30. April 2026: Ein zufälliges Wiedersehen

 

Als ich gegen 11 Uhr an der Haltestelle Asp das Postauto verliess, stieg auch noch eine Dame aus. Ihr Gesicht kam mir bekannt vor, nur wusste ich nicht mehr von wo und vermutete falsch. Doch sie konnte sich noch an mich erinnern und jawohl, wir hatten uns 2025 auch schon auf der Hinterebe getroffen und zwar (rückblickend auf meiner Webseite) am 3. Juni. Sie (Jeannette, ich hoffe ich schreibe es richtig) wusste sich noch an einiges mehr zu erinnern, ich war erstaunt. Gemeinsam liefen wir hoch, besorgten uns in Asp ein Gipfeli (im Laden traf ich Claudia, die Mitinhaberin des Restaurants Jura nebendran, Edi und ich hatten sie Anfang März getroffen) und verfolgten unseren Weg zur Hinterebe. Zu zweit sieht man viel mehr und wir tauschten uns aus. Für kurze Zeit ging ich ins Föhrenwäldli, sie lief weiter, aber wir trafen uns später wieder. Weit oben blühte jetzt auch das Helm-Knabenkraut. Ich zählte heute ca. 19 spriessenden Dingel, ich hoffe sie werden dieses Jahr schön blühen. Die Fliegen-Ragwurze sahen aber nicht mehr sehr busper aus, es ist im Moment sehr trocken, zu trocken. Oben am Blumenweg trennten wir uns und ich lief weiter zum Benkerjoch. 

 

In der Nähe von Villnachern (AG) muss es übrigens auch ein schönes Orchideengebiet geben, wird ein Besuch wert sein. 


28. April 2026: Orchideensuche - 6, dieses Mal an der Aare

 

Ich hatte vor wenigen Wochen erfahren, dass es auf der Damm auf der Aare-Südseite zwischen Biberstein und Rupperwill / Auenstein, Orchideen haben sollte. Somit startete ich heute am Nachmittag die Suche und startete in Biberstein an der Halte "Post". Auf der Aare-Südseite lief ich auf dem Weg unterhalb des Dammes, meine Augen sorgfältig auf den Hang gerichtet. Ich fand (und fotografierte natürlich) viele schöne Pflanzen / Blumen, aber Orchideen bekam ich noch nicht zu sehen. 2025 hatte man den Damm auf einer Länge von ca. 100 m verstärkt und kaum war ich an dieser Stelle vorbei, da sah ich sie leuchten: Viele Exemplare des Helm-Knabenkrauts, sicher 20-30 Stück auf einer kleinen Fläche. Doch bevor es so weit war hatte ich noch ein anderes, sehr schönes Erlebnis: Ein Schmetterling (Type unbekannt) flatterte die ganze Zeit hin und her, setzte sich auf Blumen und flog wieder davon, kaum wollte ich es fotografieren. Dann blieb es sitzen und ein zweiter Schmetterling, ein Aurorafalter, flatterte um diesen Schmetterling herum. Dieser wiederum streckte den Hinterkörper nach oben und.... es muss das Weibchen des Aurorafalters sein (Google bestätigt dies). Ich hoffe doch eine schöne Flirt-Aufnahme gemacht zu haben. Weiter gegen Kraftwerk fand ich etwas, das wie Schneeglöckchen aussah, ist es aber nicht, auch kein Märzenbecher. Hier muss ich noch schlau werden, allenfalls Leucojum aestivum (Sommerglocke). Das Kraftwerk kann aufgrund Bauarbeiten nicht überquert werden, somit musste ich noch ein Stück weiter laufen und über die zweite Brücke die Aare überqueren (die Strasse war heute aufgrund Reparaturarbeiten gesperrt). Auf dem Weg zurück nach Biberstein, auf der Aare-Nordseite, musste ich nochmals einen Umweg machen, denn auch Füssgänger können bis Ende 2026 nicht direkt beim Kraftwerk vorbei. Alles halb so schlimm, Wieder zurück an der Aare fotografierte ich kleine blaue Blumen, bemerkte dabei nicht, dass ich mit meinen Füssen auf einer Ameisenstrasse stand, bis ich das Kribbeln auf meinen Beinen spürte. Langsam näherte ich mich Biberstein und bog kurz vor dem Schloss nach rechts und lief den Hang hoch. Als ich bei der Haltestelle "Dorf" eintraf, fuhr auch gerade der - zum Glück verspätete - Bus ein. Zudem fielen aus dem Nichts vereinzelt Regentröpfe....


26. April 2026: Das Klein-Knabenkraut

 

Edi zeigte mir vorgestern Fotos vom Klein-Knabenkraut (Anacamptis Morio), das er zwei Tage vorher auf dem Roggen oberhalb von Oensingen gefunden hatte. Er zeigte mir auch eine Aufnahme eines sehr speziellen Baumes und das war für mich ein Aha-Erlebnis, denn diesen Baum kannte ich (siehe den 15. Juli 2025), ich war dort. Somit wusste ich wo ich die Orchideen finden konnte. Kurz vor 11 Uhr stieg ich in Balsthal aus dem Zug und lief gemütlich, über dem Jura-Höhenweg Nr. 5, hoch zum Roggen. Dort wo der Wanderweg zur Flue führt, drehte ich nach rechts und bald sah ich sie leuchten, viele, sehr viele Orchideen. Das Klein-Knabenkraut in vielen Farben von fast weiss über hell-violett bis sehr dunkel violett. Die Fotografie ging los und ich stieg auf der sehr steilen Wiese langsam hoch und bald stand auch der oben-erwähnte Baum wieder vor meiner Nase. Etwas weiter legte ich meine Mittagspause ein und dann.... Seit 11 Jahren nicht mehr verwendet, meine Wanderstöcke. Um beim langen Abstieg meine Knie zu schönen, fuhr ich sie aus und los ging es, hinunter, hinunter, hinunter. Beim Schloss Neu-Bechburg eine längere Unterhaltung und durch den Schlosspark stieg ich bis Oensingen ab (und klappte die Stöcke wieder ein). Der Weg durch Oensingen zog sich in die Länge und es war recht warm an diesem Sonntag. Um 15.20 Uhr stand ich endlich am Bahnhof und musste nicht lange auf den Zug warten. 


24. April 2026: Chilpe

 

Nach einer Tasse Kaffee und ein "Biberli" im Restaurant Weinburg in Diegten (+ freundliche Bedienung, danke Natalie) führte uns der Weg auf die Chilpe, ca. 500 m ausserhalb der Ortschaft. Bald trafen wir die ersten Orchideen (Mann-Knabenkraut und vor allem Spinnen-Ragwurz). Plötzlich sagte ich " was sitzt denn da drauf?", doch es entpuppte sich als die Fliegen-Ragwurz, das einzige Exemplar, das wir an diesem Tag zu sehen bekamen. Bald fanden wir auch das erste Helm-Knabenkraut, obwohl wir heute nur wenige davon fanden. Gemäss Edi sollte es bald viel mehr davon haben. Nach einer Verschnaufpause liefen wir zurück und machen anschliessend noch eine zweite kleine Runde. Heute trafen wir nur sehr wenig Menschen, ist offenbar nicht immer so. Zurück ins Restaurant, wo uns die Besitzerin Natalie  - unterstützt von Tochter Vanessa und Enkelsohn Adam (wenige Wochen jung) - davon überzeugte den Wurst-Käse-Salat mit hausgemachtem French-Dressing zu probieren. Zusammen mit einem Glas Chiara (Rotwein) genossen wir diese Mahlzeit und machten uns nachher wieder auf den Heimweg. 


23. April 2026: Analyse des Aronstabs

 

Es reizte mich mir den Aronstab von gestern genauer anzuschauen und somit stieg ich gegen 14.30 Uhr an der Haltestelle Grossmatt aus dem Postauto. Somit konnte ich die Orchidee zwischen Grossmatt und der Staffelegg nochmals besuchen. Eigentlich standen hier drei Stück, ich nahm aber nur jeweils das Exemplar vor die Linse, welches gerade an der Sonne stand. Beim Gatterhof hatte ich ein schönes Gespräch mit der Hofbesitzerin, welche gerade mit dem Enkelkind + Hund am Spazieren war. Auf der Strasse zum Herzberg fotografierte ich diverse Kleesorten bis ich bemerkte, dass sich fünf agressive Ameisen auf meiner Arm befanden. Und sie beissen wirklich zu! Bei den Aronstäben angekommen schnitt ich zwei Exemplare mit einem Japanmesser vorsichtig auf und staunte über das was ich sah. Die Fotos sprechen für sich. Zum Schluss lief ich über dem Juraweg Nr. 5 bis zum Benkerjoch weiter und erwischte das Postauto um 17.04 Uhr. Die Überraschung: Mein Kollege Edi hat mich "indirekt" eingeladen für einen Besuch an die Chilpe (Orchideenregion im Baselland) am morgigen Freitag. Jawohl, ich gehe mit, war noch nie dort.


22. April 2026: Durch die örtliche, alte Gipsgrube

 

Hier war ich schon seit vielen Monaten nicht mehr. Gegen 14.30 Uhr stieg ich bei der Haltestelle Fischbach aus dem Postauto und lief in die ehemaltige Gipsgrube Riepel hinein. Dort traf ich - wie erwartet - auf viele Rosetten der Fuchs-Fingerwurz, fand aber auch ein "Nest" der Vogel-Nestwurz, noch nicht blühend. Ein Pilz fing mein Interesse und auch die Alabaster-Steine nahmen mich in Besitz. Eigentlich suchte ich nach Spuren des Langblättrigen Waldvögeleins, fand aber noch nichts. Ich stieg auf der Nordseite aus der Grube aus und kurz vor dem Herzberghof fand ich viele Exemplare des Aronstabs. Da sich der Kelch am öffnen war, warf ich tiefe Blicke hinein. Das nächste Mal werde ich mal einen Kelch von der Seite her aufschneiden und den Inhalt genauer studieren. Als ich beim Herzberg vorbei war, warf ich einen Blick auf die Zeit und sah, dass ich noch gemütliche 14 Minuten Zeit hatte bis das Postauto um 17.08 Uhr auf der Staffelegg eintreffen würde. Gemütlich? Mit Fotografieren? Das Postauto fuhr gerade vor meiner Nase ab. Somit lief ich von der Staffelegg auf der Kurveninnenseite bis Grossmatt hinunter (fand dort sogar noch eine Orchidee) und - welch ein Wunder - konnte die Strasse sofort überqueren, nicht ganz üblich, denn in der Stosszeit ist hier auf der Passstrasse die Hölle los. Über die Schellenbrücke erreichte ich die Haltestelle Giebel und musste hier nicht mehr lange auf das 17.43 Uhr Postauto warten. 


21. April 2026: Hunderte und Hunderte davon

 

Nach einem Ruhetag gestern war ich heute wieder früh unterwegs. Ich wollte vom Achenberg aus den Sonnenaufgang einfangen und lief kurz vor 6 Uhr morgens vom Giebel aus los. Weiter oben kehrte ich mich um und es wurde mir sehr schnell klar, dass ich den Sonnenaufgang vergessen konnte: Die Sonne würde viel und viel nördlicher aufgehen und sich wahrscheinlich hinterm Hombergegg verstecken. Nach einigen Aufnahmen, u.a. von Küttigen / Rombach / Aarau und von vier Rehen weiter oben auf der Wiese lief ich weiter. Für kurze Zeit leuchteten die Alpen im Süden auf und ich ging wieder weiter hinauf und zwar zur Bank oben am / im Waldrand. Die Rehe hatten mich schon längstens gesichtet und hatten sich im Wald versteckt. Ich hörte sie zeitweise "bellen", doch zu Gesicht bekam ich sie nicht mehr. Hier im Wald nahm ich mein Frühstück, die Farben geniessend. Ich entschied mich dazu den gleichen Weg wieder hinunter zu laufen, drehte dann doch nach links auf die Wiese. Eine erste Orchidee, eine Zweite und dann immer mehr und mehr. Hier "wucherte" das Helm-Knabenkraut förmlich. Ich sah Hunderte und viele Hunderte davon und konnte nichts dafür, sie wollten abgelichtet werden. Auf der Judenhalde angekommen stieg ich ab und fand auch hier noch Spinnen-Ragwurz, total unerwartet. Weiter unten suchte ich erneut die Hummel-Ragwurz, fand einige Markierungen, aber nicht die gesuchte Orchidee. Vom Giebel aus lief ich ins Dorf hinunter und ergatterte den 9.40 Uhr Bus. 


19. April 2026: Ohnsporn und Grosses Zweiblatt

 

Für diesen Sonntag waren Regen und zwischendurch etwas Sonne vorausgesagt worden, aber das Wetter war so was von schön! Somit zog ich noch am Vormittag los und traf kurz vor 12 Uhr in Asp ein. Bald ging die Orchideenfotografie los, denn ich fand den ersten blühenden Ohnsporn und auch das Grosse Zweiblatt unten am Blumenweg stand kurz davor zu blühen. Ich richtete meine beiden Augen vor allem auf mögliche Hummel-Ragwurz, fand diese aber nicht. Die Fliegen-Ragwurz blühte immer mehr auf und im Föhrenwäldchen fand ich den ersten spriessenden Dingel und eine erste Blüte des Grossen Zweiblatts. Bis der Dingel aber blüht dauert es noch eine Weile. Das Brand-Knabenkraut blühte jetzt in grossen Mengen, doch kurz nach diesem Abschnitt bog ich nach unten ab und zog meinen Apfel aus dem Rucksack. Den Kern legte ich weiter oben in ein Ameisennest und die Tierchen griffen rasch an. Über einen anderen Weg lief ich zur Staffelegg, bald kam das Postauto, das ich beim Giebel wieder verliess. Eine langsame Runde auf der Judenhalde, doch auch hier fand ich die Hummel-Ragwurz nicht, dafür aber viele Grosse Zweiblätter, kurz vor dem Blühen. 


18. April 2026: Schon wieder auf der Bibersteiner-Brücke

 

Yes! Kurz vor 6 Uhr morgens verliess ich in Biberstein Post den Bus, nachdem dieser kurz durch den Nebel gefahren war. Die Felder zwischen der Hauptstrasse und der Aare sind morgens oft von Aare-Nebel bedeckt, so auch für kurze Zeit die Strasse. Somit kehrte ich mich kurz vor dem Abstieg um und fotografierte diese Schönheit. Auf der Brücke herrschte Bombenstimmung, Röte im Osten, Nebelschwaden über dem Wasser, Stille (es war Samstag, somit gab es kaum Autoverkehr auf der Brücke). Ein Wanderer kam vorbei und sagte jemanden übers Telefon "Der Fotograf ist auch wieder da". War nicht das erste Mal.... Jogger, ein vereinzelter Radfahrer, eine Fussgängerin, sonst nur ich. Sonnenaufgang war um 6.33 Uhr, ich sah die Sonne aber erst viel später, erst als sie über den Jurahügeln erschien. Um ca. 7.30 Uhr machte ich mich auf den Heimweg, zu Fuss der Aare nach und auch unterwegs gab es wieder so vieles zum Fotografieren. Jawohl, der Herr kam mit 551 Aufnahmen heim und hat sie auch schon aussortiert. 

 

Ein kleines Update (schönes deutsches Wort: Öppdeet) meiner Beine: Das Problemknie - links -  funktioniert zwar immer noch nicht "perfekt", aber schon viel besser als vor 3 Monaten. Diverse Massnahmen haben für diese deutliche Verbesserung gesorgt (Physio, Kurkumma, nicht lang "verstarrt" sitzen, sondern immer wieder aufstehen und kurz laufen, Übungen, Wärme, früher aufstehen). Nach der heutigen Fototour beschäftigt mich das rechte Knie etwas: Ich sass damit beim Fotografieren in den Brennnesseln....

 

Unterwegs erlebt man oft auch andere schöne Dinge. So traf ich eine Dame mit Hund. Als ich dem Hund "hallo" sagte, sprang er/sie weg. Die Dame sagte "er hät Angst vor Männern". Meine Antwort "kann ich mir vorstellen, wenn ich am Morgen in den Spiegel schaue, kriege ich auch Angst". Etwas später traf ich einen Mann (mit Hund), er trug ein T-Shirt mit einem Spruch "früher was alles leichter, ich auch". Kann ich nur bestätigen. 

 

Sonnenaufgang

 


16. April 2026: Spinnen und Armee auf dem Achenberg

 

Am Nachmittag ging es wieder auf die Wiesen unterhalb des Achenbergs und bald staunte ich nicht schlecht. Hatte ich bis vor zwei Wochen noch nie die Kleine Spinnen-Ragwurz gesehen, fand ich jetzt bis zu 40 Stück davon, teils alleine stehend, teils in Grüppchen. Die grösste Gruppe enthielt neun Exemplare. Als ich mich dann umdrehte sah ich.... Orchis Militaris (das Helm-Knabenkraut) blühend! Faszinierend schön sind die Tierchen und prompt schoss ich nur noch drauf los mit der Kamera. Ich begab mich nach oben in das Föhrenwaldchen und an gewissen Orten musste ich höllisch aufpassen, denn es war fast "unmöglich" NICHT auf eine Orchidee zu treten. Das Grosse Zweiblatt - noch in den Knospen - wuchert hier förmlich. Oben auf der Wiese: Mann-Knabenkraut voll blühend, viel Helm-Knabenkraut, teils blühend, meistens noch in den Knospen. Die "versteckte" Bank im Wald war jetzt von einer Familie mit drei Kindern besetzt, somit lief ich weiter auf den Hasenberg hinunter. Auch hier viele, viele Orchideen! Als ich oberhalb der Reben eine Pause bei der Bank einlegte sah ich die Vogel-Nestwurz, noch in den Knospen, aber auch das kann nicht mehr lange dauern. Dieses Mal lief ich zurück bis zum Giebel, hatte dort noch ein längeres Gespräch mit einem Vorstandsmitglied des örtlichen Natur- und Vogelschutzvereins und erhielt von ihr den Tip wo sich die Hummel-Ragwurz befinden würde (danke, Christine! Und die Einladung auf ein Glas Wein nehme ich gerne an...). Zu Fuss ging es zurück ins Dorf, unterwegs mit einer Mutter + Tochter noch über die schönen Pflänzchen diskutierend. 


15. April 2026: Endlich wieder auf der Burg

 

Mein letzter Besuch liegt tatsächlich schon 13 Tage zurück. Es muss doch so einiges gelaufen sein! Um 11.15 Uhr lief ich von der Salhöhe aus los, ein Blick nach links bei den Saalhöfen, aber Senta war nicht da. Dafür schloss ich aber Freundschaft mit einer Katze, welche mir hinterher lief und gestreichelt werden wollte (tat ich dann natürlich auch). Der Weg führte untendurch direkt zur Burg (man sagt hier "die Burg", kommt von "Burgflue"). Der Weg war ziemlich verschlammt, wie ich später feststellte war ein Teil der Wanderwege aufgeschüttet worden. Warum? Keine Ahnung! Auf der Burg fand ich auf einer kleinen Fläche sicher 45 Orchideen (Mann-Knabenkraut) und weiter oben nochmals sicher 20 Stück. Auf Punkt-West legte ich eine lange Pause ein und bevor ich zum Mülacker hoch lief. Auch dort fand ich überaschenderweise zwei Stück des Mann-Knabenkrauts. Gemütlich ging es zur Rumismatt und von dort aus Schritt für Schritt zurück zur Salhöhe (die Katze war immer noch beim Hof und verlangte Streicheleinheiten). Das Wetter war recht verhangen und frisch, aber es war trocken. Unterwegs traf ich nur 3 Pärchen, sonst war es sehr ruhig. 


13. April 2026: Halbwegs im Nebel

 

Es war trocken und damit war schon ziemlich alles gesagt. Ich riskierte es auf die Hinterrebe zu gehen und fing fast noch ein Cervelat ein (ich lehnte dankend ab). Das Grosse Zweiblatt wächst über die Blätter hinaus und da.... den ersten Ohnsporn entdeckt, aber noch nicht blühend. Die Fliegen sind sehr klein und irgendwie in die falsche Richtung gedreht, sodass ich mit Gegenlicht fotografieren musste. Brandknabenkraut? Immer noch vier, aber schön mit Nebeltröpfen dekoriert. Noch eine einzige Küchenschelle, ebenfalls mit Tröpfen geschmückt. Auf Passhöhe bliess ein heftiger West- / Nordwestwind und bald lief ich auf der Westseite im Nebel zum Benkerjoch. Es war zudem bitter kalt dort dort oben, sodass ich froh war als das Postauto eintraf. 


12. April 2026: Aarau - Biberstein an der Aare (2026/18)

 

Ein halbwegs verregneter Tag, zum Glück nur halbwegs, denn es goss wenigstens nicht in Strömen. Auf die Hinterrebe wollte ich bei diesem Wetter nicht und eigentlich wollte ich meine Beine auch mal etwas Ruhe geben. Nur herum sitzen tut auch nicht gut und somit machte ich mich am späteren Nachmittag noch auf den Weg für eine kleine Aare-Tour und fand so links und rechts noch einiges an Futter für meine Kamera. 


11. April 2026: Eine lustige Busreise und ein Gewitter

 

An der Haltestelle fahren in kurzer Abstand drei Busverbindungen durch: Bus 1 (13.42 Uhr), Postauto 136 (13.40 Uhr) und Postauto 135 (13.44 Uhr). Aufgrund diverser Umstände, u.a Bauarbeiten, kann der Zeitplan nicht immer einfach so eingehalten werden. So fuhr Bus 1 zuerst vorbei, dann Postauto 136 (welche ich durchwinkte, damit der Chauffeur nicht halten muss) und gleich auch Postauto 135. Vom Chauffeur (uber die Rundsprechanlage) erhielt ich Lob dafür, dass ich das so mache. Des Weiteren erzählte der Busfahrer den Fahrgästen interessante Wissenswürdigkeiten über die Gegend durch welche wir gerade fuhren. Ist doch schön oder? Beim Aussteigen in Asp erhielt ich sogar noch eine Kekse. Meine Route führte wieder über die Hinterrebe, wo sich jetzt eine Rätsel-Orchidee (9. April) geöffnet hatte. Es war eine Fliegen-Ragwurz in Miniformat. Weiter oben lag die Fliegen-Ragwurz immer noch auf dem Rücken, das andere Exemplar war fast geöffnet. Im Föhrenwald suchte ich vergeblich ersten Anzeichen vom Dingel, fand dafür aber ein paar Spanische Hyzinthen (Amethyst-Hyazinte). Brand-Knabenkraut? Immer noch die vier Exemplare von gestern, welche ich nochmals ausgiebig fotografierte und dabei mit dem Arsch (sorry) zwischen den Ameisen sass. Heute lief ich bis oben an den Blumenweg und kehrte von dort aus zurück zur Staffelegg. Das Wetter war hervorrgend schön, bis.... der Himmel hinter mir bezog und immer dunkler wurde. Beim Gatterhof angekommen donnerte es bereits, erste Tröpfe fielen. Kaum war ich zuhause, da brach das Gewitter los. 


10. April 2026: Sie lag auf dem Rücken

 

Zum vierten Tag auf die Hinterrebe und obwohl ich mir vorgenommen hatte doch mal etwas weniger zu fotografieren, fing ich schon früh an: Grosses Zweiblatt in Wachstum, Frühlings-Platterbse (habe ich noch nicht genug Fotos davon?), die Esparsette von gestern mit heute drei Blüten, die erste Salbei, Hornklee, die noch unbekannte Ragwurz und dann..... Die Fliegen-Ragwurz, welcher ich seit Tagen verfolge ist fast offen. Etwas weiter oben: Eine geöffnete Fliegen-Ragwurz, aber sie lag noch auf dem Rücken. Habe sie von allen Seiten fotografiert, insbesondere von oben, so was von schön wie sie da liegt. Etwas weiter die ganz grosse Überraschung: Hatte ich gestern noch keine Spur davon gefunden, fand ich heute vier blühende Brand-Knabenkraut-Exemplare. Die ersten Blüten waren noch ziemlich "frisch", fast noch transparent. Die Freude war gigantisch. Zurück zur Staffelegg über die Wiese, wo ich auch noch eine Pflanze ablichtete und markierte (damit ich sie schnellstens wieder finde). Eine kurze Runde auf der Judenhalde und hier fand ich fast ein Spinnen-Nest: Spinnen-Ragwurz einzeln und in Gruppen: 1x4, 1x3, 2x2 und 1x1. Hätte ich weitergesucht, hätte ich vielleicht noch mehr gefunden. Weniger fotografieren? Es waren wieder 350 Aufnahmen.... Seufzg....


9. April 2026: Kurze Hinterrebe-Runde

 

Da ich die Geburtsstunde der Fliegen-Ragwurz wo möglich täglich verfolgen möchte und das Wetter sehr schön war, zog ich für eine kurze Runde auf die Hinterrebe. Jedes Mal entdecke ich wieder etwas Neues und mache eine Markierung (damit ich es auch selber wieder finde): Wiesen-Esparsette mit der ersten Blüte, Grosses Zweiblatt wachsend, eine Ragwurz (aber welche? Spinnen, Fliege oder Hummel? Für die Biene ist es noch viel zu früh), die Fliegen-Ragwurz hat sich wieder etwas weiter geöffnet (sie liegt noch auf dem Rücken). Beim Aronstab vorbei (Fotografie recht schwierig, da etwas im Dunkeln) und auf dem Retourweg zur Staffelegg ein Rittersporn wahnsinnig schön im Licht. Ich dachte noch kurz daran auf die Judenhalde zu gehen, liess es dann doch sein, denn meine Beine fühlten sich heute recht müde an. 


8. April 2026: Orchideensuche - 5, Fliege und Spinnen

 

Ich will die Geburtsstunde der Fliegen-Ragwurz erleben und somit begab ich mich am Nachmittag wieder auf die Hinterrebe. Noch ist es nicht so weit, aber sie "bewegt" sich. Zudem lief ich endlich wieder bei meinem "Muster-Aronstab" vorbei und siehe da: Da tut sich was, der Kelch entwickelt sich langsam. Der Ast mit dem Goldgelben Zitterling lag zwischen dem vielen Bärlauch am Boden, ich legte sie wieder hoch und machte einige Aufnahmen (sieht aktuell trocken aus, aber das Wetter ist im Moment auch sehr trocken, die Temperaturen bereits über 20°C). Vom Staffelegg aus nahm ich das Postauto und stieg beim Giebel wieder aus. Die nächste Suchaktion und..... ERFOLG! Endlich fand ich die kleine Spinnen-Ragwurz. Ich muss oft daran vorbei gelaufen sein, denn sie stand, eher standen, nach dem ersten Aufstieg auf die Judenhalde. Ganze 6 Stück in einer vierer- und in einer zweier Gruppe. Die Freude war gigantisch gross und ich werde hier in nächster Zeit mehrmals vorbei gehen. Weiter oben sprudelte das Mannknabenkraut, viele Exemplare in Blüte. Ich riskierte den langen und steilen Abstieg zurück ins Dorf und überstand ihn. Ein wunderschöner Tag!


7. April 2026: Orchideensuche - 4

 

Heute ging die Reise auf die Hinterrebe bei Asp. Blühende Orchideen fand ich hier nicht, noch nicht, denn.... Die Fliegen-Ragwurz war dabei sich zu entfalten und wird in wenigen Tagen so weit sein. Vom Brand-Knabenkraut noch keine Spur, das Grosse Zweiblatt richtet sich langsam auf, weitere Rosetten gefunden. Aber.... es ist noch früh im Jahr, sehr früh. Zwischen Stockmatthof und Benkerjoch blühte bereits das erste Mann-Knabenkraut. Eine schöne Überraschung auf der Hinterrebe: Es blühten immer noch wenige Küchenschellen zwischen den vielen verblühten Exemplaren. Zudem fand ich ein blühendes Exemplar mit einer rötlichen Farbe, habe ich hier noch nie gesehen. Es war heute recht warm, die Temperatur lag über 20°C und es geht sehr rasch. So fand ich heute Morgen in einer Blumenkiste auf meinem Balkon die ersten Löwenzahn-Knospen. Nur wenige Stunden später blühte bereits eine Blume. 


6. April 2026: Orchideensuche - 3

 

Am Nachmittag stieg ich wieder beim Giebel aus und machte eine langsame Runde auf der Judenhalde, denn ich wollte endlich mal die Spinnen-Ragwurz finden. Ich fand Rosetten des Grossen Zweiblatts und weiter oben sicher 10 Explare des Mannknabenkrauts, aber von einer Spinnen-Ragwurz keine Spur. Ich suchte auch bei der Brücke über dem Horenbach, nichts! Ich stieg aus Neugier bis unter die Brücke ab und machte dort einige Aufnahmen vom Bach. Zurück zum Giebel und von dort aus durch den Föhrenwald bis auf den Egghübel. Im Wald fand ich auch diverse Rosetten und sah weiter oben zwei Rehe (sie mich auch und tschüss). Oben auf der Wiese suchte ich den Waldrand auf der Ostseite ab, sah einen Rotmilan auf einem Baum. Als ich näher kam, flog der Vogel leider weg. Zurück zum Gipfel, durch den Wald und auf den Weg hinunter auf der Westseite bis ins Dorf. 


5. April 2026: Ein wunderschöner Sonnenaufgang an der Aare

 

Ich stand am gleichen Ort wie am 28. März, nur deutlich später, da mittlerweile Sommerzeit. Der Sonnenaufgang war für 6.58 Uhr geplant, da sich aber zwischen Horizont und meinem Standort noch ein Hügel befand, verzögerte sich das ganze Spektakel um einige Minuten. Um ca. 6.20 Uhr war ich bei Biberstein-Post ausgestiegen und beim Abstieg nahm ich zuerst den abnehmenden Mond vor die Linse. Von der Mondmission Artemis 2 keine Spur. Es war Ostersonntag, somit war der Vollmond gemäss Oster-Definition schon durch. Die Stimmung auf der Brücke war bombastisch: Schönes Licht, Nebel über der Aare, Stille, Ruhe (nur wenige Autos überquerten die Brücke heute). Lange blieb ich hier bevor ich mich zu Fuss auf den Heimweg begab. Unterwegs fand ich enorm viel schöne Dinge zum Fotografieren und Andi Schuhmachers Schäfchen waren wieder auf der Wiese (määäääh). Erst nach 9 Uhr war ich wieder in meiner Wohnung, Zeit für mein Frühstück. 

 

Ein Tanz mit den Eidechsen

 

 

Der Sonnenaufgang

 


3. April 2026: Orchideensuche - 2

 

Heute aber auf dem Achenberg. Erstens hatte ich vor ca. 10 Tagen bereits ein Orchideen-Exemplar in den Startlöchern gesehen, zweitens wollte ich jetzt den kleinen Föhrenwald abklappern. "Föhrenwald" war für mich das Stichwort in einem Artikel, das ich von meinem ehemaligen Arbeitskollegen Adrian Hirsbrunner bekommen hatte. Ich fand den schmalen Pfad durch dieses Wäldchen (dort war ich vor ca. 2-3 Jahren auch durchgelaufen, nichts ahnend von möglichen Orchideen an diesem Ort) und fand hier diverse Rosetten. Ich bin gespannt was hier blühen wird. Weiter oben fand ich zwei blühenden Mannknabenkräuter und viele Narzissen. Auf der "versteckten" Bank legte ich eine schöne Pause ein und genoss die Aussicht. Die Alpen waren relativ gut sichtbar, es war langsam klarer geworden. Der Abstieg erfolgte über den Hasenberg, oberhalb der Reben zurück ins Dorf.

 

Als ich den Baukran vorne (gelb) wegretuschierte, kam mir die Gedanke sämtliche Baukräne zu retuschieren (Bild rechts). Aarau ohne Baustelle? Vergiss es.

 


2. April 2026: Orchideensuche

 

Wie weit sind die Orchideen auf der Burg heute? Es war in der vergangenen Woche ziemlich kalt und oben auf der Salhöhe lagen immer noch Schneereste. Um 10.15 Uhr auf der Salhöhe ausgestiegen, führte mein Weg zuerst zu..... Senta... und sie kam und wir hatten unsere 5-10 Minuten Streichelzeit. Offenbar schläft sie im Heu (wie ich später erfuhr) und sie sah ziemlich "verheut" aus. Eigentlich wollte ich über die Rumismatt hochgehen, nahm aber einen mehr direkten Weg zum Mülacker. Von dort aus ging es über den leichten Abstieg im Osten zur Burg. Dort fand ich nur ein einziges weiteres blühendes Exemplar. Nur wenig davon entfernt hatte ein anderes Exemplar sein Coming Out. Bei Punkt West hing ein Exemplar ziemlich schlapp herum, eine zweite Orchidee blühte stolz vor sich hin. Auf Punkt West legte ich meine Mittagspause ein und lief - jetzt auf dem steilen Weg - zum Mülacker. Von dort aus ging es auf die Rumismatt. Dort flatterte ein Tagpfauenaug vor meiner Nase und als ich es dann endlich einfangen konnte, flog es weg bevor ich abdrücken konnte. Schade! Kurz bei der Paradislihütte vorbei und von dort aus zurück zur Salhöhe. Es war schon fast 15 Uhr als ich mit dem Bus ins Tal abstieg.