30. Juni 2025: Es war heiss

 

Es war sehr heiss an diesem letzten Juni-Tag, das Thermometer stieg auf 33-34°C und doch ging ich am Nachmittag hinaus: Ob ich jetzt zuhause schwitze oder in der Natur. Von der Staffelegg aus lief ich in Richtung Asp, nahm aber den Chälebachweg im Wald und stieg erst bei der "Skipiste" ab. Von dort aus lief ich direkt hoch zum Wald oberhalb der Hinterrebe. Auf der Wiese war alles verblüht, am Waldrand fand ich aber die breitblättrige Stendelwurz blühend. Durch den Wald hochlaufend kam ich auf den Weg weiter oben. Dort fand ich noch ein Rotes Waldvögelein schön blühend. Zum Schluss lief ich zurück aufs Benkerjoch.


26. Juni 2025: Es war so angenehm kühl

 

Der Wecker stand auf 4.30 Uhr und es regnete draussen. Ich stellte ihn auf 5.30 Uhr, erwachte aber kurz vorher und stand auf. Es regnete noch leicht und ich riskierte es. Um 7.20 Uhr stand ich auf der Barmelweid, vereinzelt fielen noch Tröpfe, dann war es komplett trocken. Ich lief hoch zur Kantonsgrenze (mit Walderdbeeren) für mein Frühstück. Hier blühten die Türkenbundlilien wunder-schön. Ich entdeckte einen Pfad hinauf und ging zum Unterstand, blieb hier nur für kurze Zeit und verfolgte dem Weg zum Gipfel. Ein Abstecher zur Rohrer-Platte, zurück zum Unterstand und zur Kantonsgrenze. Hier traf ich zum ersten Mal an diesem Tag einen anderen (unfreundlichen) Menschen, einen Radfahrer (grüssen kann nicht ein jeder). Gemütlich lief ich zurück zur Salhöhe, Schatten und kühlen Wind geniessend (2 weitere Wanderer, ein Jogger). Um 11.26 Uhr ging ich zurück ins Tal.

 

Mein Frühstücksort an der Kantonsgrenze

 


23. Juni 2025: Gemütlichkeit ist alles

 

Wenn wieder ein heisser Tag bevor steht, dann heisst es für mich "sehr früh hinaus". So auch wieder an diesem Tag, als ich um ca. 6.20 Uhr auf der Barmelweid aus dem Bus stieg. Gemütlich ging es zur Kantonsgrenze (unterwegs nochmals fleissig Walderdbeeren pflückend) für mein Frühstück. Kurz kamen zwei Damen + Hund vorbei, einer der Hunde hatte sehr schöne helle Augen, dann war ich auch wieder allein. Die Türkenbundlilien blühten in aller Pracht. Ein Abstecher zum Unterstand, dem Gipfel (angenehm kühl), der Rohrer-Platte und wieder zur Kantonsgrenze zurück für weitere Aufnahmen. Schlussendlich lief ich ganz gemütlich und langsam zur Salhöhe zurück und erwischte den Bus ins Tal von 10.26 Uhr. 


20. Juni 2025: Die ersten Türkenbundlilien blühen!

 

Ein weiterer, heisser Tag stand bevor. Somit war ich wieder sehr früh unterwegs und stand um 7 Uhr an der Kantonsgrenze AG/SO auf dem Geissfluegrat. Unterwegs hatte ich wieder fleissig Walderdbeeren gesammelt und ass sie mit meinem Frühstück (Orange, Banane, Müessli, Vanillejoghurt) gemütlich auf der kleinen Bank auf der Nordseite. Stolz zeigte ich meiner Liebste per WhatsApp-Video die Türkenbundlilie-Knospen und dann.... die ersten blühenden Exemplare! Voller Freude schnappte ich meine Makro-Kamera und legte los. Nachher folgte eine Runde über den Gipfel, die Rohrer-Platte, zur Wiese und nahm dort die Lilien hinter der Hütte in Augenschein. Nochmals ging ich für weitere Aufnahmen bis an die Kantonsgrenze und folgte nachher Route 5 bis auf die Salhöhe, unterwegs immer wieder Walderdbeeren geniessend und fotografierend. Die Temperatur zu dieser Tageszeit war noch sehr angenehm, die Hitze folgte unten im Tal.


16. Juni 2025: Sie haben enorm gelitten

 

Um ca. 9.20 Uhr verliess ich auf der Barmelweid den Bus, hatte nachher noch ein Telefonat mit der ehemaligen Firma (ich werde offenbar immer noch gebraucht) und lief dann weiter hoch. Unterwegs sammelte ich kräftig die vielen Walderdbeeren am Wegrand, von Kindergarten-Schülern be-obachtet (offenbar ein Klassenausflug, wohin?), und ging dann an die Kantonsgrenze. Am Vortag fegte ein heftiges Gewitter über die Schweiz hinweg, starker Regen, Orkanböen, die Türkenbundlilien haben schwer gelitten. Viele Knospen waren weggefallen. Das gleiche hinter dem Unterstand oben an der Wiese. Zudem machten sich hier Schnecken und Raupen breit. An Fotogenität (gibt es so etwas?) waren die Knospen aber nicht zu übertreffen. Kurz bevor ich beim Unterstand eintraf, sah ich auf der Wiese ein Reh, montierte das Zoom-Objektiv und konnte mich noch leicht heranschleichen. Es hatte mich zwar wahrgenommen, liess mich aber doch noch näher herankommen. Als es dann floh, sah ich, dass es noch ein zweites, junges Reh gab. Nach einer kleinen Pause lief ich eine Runde über den Gipfel und die Rohrer-Platte, kehrte dann nochmals zum Unterstand und zur Kantonsgrenze zurück. Hier fand ich - nach einer kleinen Suchaktion - noch viel mehr Türkenbundlilien. Zum Schluss lief ich über den "Standard"-Wanderweg zur Salhöhe, traf einen Bekannten und kehrte um 14.26 Uhr ins Tal zurück. Nachdem ich mich von den Kindergarten-Schülern getrennt hatte, traf ich keinen einzigen Menschen mehr. 


13. Juni 2025: Ein heisser Freitag der 13.

 

Richtig geplant: Früh aufstehen und loslegen. Um 6.20 Uhr auf der Barmelweid gestartet lief ich zuerst bis an die Kantonsgrenze und fotografierte hier wiederum die Türkenbundlilien, welche immer noch nicht blühten. Im Unterstand oben an der Wiese wollte ich mein Frühstück einlegen, doch ich sass an der prallen Sonne und es war einfach zu heiss (ich denke noch an den Winter, als ich hier bei angenehmen -7°C sass). Somit verzog ich mich bis auf den Gipfel und redete dort eine Weile mit einem Ehepaar aus Sargans. Ich gab den beiden ein paar Tips und bei der Hütte trennten wir uns wieder. Auch hier blühten die Lilien noch nicht. Zurück an die Kantonsgrenze, dann zum höchsten Punkt des Kantons Aargau. Auf dem weiteren Weg zur Salhöhe sammelte (und ass) ich viele Walderbeeren. Von der Salhöhe aus nahm ich den Weg im Schatten, auf der Nordseite des Wasserfluegrats, bis zum Benkerjoch. Es war mittlerweile schon über 30°C und ich hatte Glück: Ich erwischte das Postauto um 10.26 Uhr ins Tal hinunter. 


10. Juni 2025: Orchideen-Walhalla Hinterrebe

 

Kurz vor dem Mittag auf der Staffelegg gestartet, Beine zur Hinterrebe gelenkt. Dort blühen jetzt die nachfolgenden Orchideen in Unmengen: Mücken-Händelwurz (Hunderte), Spitzorchideen, Fuchs'-Fingerwurz, Rotes Waldvögelein. Des Weiteren fand ich an vier Orten die Bienenragwurz, weitere Waldhyazinthen entdeckt und die zweite Generation Brandknabenkraut gefunden. Der Dingel ist komplett verblüht, schade. Auch die Fliegenragwurz und der Ohnsporn sind durch. Unterwegs hatte ich zwei Mal ein schönes Schmetterling-Erlebnis: Zwei Schachbrettfalter sassen ständig auf meiner Hand, auf meinem Arm und liessen sich nicht verscheuchen. Jedes Mal kamen sie zurück. Meine "Mittagspause" fand auf dem Strihe statt, es war schon etwa 14 Uhr. Über Umwege gelang ich zu-rück auf die Hinterrebe und lief von dort aus and die Bushaltestelle Asp. 


9. Juni 2025: Geissflue und Burgflue

 

Um ca. 7.50 Uhr auf der Barmelweid gestartet ging es hoch zum Unterstand auf der Geissflue-wiese für mein Frühstück. Hinter der Hütte fand ich viele Türkenbundlilien, voller Knospen aber noch nicht blühend. Ein kurzer Abstecher auf den Gipfel, Retour zur Wiese an der Kantonsgrenze AG/SO (dort blüht sehr viel Fuchs'-Fingerwurz und auch hier fand ich Türkenbundlilien, mit schon etwas Farbe) und über den Wanderweg zurück in Richtung Salhöhe. Kurz vorher bog ich dann nach Norden ab und bestieg die Rumismatt. Hier eine Pause vor der Paradisli-Hütte. Kurz vor dem Mülacker fand ich wiederum viel Fuchs'-Fingerwurz. Über die Burgflue ging es hinunter in Richtung Kienberg. Ein Blick auf die SBB-App und ich sah, dass ich die Möglichkeit hatte um 13.30 Uhr mit dem Postauto zurück auf die Salhöhe zu fahren. Diese Chance liess ich mir nicht ent-gehen. Unterwegs dorthin: Die Weissen Waldvögelein waren verblüht, 2025 also wenig Erfolg für mich. Dies war übrigens schon die 50. Fototour in diesem Jahr.


4. Juni 2025: Ausflug zwischen den Gewittern

 

Morgens Gewitter, abends Gewitter, das Wetter spinnt im Moment. Zwischendurch fand ich die Möglichkeit für einen Ausflug und zwar auf die Salhöhe. Über die Rumismatt und den Mülacker (hohes Gras) ging es zur Haselmüsli-Bank für eine "Mittagspause". Das Grab von Nöggi Rippstein unter dem Hochstand war total überwuchert und auch die Bank wurde von der Vegetation bedroht. Auf der Burgflue fand ich die verblühten Reste des Mannknabenkrauts, unter der Burg blühte die Fuchs'-Fingerwurz und noch weiter unten fand ich das Weisse Waldvögelein. Die Blühten sahen ziemlich mitgenommen aus, kein Wunder bei dem Wetter in letzter Zeit. Am Schluss folgte der Abstieg bis Wölflinswil.


3. Juni 2025: Auf der Flucht

 

Es war kurz nach dem Mittag als ich in Asp startete. Eine kleine Mittagspause unten am Blumenweg und dann hinauf. Es blühte enorm viel Mücken-Händelwurz und Pyramide-Orchideen. Auch fand ich weitere Waldhyazinthen und Bienen-ragwurzen. Bei den 3 Tannen traf ich auf eine Frau aus Oberentffelden, die mir eine Aufnahme einer spannenden Orchidee zeigte. Sie wollte mir diese zeigen, fand sie aber nicht mehr zurück. Weiter oben blühten die Dingel (trotz Regen in den letzten 24 Stunden) und auch die Roten Waldvöglein. Im Westen wurde es dunkel, Gewitter drohte und ich entschied mich dazu rasch bis Asp zurückzukehren, überholte die Frau und lief gemeinsam zur Haltestelle. Das Postauto hätte um 14.05 Uhr abfahren sollen, hatte aber ca. 5 Minuten Verspätung. Unser Glück, denn auch wir trafen mit Verspätung ein. 


30. Mai 2025: Das darf einfach nicht sein

 

Als ich an diesem Tag morgens die Hinterrebe bestieg, war es in Gesellschaft eines Kenners. Der betroffene Mann war mit zuständig für den Unterhalt des Orchideenlehrpfads in Erlinsbach. Er er-zählte mir davon, dass es eine Person gegeben hat, die so unverschämt war eine Orchidee vom Lehrpfad auszugraben und mitzunehmen. Diese Orchidee hat keine Überlebenschance. Eine Weile liefen wir gemeinsam hoch, fanden 8-10 Bienenragwurze, er informierte mich über eine weisse Mücken-Händelwurz, welche ich kurz darauf fand. Blühender Dingel fanden wir an diesem Morgen leider nicht und auch das Rote Waldvöglein wollte noch nicht wirklich blühen. Nach einer Weile lief ich weiter hoch zum Pass und fand zwischen dem Stockmatthof und dem Benkerjoch immer noch das Langblättrige Waldvöglein. In der Gipsgrube fiel mir auf, dass einige Orchideen "geköpft" worden waren und als ich die drei Exemplare des Langblättrigen Waldvögleins wieder ablichten wollte, da wurde ich ziemlich hässig: Sie waren verschwunden. Gepflückt? Skandal!


27. Mai 2025: Die nächste Hinterrebe-Tour

 

Eine weitere Tour über die Hinterrebe mit Schmetterlingen, blühender Bienenragwurz, das Rote Waldvöglein kommt auf trab (auf einer kleinen Fläche von ca. 30 cm x 30 cm fand ich 9 Stück). Weiter einige Dingel-Blüten (es war am Vortag wieder mal regnerisch, Dingel mag das gar nicht), Pyramide-Orchideen, viel Mückenhändelwurz und Fuchsknabenkraut. Die grosse Überraschung: Im Waldstück zwischen den Stockmatthöfen und dem Benkerjoch fand ich ein Exemplar des Langblättrigen Waldvögleins. 


25. Mai 2025: Ein schönes Treffen auf der Hinterrebe

 

Die Neugier trieb mich an diesem Sonntagnachmittag wieder auf die Hinterrebe: Dingel, Bienenragwurz? Bald traf ich auf ein Ehepaar aus Küttigen, Beat und Ines, und erfuhr, dass der Dingel weiter oben blühte und auch die Bienenragwurz den Erstauftritt hatte. Beat, ein Orchideenspezialist, wies mich auf auf die Blätter der Sumpfwurz und der breitblättrigen Ständelwurz. Jawohl, ich fand die Blüten der beiden erstgenannten Orchideen und auch weitere Knospen der Bienenragwurz. Und dann die grosse Überraschung: Das rote Waldvöglein, Knospen und eine erste Blüte! Danke Beat und Ines, auch fürs Heimbringen!


23. Mai 2025: Waldhyazinth und Langblättriges Waldvöglein

 

Kurz vor 8 Uhr morgens startete ich in Asp und bestieg die Hinterrebe. Die erste Überraschung kam schnell: Die grünliche Waldhyazinth voll blühend und ein zweites Exemplar - noch in den Knospen - folgte kurz darauf. Der Dingel wollte immer noch nicht blühen, zwei sehr nasse Tage lagen hinter uns. Im Föhrenwald fand ich diverse Dingel (sicher 10 Stück) und viel Fuchsknaben-kraut. Von der Bienenragwurz immer noch keine Spur. Kurz vor dem Benkerjoch legte ich eine Pause ein und sah wie das Postauto ca. 100 m nach der Haltestelle hielt und ein Mann mit roter Kappe ausstieg. Offenbar hatte der Chauffeur nicht bemerkt, dass jemand aussteigen wollte. Der Mann lief zurück zum Benkerjoch. Ich kehrte oben in die Gipsgrube und kurz bevor ich dort eintraf liefen zwei Männer vor mir auf die höchste Ebene (dort gibt es aber keinen Ausgang). Einer der beiden trug eine rote Kappe und sie diskutierten den Bergrutsch am Brunnenberg vor ca. 25-30 Jahren. Als ich eine Ebene weiter unten dabei war Orchideen zu fotografieren trafen auch sie ein. Ein Blick auf den Mann mit der roten Kappe und ich sagte "Salü Martin". Ich kannte ihn noch aus dem Elternverein vor ca. 25 Jahren, lange nicht mehr gesehen. Die beiden verabschiedeten sich, ich fotografierte weiter und stieg weiter ab. Beim Abstieg auf die untere Ebene fand ich dann drei Exemplare des Langblättrigen Waldvögleins. Nachdem ich diese ausgiebig fotografiert hatte, lief ich zur Haltestelle Fischbach und von dort aus bis Küttigen Kreuz.


19. Mai 2025: Wieder über die Hinterrebe

 

Neugierig danach wie es mit den Orchideen 2 1/2 Wochen später aussehen würde, startete ich bereits früh am Morgen auf der Staffelegg, genoss die Stille, die Duft und das wunderschöne Wetter. Unten am Blumenweg legte ich mein Frühstück ein und lief dann langsam hinauf. Ich fand: Ohnsporn (voll blühend), Pyramidenorchideen (gehen auf), Fuchsknabenkraut (teils schon offen), Mückenhändelwurz (gehen auf), Dingel (wird bald blühen), Grosses Zweiblatt (voll blühend), Fliegenragwurz (blüht immer noch), Brandknabenkraut (in der Endphase), Helmknabenkraut (immer noch blühend), Von der Bienenragwurz fand ich noch keine Spur.... Zwischen dem Stockmatthof und dem Benkerjoch fand ich die Vogelnestwurz voll blühend und noch ein Exemplar des Mannknabenkrauts (in der Endphase). 


18. Mai 2025: Zurück in der Schweiz

 

Zwei Wochen in Süd-Korea, Incheon und Seoul, an der Hochzeit meines ältesten Sohnes. Zurück-gekehrt am 17. Mai voller Eindrücke einer ganz anderen Nation, zweier Millionenstädten. Als ich dann am 18. Mai wieder in der Aargauer / Solothurner Gegend unterwegs war, da wusste ich wie schön es ist die Ruhe, die Stille geniessen zu können. Einfach herrlich! Ich liebe meine Region einfach.


1. Mai 2025: Fliegenragwurz und Grosses Zweiblatt

 

Jawohl! Sie blühen!!! Früh am Morgen bei schönstem Wetter auf der Staffelegg gestartet ging es in Richtung Hinterrebe. Nach einem Frühstück unten am Blumenweg nahm ich den Weg hinauf. Der Ohnsporn blühte ausgiebig und was ist das?: Das Grosse Zweiblatt blüht, fabelhaft! Weiter oben die grosse Überraschung: 6 Exemplare der blühenden Fliegenragwurz. Als ich dann auch noch sah, dass der Dingel den Kopf über die Wiese streckte, machte ich einen kleinen Ausflug in den Föhrenwald hinauf. Auch hier fand ich 2 Stengel des Dingels. Am Brandknabenkraut vorbei ging es weiter hinauf. Im Wald zwischen den Stockmatthöfen und dem Benkerjoch fand ich mehrere Vogel-nestwurze, noch nicht blühend. Eine Runde durch die alte Gipsgrube und dann hinunter zur Halte-stelle Fischbach. Auf dem Weg nahm eine Blindschleiche ein Bad an der Sonne.


29. April 2025: Ein zweites Treffen

 

Kurz nach dem Mittag startete ich auf der Barmelweid in Richtung Geissfluegipfel, unterwegs diverse Löwenzahn aus Bodenperspektive fotografierend. Gerade nach der Rohrerplatte fand ich einige Orchideen am Hang, das schönste Exemplar befand sich aber direkt beim Gipfel. Von dort aus lief ich zum Unterstand oben an der Wiese für eine gemütliche Pause. Ein älterer Mann traf ein, nahm rechts von mir Platz und ein Gespräch begann. Er bemerkte sofort meinen leicht-niederländischen Akzent und fragte mich, ob ich wüsste welche Gemeinde in den Niederlanden die grösste Bodenfläche hat (Apeldoorn, aber ich wusste es nicht). Diese Frage kam mir aber von weit entfernt bekannt vor und jawohl: Wir sind uns schon mal begegnet und er wusste sogar wann (ich nicht mehr). Meine Webseite bot die Lösung: Am 8. Februar 2025 in der Nähe des Benkerjochs. Er ist Orchideenspezialist und das Gespräch ging dann natürlich in diese Richtung. Nachher lief ich über die Kantonsgrenze zum Nesselgraben und über diesen Weg zur Salhöhe zurück. 


28. April 2025: Achenbergrunde

 

Eine kleine Tour über den Achenberg am Nachmittag bei sonnigem Wetter. Unmengen an Helmknabenkraut blühte, auf kleinster Fläche zählte ich sicher 50 Stück. Zudem war das Mannknabenkraut immer noch vorhanden. Bei der Bank oben an den Weinreben fand ich dann blühende Vogelnestwurz. 


27. April 2025: Der Ohnsporn blüht

 

Eine kleine Runde über die Hinterrebe und durch die Gipsgrube Riepel an einem sonnigen Sonntagnachmittag. Der erste Ohnsporn blüht, das Brandknabenkraut strahlt auf der Hinterrebe und auch hier hat sich das Helmknabenkraut geöffnet. Steht da die erste Fliegenragwurz? Vom Standort her wäre das gut möglich, denn 2024 hatte ich sie hier gefunden. Im Wald zwischen den Stockmatthöfen und dem Benkerjoch streckt die Vogelnestwurz die Blüten aus. In der Gipsgrube blüht und gedeiht der Hornklee und überall leuchten die Goldnesseln und der blühende Bärlauch.


22. April 2025: Das Brandknabenkraut

 

Es war ca. 8.50 Uhr als ich auf der Staffelegg aus dem Postauto stieg, nicht alleine.... Weitere 8 oder 9 Senioren-wanderer (offenbar eine ziemlich geschlossene Gesellschaft) stiegen aus dem Fahrzeug. Obwohl ich mich sofort aus dem Staub machte, wurde ich beim Fotografieren rasch eingeholt. Na ja, dann sind sie halt weit vor mir, Hauptsache ich hatte meine Ruhe (sie waren nicht besonders leise). Noch bevor ich die Hinterrebe betrat hatte ich viele Fotosujets vor dem Objektiv, Wassertröpfchen balancierend auf den vielen Pflänzchen. Bald fand ich auch die ersten Spuren des Ohnsporns (er wird bald blühen), dann Rosetten des Fuchsknabenkrauts und weiter oben.... Das Brandknabenkraut blühte! Hier verbrachte ich einige Zeit und lief dann weiter hinauf, wo ich auch schon die Knospen des Grossen Zweitblatts fand. Auf der Wiese zwischen dem oberen Stockmatthof und dem Benkerjoch wimmelte es nur so vom Mannknabenkraut und im Wald sah ich wie die Vogelnestwurz aus dem Boden hervortrat. Nach einer Pause auf einer Bank beim Benker-joch machte ich eine kleine Runde durch die Gipsgrube Riepel und traf um ca. 12.20 Uhr bei der Haltestelle Fischbach ein und wurde von einem mittlerweile bekannten Postauto-Chauffeur mitgenommen. 


15. April 2025: Wandertour bei leichtem Regen

 

Es war eine spontane Entscheidung hinaus zu gehen: Der Morgen brach wunderschön an! Als ich mich dann um ca. 7.30 Uhr zur Bushaltestelle begab, sah der Himmel im Westen "bedrohlich" aus. Noch bevor das Postauto kam fielen erste Tröpfe. Zum Glück blieb es zuerst beim leisen "Getröp-fel". Von der Staffelegg aus begab ich mich in die ehemalige Gipsgrube Riepel auf der Suche nach weiteren Anzeichen von Orchideen. Ich fand aber nur viele Rosetten, aber noch nichts Blühendes. Über die Haltestelle Fischbach ging ich über den neuen Wanderweg bis zum Klus und bestieg von dort aus noch kurz den Hasenberg um oberhalb der Weinreben bis ins Dorf zurück zu kehren. 


14. April 2025: Das Helmknabenkraut blüht

 

An diesem Montagnachmittag eine kleine Runde über die Achenbergwiesen gedreht. Schon bald fand ich die ersten Knospen des Helmknabenkrauts und auch die ersten Blüten. Eigentlich hoffte ich die Hummelragwurz zu finden, doch verge-bens. Dafür fand ich mehr und mehr blühende Exemplaren des Helmknaben-krauts und auch Gruppen mit blühendem Mannknabenkraut. Es ist hier oben alles so schön grün geworden und bald werden noch viel mehr Orchideen blühen. Ich liebe den Frühling.


11. April 2025: Sonnenaufgang auf dem Asperstrihe

 

Noch einmal.... Um ca. 5.50 Uhr lief ich von der Staffelegg los, es war noch halbwegs dunkel, meine Taschenlampe schaffte am Anfang Abhilfe. Langsam begab ich mich am Herzberg vorbei auf den Asperstrihe, für kurze Zeit in Gesellschaft einer kleinen Igel. Oberhalb der Wiese angekommen machte ich eine der beiden Kameras mit Zoomobjektiv bereit und richtete sie auf den Alpstein - weit weg - aus. Als die Sonne dann um ca. 6.45 aufging fluchte ich laut: Sie ging deutlich nördlicher auf als erwartet. Für das erneute Ausrichten des Zoomobjektivs blieb keine Zeit. Ich nahm die zweite Kamera, spurtete nach unten und fing den Sonnenaufgang dann doch noch ein. Im Süden leuchteten die Alpen: Eiger, Mönch und Jungfrau glühten leise in der neuen Morgensonne. Die Wiese leuchtete hellgrün, das Licht war so faszinierend schön an diesem neuen Frühlingsmorgen. Nach einer Stunde packte ich alles ein und bestieg den Hang hinter mir, unterwegs die Flora fotografierend. Die Frühlingsplatterbsen strahlen so schön in Farben von Blau über Violett bis Rot / Orange. Mein Frühstück war für auf dem Strihe geplant, doch ich nahm es auf dem Asperstrihe. Dort verbrachte ich einige Zeit mit der Fotografie einer winzigen, gelben Blume. Beim Abstieg flippte ich schier aus: Orchideen! HIer? Jawohl! Beim Benkerjoch angekommen drehte ich eine Runde durch die alte Gipsgrube Riepel und fand hier viele Rosetten des heranwachsenden Fuchsknabenkrauts. Ich freue mich darauf sie wieder blühen zu sehen. Es war ca. 10.20 Uhr als ich bei der Haltestelle Fischbach ankam und vom Postauto abgeholt wurdde. Ein wunderschöner Morgen!


9. April 2025: Sonnenaufgang auf der Geissflue

 

Dafür stehe ich gerne um 4.20 Uhr auf. Die Frage war aber: Werde ich es schaffen? Ich habe kein Auto, bin also auf den Bus angewiesen und der würde erst um ca. 6.17 Uhr auf die Barmelweid eintreffen. Er war zum Glück über-pünktlich, ich stieg um 6.16 Uhr aus und machte mich sofort auf den Weg auf die Geissflue-Wiese. Sonnenaufgang war um 6.52 Uhr, es blieben mir also nur ca. 36 Minuten und die Kameras mussten auch noch in Position gebracht werden. Ich schaffte es: 6. 42 Uhr war ich im Unterstand oben an der Wiese. Ein Familienvater mit zwei Kindern hatte hier die Nacht verbracht, sie hatten links von der Hütte ein Feuer entfacht. Alles war in Position, da rief der Vater "Sonnenaufgang". Über eine Stunde druckte ich ab und warf ein Blick auf die Orchideen hinter der Hütte. Sie waren noch nicht so weit, aber es gab viele Rosetten. Mein Frühstück nahm ich auf dem Gipfel, musste eine Windschutzjacke anziehen, denn es war bitter kalt. Der Abstieg verlief wieder über die Wiese, ich nahm den Nesselgrabenweg nach Osten und bog auf die untere Passstrasse ab. Von dort aus lief ich sofort auf die Burgflue und nahm die vielen blühenden Orchideen vor die Linse. Ich hatte noch Zeit und stieg gemütlich bis Oberhof ab. Dort wurde ich von einem Chauffeurt abgeholt, den ich am Vortag noch in Aarau angesprochen hatte, ein Zufall. 


7. April 2025: Sonnenaufgang auf der Staffelegg

 

Es war ca. 6.20 Uhr als ich auf der Staffelegg aus dem Bus stieg und auf Passhöhe aufstieg. Ich suchte den geeigneten Ort, stabilisierte meine Kamera mit..... Gras und Löwenzahnblättern, unge-wohnt, aber funktioniert. Das Warten begann, ab und zu abdrucken und wieder warten. Als sie dann kam, die Sonne, kam sie verdammt rasch über den Lägern auf. Es war ziemlich kalt an diesem Morgen, knapp über dem Gefrierpunkt, meine Hände waren eiskalt. Ich kehrte um, lief hoch auf die Wiese oberhalb des Föhrenhofs. Unterwegs sah ich eine Reh-Paar, das flüchtete, und eine Gämse (flüchtete ebenfalls). Oben an der Wiese nahm ich mein Frühstück, fotografierte hin und wieder und dann..... ein Krampf im rechten Fuss, mist. Hatte ich noch nie. Nicht darauf achten und sachte absteigen. Es funktionierte und auf der anderen Strassenseite (Asp) ging es hoch auf die Hinterrebe. Die Küchenschellen waren verblüht, ein kleiner Schmetterling hing regungslos daran fest. Beim oberen Stockmatthof blühte das Mannknabenkraut, eine dunkle Version, ebenfalls. Es war ca. 10.25 Uhr als mich das Postauto auf dem Benkerjoch abholte. 


5. April 2025: Orchideen-Eldorado

 

Es war bereits ca. 13.45 Uhr als ich auf der Salhöhe den Bus verliess und linea directa untendurch zur Burgflue lief. Bei den Saalhöfen hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit Margrit Bitterli und auch Senta schaute für einige Streichel-einheiten vorbei. Und sie blühten!!! Das Mannknabenkraut, viele Exemplare hatten die untersten Blüten bereits weit offen. Da lag ich dann, auf dem Bauch flach im Gras und legte sie fotografisch fest. Nur eine einzige Person zeigte Interesse, andere liefen einfach vorbei ohne zu wissen, was hier eigentlich blühte. Auf der Haselmüsli-Bank legte ich eine Kuchen-Pause ein und ging von dort aus über die Rumismatt zurück zur Salhöhe, wo mich ein bekannter Buschauffeur abholte. 


3. April 2025: Sonnenaufgang im Jura, und wie....

 

Ich war bereits um ca. 4.30 Uhr wach an diesem schönen Donnerstag. Was macht Herr Janssen dann? Aufstehen, Rucksack mit Frühstück packen und hinaus in den Jura. Es war ca. 6.45 Uhr als ich auf der Salhöhe den Bus verliess, kurz vor Sonnenaufgang. Ein paar Aufnahmen bei der Haltestelle, dann eine längere Fotosession bei den Saalhöfen. Es war zwar noch ziemlich frisch, der schöne Sonnenaufgang liess mich dies aber vergessen, herzerwärmend solch ein Tagesstart. Ein langsamer Aufstieg auf die Rumismatt, der Warnpfiff einer Gämse (hallo!), ein Reh machte sich aus dem Staub, sonst war ich ganz allein unterwegs, bin die ganze Zeit niemandem begegnet. Auf einer Bank am Wanderweg mein Frühstück, ein Chat, Fotografie, dann weiter auf den Mülacker wo so vieles blüht. Abstieg auf die Burgflue: Werden sie jetzt blühen? Nein, die Orchideen wollten sich immer noch nicht öffnen. Dafür waren die Frühlingsplatterbsen sehr fotogen. Ich stieg langsam in Richtung Oberhof ab, entschied mich in letzter Moment für den Steilabstieg. Wie oft rief ich "liebe Oberhöfler, plfegt diesen Weg bitte, er wird langsam gefährlich". Ich überlebte es und drehte unerwartet zum Burghof und Wölflinswil ab. Doch, da traf ich eine Dame, ein Grüezi und weiter ging es. Es war ca. 11.20 Uhr als ich Wölflinswil mit dem Postauto verliess. 


1. April 2025: Sie blühen fast, kein Scherz

 

Heftige und kalte, stürmische Winde fegten über den Jura hinweg. Blumenfotografie war enorm schwierig, die einzelnen Sekunden in denen die Blumen sich nicht im Winde bewegten ausnutzend um sie zu fotografieren. Auf der Bank bei der Paradisli-Hütte auf der Rumismatt genoss ich meine Brötchen, schön an der Sonne, hin und wieder aufstehend um Blumen zu fotografieren. Rundum ging es auf den Mülacker, kurz aufatmend auf der Haselmüsli-Bank, dann der Abstieg auf die Burgflue. Und jawohl, ich fand diverse Orchideen mit dunkelvioletten Knospen, sie werden sich morgen oder übermorgen öffnen. Die Freude war riesig. Untendurch begab ich mich zurück auf die Salhöhe und wurde vom Winde fast weggefegt.