu besteigen. Langsam, mit Händen und Füssen kletternd, ging es hoch und ich kam oben auf der Wiese an. Querfeldein ging es zur anderen Seite, über dem "versteckten" Waldpfad weiter hoch bis auf die Strasse zur Ebni-Wiese. Ich suchte rundum die Baumzunge, wo war der Augentrost? Erst beim zweiten Rundgang fand ich ihn! Weitersuchend, wieder Augentrost und dann..... Endlich: Die Herbst-Wendelähre, drei Exemplare. Etwas weiter nochmals vier Stück. Vier? Nein es waren sieben Stück bei einander. Die mussten natürlich abgelichtet werden und eine Meldung ging an Ädu. Nach vielen Fotos begab ich mich zur Staffelegg, nahm nochmals eine Ladung Zwetschgen mit und stieg mit dem 17.08 Bus wieder hinunter.
Ein Geschenk zu meinem 60. Geburtstag von meinem Arbeitskollegen, Adrian (Ädu) Hirsbrunner aus Bern. Er ist ein Profi bezüglich Orchideen und hat mich 2021 mit diesem Fieber angesteckt. Vielen, vielen Dank, Ädu! Bitte siehe seine professionelle Webseite fotorganic.ch
18. August 2024: As I'm a-walkin' in the rain....
Tears are fallin', and I feel the pain, wishin' you were here by me, to end this misery..... (Runaway, The Traveling Wilburys, Del Shannon's Song).....
Es regnete leicht an diesem Sonntagmorgen. Ich war um 6 wach, amüsierte mich zuerst auf dem Balkon, erledigte dann das Badezimmer, ein grosses Frühstück und um 9.45 Uhr stand ich auf der Salhöhe, immer noch im Regen. Unter dem grossen Regenschirm begab ich ich wieder auf die gleiche Route wie in den vergangenen zwei Wochen so oft begangen. Es wurde trocken, der Schirm ging zu. Wiederum bestieg ich die Wiesen unterhalb des Wasserflue-Grates, weiterhin auf der Suche nach Anzeichen der Herbst-Wendelähre. Nope, rien, nichts, nothing. Es war ca. 12.10 Uhr als ich mir die Zeit ansah, ich machte mich auf dem Weg hinunter zum Benkerjoch. Kurz bevor ich dort eintraf regnete es wieder. Ich habe diese Tour so richtig genossen, die Temperatur war sehr angenehm zum Laufen.
16. August 2024: Zwetschgen und Brombeeren
Es würde nochmals einen heissen Tag werden. Ich startete um ca. 7.20 Uhr in Densbüren und lief wieder auf die Eb-niwiese, dieses Mal aber über einen anderen Weg. Dieser Weg trägt den merk-würdigen Namen "Mistweg". Ich kam auf die steile Wiese aus, welche zur Staffel-eggstrasse hinunterführt. Dort überraschte ich zwei (sogar drei?) Gämsen, welche sich aus dem Staub machten. Die Wiese war frisch gemäht worden, dort würde ich also keine Herbst-Wendelähre finden. Auch auf der Ebniwiese war nichts zu finden. In der Ostecke legte ich meine Frühstückspause ein: Brombeeren eingelegt in Joghurt mit Müessli (knusprig hinzugefügt). Nachher stieg ich zum Föhrenhof ab (unterwegs fand ich ein Föhrenwaldstück mit einzelnen verblühten Orchideen), unterwegs von einer Kreuzspinne fasziniert. Das Tierchen wollte einfach nicht auf meiner Hand sitzen. Um ca. 11.10 Uhr traf ich auf die Staffelegg ein, Zeit für eine Zwetschgenernte und weitere Brombeeren. Mit einem kleinen Umweg lief ich zur Haltestelle und stieg um 11.41 Uhr ins Tal ab.
15. August 2024: Jetzt mit Löffel
Erneut stand ich um 6.15 Uhr auf der Salhöhe, hatte jetzt genug Zeit alles aufzustellen: Die Sonne würde noch sicher 10 Minuten auf sich warten lassen. Nach ausführlicher Fotografie begab ich mich zu meinem neuen Frühstücksort um dort mein Müessli - jetzt angereichert mit einer Nektarine - zu geniessen. Den Löffel hatte ich jetzt nicht vergessen. Auf dem höchsten Punkt vor dem Ben-kerjoch fotografierte ich erneut zwei Nacktschnecken bei der Paarung (Voyeur!). Ob es die gleichen zwei sind wie am 12. August? Wenn ja, Ausdauer! Eine erneute, erfolglose Suchaktion nach der Herbst- Wendelähre, wobei ich neue Wiesen entdeckte. Auf dem Benkerjoch meine "Guetzi-Pause", dann ging es über den Grenzsteingrat des Asperstrihe ziemlich weit bis zum Herzberghof. Da am Schluss alles überwuchert war, musste ich teilweise zurückkehren und einen Steilabstieg hinlegen. Dabei schonte ich das Netz einer Kreuzspinne (sogar zwei mal). Bei der Staffelegg wurden jetzt fleissig Brombeeren und Zwetschgen eingesammelt, bevor ich um 11.41 Uhr das Postauto hinunter nahm.
13. August 2014: Ein neuer Weg
Ich startete um ca. 7.20 Uhr in Densbüren und lief gemütlich zum Feret und dem Rüdlenhof hinauf. Nach dem Gewitter der vorabgehenden Nacht war die Temperatur relativ angenehm. Beim Rüdlenhof lief ein junger Muni frei herum. Ich fragte ihn, ob er sich nicht auf der falschen Seite vom Gatter befinde, eine Antwort blieb aus. Oben auf der Ebniwiese legte ich nochmals eine Suchaktion nach der Herbst-Wendelähre ein, leider erfolglos. Es ist wohl noch zu früh. Nach einer Pause auf einer Bank in der Ostecke, nahm ich den Weg nach Osten in Richtung Würz (ein "Gipfel" auf 800 m) und bog dann nach Süden ab. Ein kleiner Abstieg und ich befand mich ganz oben an der Wiese weit oberhalb vom Föhrenhof. Die Aussicht von hier aus war fabelhaft: Wiesenberg, Wasserflue, Geissflue, Asperstrihe, Burgflue, Strihe. Wahnsinn! Nach einem längeren Aufenthalt ging es weiter, teils über den Jura-Höhenweg, zur Staffelegg (unterwegs nochmals Brombeeren eingesammelt). Da ich noch kurz Zeit hatte, lief ich zum Zwetschgenbaum und machte wiederum den Test: Sie sind reif, bald werde ich hier einsammeln. Um 12 Uhr war ich wieder zuhause.
12. August 2024: Müessli auf asiatischer Art gegessen
Aktuell verfolge ich eigentlich zwei Ziele: Einen schönen Sonnenaufgang auf der Salhöhe einfangen und die Herbst-Wendelähre finden. Mein Arbeitskollege (merci, Adü!) hat mir noch einige potentielle Standorte angegeben, drei davon würde ich heute "abklappern". Da es bereits das dritte Mal in einer Woche ist, dass ich so früh im Bus auf die Salhöhe sitze, "kennen" mich bereits diverse Busfahrer*Innen. Sie wünschten mir viel Erfolg als ich um 6.15 Uhr den Bus verliess. Der Sonnenaufgang war fabelhaft schön, eine ganze halbe Stunde muss ich hier am Fotografieren gewesen sein, denn der nächste Bus fuhr bereits vorbei. Dann packte ich alles ein und begab mich zum Benkerjoch. Unterwegs gibt es eine Bank, die ich mittlerweile als neuen Frühstücksort bezeichne, schön am Waldrand gelegen, Blick nach Norden. Ein einsamer Wanderer kam vorbei, er lief über die Salhöhe, Geissflue, Schafmatt, Oltingen, Talweiher bis nach Rothenflue, ein langer Weg. Ich packte mein Frühstück aus: Bananenscheiben mit Naturjoghurt und (separat) das Müessli. Dann ein Fluch auf Englisch mit vier Buchstaben (ich weiss nicht mehr, ob es mit "S" oder mit "F" angefangen hat): Ich hatte vergessen einen Löffel einzupacken und wie isst man dann? Erfinderisch zerbrach ich einen kleinen Ast in zwei Teile und ass mein Müessl mit zwei Stäbchen. Es funktionierte sogar. Plötzlich sprang aus dem Gebüsch hinter mir eine Kröte auf die Bank und leistete mir Gesellschaft. Erst als ich mit der Kamera zu nahe kam, verschwand sie wieder. Der Weg führte über die Hügelkuppe, wo ich eine erste lange aber erfolglose Suchaktion einlegte, zum Benkerjoch. Hier am Strassenrand eine zweite Pause, wo ich mit dem Sohn des Hofbesitzers ins Gespräch kam. Untendurch ging es zur Küchenschellenwiese beim Stockmatthof, aber auch hier vergebens. Zum Schluss ging ich auf die Hinterrebe, ebenfalls kein Erfolg. Wahrscheinlich ist es gerade noch zu früh. Auf jeden Fall traf ich um ca. 11.30 Uhr bei der Bushaltestelle Asp ein und war um die Mittagszeit wieder zuhause. Zum Glück, denn die Temperatur ging wieder auf die 30°C zu.
10. August 2024: Chrinneflue
Hier war ich noch nie: AUF der Chrinne-flue. Oft unterdurch marschiert, aber nie oben drauf. Auf der Karte ist zwar kein Pfad dorthin aufgezeichnet, aber zwischen dem nächst-aufgezeichneten Pfad und der Flue selber sind es nur ca. 100 m, ein Versuch wert. Um ca. 7.15 Uhr auf der Staffelegg gestartet folgte zuerst eine Brombeerernte (gewusst wo) und dann ein langsamer Aufstieg bis zur Rückseite der Chrinneflue. Juhui, es gab einen Pfad, nach ca. 50 m aber stark überwuchert. Ich kam hindurch um kurz darauf auf einen umgestürzten Baum auf dem Pfad zu stossen. Auch hier kam ich drum-herum und lief auf einem Geröll-Pfad nach oben. Die letzten Meter mussten halbwegs kletternd gemacht werden, aber ich schaffte es. Hier oben stand keine Sitzbank und es gab auch keinen Glace-Stand (schade), die Aussicht war jedoch fabelhaft. Vorsicht war geboten, denn der Grat war ziemlich schmal und auch der Abstieg musste noch geschafft werden. Ich überlebte es und stieg zum normalen Weg zur Ebniwiese ab. Hier legte ich eine längere Genusspause ein, lief dann zum Rüdlenhof, Ferethalde und bis nach Densbüren hinunter, Ankunft ca. 11.15 Uhr.
8. August 2024: Hello to the sixties
Wie fühlt man sich so mit 60? Voller Tatendrang, soviel sei gesagt. Und solang ich noch laufen kann laufe ich. So auch heute! Geplant war um 6.24 Uhr mit dem Bus auf, ja auf was? zu fahren! Zuerst gedachte ich auf die Ramsflue zu gehen, doch es kam anders. Als ich um 5.15 Uhr aus dem Badezimmer kam, da änderte ich meine Meinung, machte rasch alles bereit und fuhr bereits um 5.54 Uhr mit dem Bus hoch und zwar auf die Salhöhe. Ich wollte jetzt den Sonnenaufgang komplett einfangen, doch von einer Sonne war nichts zu sehen: Der Himmel war zu! Die Stimmung war trotzdem "cool", ein frischer Wind blies. Nach einer Weile packte ich meine Kamera wieder ein und lief nach Osten, unterhalb des Wasserfluegrates auf der Nordseite. Halbwegs zwischen Salhöhe und Benkerjoch, auf einer Bank, machte ich meine Frühstückspause, ein Hase war kurz zuvor geflüchtet. Eine winddichte Jacke schützte mich vor dem Wind. Kurz vor dem Benkerjoch hatte ich eine intensive Unterhaltung mit einer Herde Schafe (immer schön im Gespräch bleiben ist mein Motto). Vom Benkerjoch aus ging es auf die Asperstrihe, ich kam beim Aufstieg doch noch ins Schwitzen. Auch hier eine kurze Pause (wie mehrmals unterwegs um die Geburtstagsgrüsse zu beantworten oder einen Anruf entgegen zu nehmen). und dann der Abstieg auf die Staffelegg (unterwegs zwei Tigerspinnen fotografisch eingefangen). Auf der anderen Seite ging es wieder hoch, ich folgte fast der gleichen Route wie gestern, stieg jetzt aber über den Rüdlenhof (Konver-sation mit Kühen und Hühnern) und Feret bis nach Densbüren ab und traf dort nach 7 Stunden bei der Bushaltestelle in.
7. August 2024: Goodbye to the fifties
Es war sehr nass am Morgen, der Regen fiel in Strömen. In der Stadt, auf Einkaufstour, traf ich per Zufall eine Kollegin aus Le Locle + Ehemann. Merci Marina und Christian fürs Kafi! Wieder zuhau-se klärte es auf und ich riskierte es. Ein Arbeitskollege hatte mich auf die Herbst-Wendelähre (Herbst-Drehwurz), eine spät-blühende Orchidee, welche in der Region blühen könnte, aufmerk-sam gemacht. Die ungefähren Koordinaten lagen vor, nur war es wohl noch etwas zu früh (oder ich fand sie trotz Suchaktion einfach nicht). Nach einem Steilabstieg bis zur Staffeleggstrasse landete ich um ca. 17 Uhr bei der Bushaltestelle Asp. Oh ja.... gestartet war ich um ca. 13.15 Uhr im strö-menden Regen auf der Staffelegg, nachher wurde es aber sehr schön.
6. August 2024: Von Pass über Pass zu Pass
So doof: Man stellt den Wecker auf 4.30 Uhr, stellt das Ding aber nicht "scharf". Trotzdem erwachte ich um 4.31 Uhr, machte mich bereit und stand um ca. 6.15 Uhr auf der Salhöhe. Die Sonne zeigte sich schon halbwegs zwischen Strihe und Asperstrihe (also bald fange ich hier den Sonnenaufgang ein), eine Ladung Fotos musste her. Eine Warnpfoste auf der anderen Strassenseite leuchtete voll im orangenfarbigen Sonnenlicht und wurde mit der Kamera eingefangen. Nach einem ausgedehnten und - wie es in den Prospekten immer so kitschig heisst - reichhaltigen Frühstück setzte ich mich in Bewegung. Diesmal lief ich nördlich des Wasserfluegrats zum Benkerjoch, die intensiven Farben geniessend. Ich kehrte über die Summerholde nach Westen und nördlich davon wieder zum Benkerjoch. Oben auf der Summerholde war ich von einigen Baumpilzen äusserst fasziniert und zum Glück hatte ich das Stativ dabei. Auf der anderen Seite des Benkerjochs begab ich mich "untendurch" zum Herzberghof und "obendurch" zur Staffelegg. Die Zwetschgen waren leider immer noch nicht reif. Auf der Staffelegg wartete ich noch ca. 10 Minuten auf den 10.41 Uhr - Bus ins Tal hinunter.
4. August 2024: A crazy Sundaymorning
Es war 6 Uhr morgens als ich aus dem Bett "fiel". Das Wetter war schön und ich gedachte um ca. 7 Uhr mit dem Postauto auf die Staffelegg zu fahren. Nur... Am Sonntag fährt um diese Zeit kein Postauto dorthin. Dann halt aufs Benkerjoch: Das Gleiche! Die erste Fahrt (vorher) bringt die Profi-Ausgängster heim, nachher geht eine Stunde lang nichts. Ich nutzte die Zeit zum Badezimmer-Putzen und mich bereit zu machen. Somit stand ich erst um 7.50 Uhr auf der Staffelegg und begab mich auf den Asperstrihe (mit einem kleinen Abstecher auf den überwucherten Mittlisberg). Um 8.40 Uhr kam ich auf den Gipfel an und nahm hier mein Frühstück, ganz, ganz allein, nobody around. Erst gegen 9.30 Uhr stieg ich aufs Benkerjoch ab, kehrte in Richtung Stockmatt-Höfe und über den Pass auf die Hinterrebe. Im Wald fand ich die Stendelwurz blühend, hatte jetzt genug Licht zum Fotografieren. Auf dem Hinterrebeweg füllte ich mein Behälter mit Brombeeren und legte weiter unten nochmals eine Sammelaktion hin. Dann folgte der Abstieg bis zur Haltestelle Asp, Ankunft ca. 11.50 Uhr.
Wenn Orchideen wie der Osterhase aussehen, ist es langsam Zeit sich zu Ruhe zu setzen....
3. August 2024: Kleine Rundtour
Um 4.45 Uhr war ich hellwach, bin dann aufgestanden und stand um 6.20 Uhr an der Haltestelle, um 6.45 Uhr auf der Salhöhe. Es sollte 100% sonnig sein, war aber weit davon. Trotzdem, die Tem-peratur war einfach angenehm. Über die Rumismatt lief ich auf den Mülacker und stieg auf die Burgflue ab. Wohin jetzt? Meine Füsse führten mich wieder hinauf (= untendurch) und über die Hasli-Wiese zurück auf die Rumismatt. Nach einer kleinen Pause ging es zurück auf die Salhöhe, wo ich um 10.56 Uhr den Bus hinunter nahm. Es war dunkel geworden, aber es war offenbar trocken geblieben, Glück für die Wanderer, die gerade hinauf gingen.
1. August 2024: Thunderbolts and lightning, very, very fright'ning
31. Juli abends: Wetterprognosen für den 1. August
Meteo-Suisse: Regen, aber viel Sonne zwischen 9 und 12
SRF-Meteo: Sonniges Wetter ziemlich weit in den Tag hinein
1. August 7.45 Uhr auf der Salhöhe: Wolken, etwas Sonne, dunkel im Norden. Später auf der Ru-mismatt: Oben dunkel, im Osten noch hell, hinter mir im Westen und im Norden ziemlich finster. Kaum lief ich östlich der Rumismatt fielen erste Tröpfe, sprich "Rucksack einpacken, Regenschirm in die Hand nehmen, keine Regenjacke bitte, denn es war tüppig". Bald war es wieder trocken, kurz schaute ich bei der Haselmüsli-Bank vorbei und lief dann zu meinem Bäumchen. Oh schreck: Es war gerodet worden, mein Bäumchen stand zwar frei, war aber geköpft. Bald komme ich zurück, grabe es aus und pflanze es zuhause ein. Hier oben wird es keine Chance haben. Auf der Burg-flue: Ich fotografierte den Strihe und hörte hinter mir ein Rauschen, das rasch näher kam. Es goss in Strömen und unter dem Schirm (mit integriertem Blitzableiter) lief ich zum Point-West. Im fernen Westen war es hell, links und rechts von mir ziemlich dunkel. Zwei Blitze (zum Glück weit weg) und ein sehr lautes Donnern (zum Glück erst nach einigen Sekunden). Es dauerte ca. 15 Minuten bis es aufhörte. Dann stieg ich vorsichtig über den Juratritt zwei Ebenen ab (es war glatt), ging in Richtung Lammetholz und über den Bächlimatt-Hof bis nach Wittnau hinunter (dort wurde es wieder dunkel, es donnerte im Norden). Um 12.13 Uhr nahm mich das Postauto wieder mit heim.
27. Juli 2024: Die ersten Brombeeren in diesem Jahr gegessen
Die Neugier trieb mich an: Sind die Zwetschgen auf der Staffelegg reif? Das war mein erstes Ziel als ich um ca. 7.50 Uhr das Postauto verliess. Nein, sie waren es noch nicht... Am Gatterhof vorbei führte mein Weg ins Dorf Asp. Dort fand ich tatsächlich die ersten reifen Brombeeren, ein Griff und in den Mund damit! Etwas weiter oben fand ich noch einige mehr und die gingen mit heim. Ich ge-dachte über den Blumenweg zu laufen, wollte aber nicht durchs hohe Gras (Zecken-Alaram). So lief ich über den Hinterrebeweg hoch, sah aber weiter oben, dass gemäht worden war und zwar bis an den Waldrand. Dort stieg ich auf und ging kurz in den Wald hinein. Vereinzelt fand ich dort wenige Stendelwurze, doch es war zu dunkel und zu windig zum Fotografieren. Zurück auf den unteren Weg und dann auf den Stockmattpass hinauf. Es wurde langsam warm als ich auf den Strihe lief. Dort oben legte ich eine lange Pause ein, war ganz allein (Alone in the universe) und stieg später auf den Sattel ab. Erst auf dem Weg zum Striegüpfel traf ich zwei Wanderinnen. Nach dem Abstieg auf der Nordwest-Seite ging es weiter auf die Schinagelflue für eine zweite Pause. Auch hier war ich ganz allein. Schlussendlich stieg ich ab bis zur Wölflinswiler Waldhütte, über den Perimukweg weiter hinunter und dann über die Strasse bis ins Dorf, Ankunft ca. 13.15 Uhr.
Etwas muss hier wirklich gesagt werden: Als ich hier oben auf dem Strihe sass, ganz allein, ging mir die ganze Zeit das Lied von ELO "Alone in the Universe" durch den Kopf, ich sang es sogar laut aus. Ein Tag später liest man "9 km Stau vor dem Gotthard". Mir geht es einfach nicht in den Kopf hinein warum die Menschen immer so weit weg in den Urlaub ziehen müssen. Dabei liegt die Schönheit direkt vor der Tür, stressfrei, ruhig, spontan.....
26. Juli 2024: Geissflue - Wasserflue - Ramsflue
Um ca. 8.45 Uhr auf der Barmelweid aus-gestiegen, ging es über die Rohrer-Platte - unterwegs Himbeeren sammelnd - bis zum Geissflue-Gipfel für eine kurze Pause. Die Sicht nach Norden war gut, nach Süden eher dunstig. Über den Grat ging es zur Salhöhe hinunter und auf der anderen Strassenseite über den Wasserflue-Grat zur Plattform auf der Ostseite. Ich traf unterwegs nur wenige Wanderer, kurz vor der Plattform hatte ich aber eine längere Konversation mit einem Radfahrer aus Luzern (und erfuhr einiges Neues über die Region wo ich vor ca. 30 Jahren wohnte). Auf der Plattform legte ich eine längere Pause ein (es traf kurz einen Jogger ein, der blieb nur wenige Sekunden, später noch ein Selbstbewunderer, ob der mich überhaupt wahrgenommen hat?) und stieg über den breiten Weg ab. Durch den Weiler Hard laufend ging es zur Ramsflue, wo ich fleissig Eidechsen fotografierte. Es war ca 13.40 Uhr als ich am Hardmännliloch vorbei zur Haltestelle Hard abstieg.
21. Juli 2024: NEIN!
Und am Nachmittag war ich wieder bereit für eine weitere Tour, entschied mich dann im letzten Moment dazu zu hause zu bleiben: RUHETAG!
20. Juli 2024: Himbeeren-Frühstück auf der Geissflue
Die Himbeeren von gestern schön ge-waschen, mit Naturjoghurt übergossen, im Rucksack, separat dazu ein feines und knuspriges Müesli, so startete ich um 6.45 Uhr auf der Salhöhe. Mit einem Umweg und einigen Abstechern traf ich um ca. 8.10 Uhr auf den Geissflue-Gipfel ein und genoss das herrliche Frühstück. Dann ging es über den Steil-Abstieg auf die Schafmatt, querfeldein und durch den Wald bis zur Streuhalde-Bank und über den Zeglinger-Bergmatten (mit einem Abstecher ins Hufeisen-Wäldli) in die obere Gipsgrube. Dort fand ich die Sumpfwurz, teils schon verblüht, aber einige Blüten strahlten noch ins Objektiv hinein. Etwas weiter vorne war ein Mann dabei eine Krabbenspinne, auf Beute wartend, zu filmen. Ich selber begnügte mich mit einigen Fotos, stieg dann in die untere Ebene ab (dort stand der Klee bis fast 2 Meter hoch, ein Durchkommen war mühsam) und lief von dort aus an die Bushaltestelle in Zeglingen, Ankunft kurz vor 12 Uhr. Es war mittlerweile ziemlich warm geworden, im Bus zum Glück angenehm kühl.
19. Juli 2024: Himbeeren....
Ich startete an diesem relativ warmen Tag um ca. 15.15 Uhr auf der Salhöhe für eine kurze Tour auf die Geissflue, fand relativ schnell viele reife Himbeeren. In einem sehr ruhigen Tempo ging es hin-auf, kurz auf den höchsten aargauer Punkt, um die Hütte oben an der Wiese herum und dann zum Gipfel. Nach einem längeren Gespräch lief ich über die Rohrer Platte bis zur Barmelweid und fuhr mit dem 17.53 Bus wieder hinunter.
14. Juli 2024: Wird man mit dem Alter faul?
Unglaublich, aber es war schon ca. 6.30 Uhr als ich endlich aus dem Nest stieg (und nicht auf Trab kam). Wohin des Weges heute? Zuerst mal ein Frühstück, draussen sah es vernebelt aus. Dann doch in Bewegung gekommen und um ca. 8.25 Uhr stand ich an der Haltestelle Biberstein Post. Schritt für Schritt ging es hoch auf die Juraweid, die Vegetation sah atemberaubend aus, Blumen voller Wassertröpfe, die letzten Nebelschwaden verschwanden (und ich bereute es, nicht schon eine halbe Stunde früher unterwegs gewesen zu sein). Meine Nase richtete sich zum Herretisch, wo ich eine Pause einlegte. Viele Schachbrettfalter tummelten herum, ich hatte sogar einen auf der Hand. Via Küttigen Giebel lief ich auf die Achenbergwiese hinauf, machte beim versteckten Tisch-lein einen Halt und stieg dann oberhalb der Weinreben bis ins Dorf hinab.
13. Juli 2024: Mehr spontanererder geht fast nicht...
Eigentlich wollte ich wieder mal nach Wittnau, bestieg um 7.24 Uhr in Küttigen Bus 136 und fuhr mit hoch (ich war der einzige Fahrgast). Nach der letzten Kurve vor dem Benkerjoch, druckte ich spontan den Knopf, entschuldigte mich beim Chauffeur, dass er jetzt halt allein weiterfahren musste und stieg auf Pass-höhe aus. Ganz ruhig lief ich nach Westen hinauf, bewunderte die Wolkenlandschaft, fotografierte, lief weiter und staunte über die Stimmung. Die Schäfchen auf der Wiese liessen sich von mir nicht aus der Ruhe bringen und frassen weiter. Dann ging es hinauf auf den Wasserfluegrat, der nass und rutschig war. Meine Nase bog zum Aussichtspunkt ab, langsam laufend, gut aufpassend wo ich meine Füsse hinstellte. Als ich dann bei der Platform war, war ich einige Zeit allein, bekam kurz darauf Besuch (Pärchen + Hund) und ging dann in Richtung Hard hinunter. Es war schon 11.29 Uhr als mich bei der Haltestelle Hard der Bus aufgabelte.
7. Juli 2024: Sonntagnachmittagstour mit Himbeeren
Regen am Morgen, trübes Wetter, und doch stand ich um 11.45 Uhr auf der Sal-höhe. Als ich der Strasse entlang lief, kam mir Senta entgegen. Sie lief seelenruhig auf der Strasse zum Chalet, hielt nur kurz für ein paar Streicheleinheiten an. Auf der Rumismatt entdeckte ich eine Türken-bundlilie (am gleichen Ort wie 2023, nur komplett eingekesselt vom Gebüsch) und viele, viele Himbeeren. Auf der Haselmüsli-Bank legte ich eine lange Pause an, stieg dann zur Burg hinunter und entdeckte auch dort zwei Türkenbundlilien. Über den Juratritt begab ich mich zum Burghof und lief von dort aus nach Wölflinswil. Beim Kreuz blühte jetzt die Palmlilie (Yucca), vom Gewicht her halbwegs liegend. Ich stützte sie mit Steinen ab, damit ich sie gut fotografieren konnte. Zudem duftete es herrlich nach Lavendel, voll blühend und umschwärmt von vielen Hummeln. Um ca. 16.15 traf ich bei der Haltestelle ein und wurde bald aufgegabelt.
5. Juli 2024: Kleiner Ausflug, grosse Beute
Halbwegs müde startete ich um ca. 15.45 Uhr auf der Salhöhe, schlenderte auf die Rumismatt und kam hier kaum weg: Himbeerernte! Lange war ich hier beschäftigt und nahm eine grosse Ladung mit heim (und sie schmeckten herrlich mit Vanille-Glace). Auch einige Walderdbeeren fanden den Weg in meine Sammlung. Seelenruhig ging es auf die Burgflue und über den Solbhof bis nach Oberhof hinunter. Übrigens: Ein neuer Rekord! Nur 38 Fotos gemacht, woooow!
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