Aufgrund der begrenzt verfügbaren Speicherkapazität von 500 MB bleiben die ganzen "Reportagen" nur ca. 3 Monate erhalten. Nachher werden sie auf meistens nur eine Aufnahme mit einer Kurzgeschichte komprimiert und in Einzelsegmente (links) verschoben.
5. September 2025: Habe ich jetzt neu wirklich 5 GB gratis zur Verfügung? Wenn ja, DANKE Jimdo! Letzte Woche waren es noch 500 MB!
27. September 2025: Rotwein-Genuss im Unterstand
Eigentlich schon wahnsinnig, so etwas habe ich bin anhin noch nie gemacht: Zum neunten Mal in einem Monat am gleichen Ort. Und doch: Jedes Mal entdecke ich wieder etwas Neues, die Natur steht einfach nicht still. Am Morgen sah das Wetter noch ziemlich bedrohlich aus, aber am Nachmittag wurde es immer heller und heller, blaue Flecke zeigten sich am Firmament. Um 14.45 Uhr verliess ich auf der Salhöhe den Bus, drei weitere Wanderer / Wanderinnen stiegen aus (es war ja Samstag) und verdunsteten in Richtung Wasserflue / Benkerjoch. Somit war ich in meiner Richtung allein und zog schon rasch die Kamera (+ Stativ), denn es wuchsen bereits sehr viele Pilze. Ich kam also nur langsam voran (muss auch nicht schnell gehen, interessiert mich wenig) und es war schon 16.30 Uhr als ich beim Unterstand eintraf. Unterwegs traf ich zwei weitere Läufer und wurde von einer freundlichen Joggerin überholt. Alles wurde ausgepackt, erste Aufnahmen gemacht und dann: Eine kleine Flasche Rotwein wurde entdeckelt (kann leider nicht entkorkt schreiben, denn die Flasche hatte einen Deckel), das Weinglas ausgepackt und zur Fotografie aufgestellt. Auf der WhatsApp-Statusmeldung gab das sagen und schreiben SECHS mal ein grünes Herz. Ja, ja, wenn es um Alkohol geht..... (grins, grins). Natürlich nahm ich den Wein nicht nur zum Fotografieren mit.... Ich genoss das Getränk, stand oft auf zum Fotografieren, denn der Himmel änderte sich von Minute zu Minute. Ein Wanderer marschierte rasch vorbei, dann war wieder Ruhe. Gegen 17.45 Uhr machte ich mich gemütlich an den Abstieg auf die Barmelweid, traf dort um ca. 18.15 Uhr ein und fuhr wieder hinab. Es ist einfach schön hier, wieder und wieder.
25. September 2025: Immer noch kein Regenbogen
Die Chancen standen gut, aber leider.... Wiederum stand ich um 15.15 Uhr auf der Salhöhe und schlich mich hoch auf die Geissfluewiese. Unterwegs fand ich erneut viele, viele interessante Pilze, welche ich geduldig - mit stativ - ablichtete. Somit war es auch schon deutlich nach 17 Uhr als ich oben ankam (normalerweise würde ich hier nur ca. 40 Minuten brauchen). In der Aare-Ebene schien die Sonne, warum nicht bei mir? Oben zogen die Wolken rasch vorbei, die Juragipfel verschwanden immer wieder in den Nebel. Für kurze Zeit fiel sogar etwas Regen, doch der Spuk war auch wieder rasch vorbei. Mein Reh? Wollte nicht kommen. Um 18.15 Uhr machte ich mich an den Abstieg, erwischte locker den Bus um 18.53 Uhr und war somit um 19.15 Uhr wieder unten im Tal. Es war doch langsam etwas frisch, ich hatte oben wirklich kalte Finger.
23. September 2025: Fototour Nummer 100 im Jahr 2025...
... und es brauchte etwas Überwindung: Es war nass, regnerisch, frisch und mein linkes Bein rebelliert wieder mal. Und dann doch.... Um ca. 15.15 Uhr stand ich auf der Salhöhe, es regnete leicht, aber schlimmer noch: Viel Wasser fiel von den Blättern hinunter. Regenschirm auf und marsch, aber ziemlich gemütlich / langsam. Unterwegs fielen mir wieder so einige schöne Pilze auf und diese schreiten danach fotografiert zu werden. Das kleine Kugelstativ, zwar nicht immer praktisch, bot hier eine gute Lösung, denn trotz ISO 1000 und Unterbelichtung waren die Zeiten für Blende 14 und Fotografie aus der Hand einfach zu lang. Der Weg war teils sumpfig, aber ich kam durch und stand etwa anderthalb Stunden später im Unterstand oben an der Wiese. Die Sicht reichte kaum bis unten an diese Wiese und es nieselte fröhlich weiter. Nach weiteren ca. anderthalb Stunden (ca. 18.20 Uhr) packte ich alles ein, zog meine Regenjacke über und lief über die Wiese hinunter. Noch einige Aufnahmen und da passierte es: Beim Aufstehen verlor ich das Gleichgewicht und purzelte einige Meter hinunter, blieb zum Glück unverletzt im nassen Gras liegen. Ganz, ganz langsam begab ich mich zur Barmelweid und nahm dort um 19.23 Uhr den Bus zurück ins Tal.
20. September 2025: Ein traumhafter Morgen
Es war ca. 6.40 Uhr als ich in Biberstein Dorf aus dem Bus stieg (ich dachte noch kurz daran bis Ihegi weiter zu fahren, tat es dann doch nicht). Langsam stieg ich bis auf die Chalenmösli-Wiese auf, machte unterwegs einige Aufnahmen, sah sogar die Churfirsten. Auf der Wiese hatte ich eine traumhafte Sicht auf den Uetliberg-Turm, links davon lag der Alpstein, rechts die Churfirsten. Viele Aufnahmen mussten her, auf den Fotos sah ich sogar wie sich ein Flugzeug, von Zürich Flughafen aufgestiegen, vorwärts bewegte. Schritt für Schritt ging es hoch, dann in den Wald wo ich wieder einige schöne Pilze fand. Es war bereits Viertel vor Neun als ich auf der Bank beim Gatter meine Frühstückspause einlegte und die Sicht auf die Alpen (Eiger, Mönch und Jungfrau inklusive) genoss. Auf der Gatter-Nordseite folgte ich dieses Mal dem Weg unten an den Höfen vorbei und traf kurz nach 10 Uhr auf den Parkplatz oberhalb der Staffelegg ein. 10.04 Uhr? Das Postauto fährt um 10.11 Uhr: Schnell querfeldein hinunter, aber das Postauto fuhr schon ein. Was? 10.09 Uhr! Mist, Abfahrt ist nicht 10.11 Uhr, sondern 10.08 Uhr.... Ich stieg bis zur Haltestelle Grossmatt ab und musste noch ca. 10 Minuten warten. In dieser Zeit beseitigte ich Müll: 3 Blechdosen, 3 PET-Flaschen, Plastik, Zigarettenschachtel, alles im Gras. Die Mülltonne steht nur wenige Meter weiter.
18. September 2025: Floratour auf der Geissflue
Mein Ziel war es die Pilze vom 15. September nochmals abzulichten, als ich um ca. 14.15 Uhr auf der Salhöhe den Bus verliess. Langsam lief ich hinauf, führte unterwegs ein Gespräch mit einem anderen Wanderer und tauchte dann am richtigen Ort ins Gebusch ab. Viele Pilze waren schon vertrocknet oder sogar weg, doch fand ich wieder ganz andere Exemplare. Aus dem Augenwinkel sah ich etwas am Holzstamm bewegen und richtete meine Kamera darauf aus. Was für ein Tierchen das war und warum es solche Turnübungen machte? Sass es mit dem Kopf fest? Weiter ging es bis an die Kantonsgrenze (mit einem kurzen Abstecher zum höchsten Punkt des Kantons Aargau). Unter der Nordflanke hindurch lief ich zur Schafmatt und bestieg von dort auch den Gipfel. Nach einer kurzen Pause auf der Bank führten mich meine Füsse weiter zur Wiese (hier hatte ich dieses Mal keine Lust zum Fotografieren, das Licht war einfach zu hell) und von dort aus auf die Barmelweid. Um 17.23 Uhr ging ich mit dem Bus ins Tal zurück.
17. September 2025: Les moulins souterrains au Col des Roches (Le Locle)
Ein Spontanbesuch an meine langjährige Kollegin Marina in Le Locle (mit einem anderen Hintergrund, welche ich hier nicht erwähnen werde). Früh über Bern angereist, traf ich um 9.12 Uhr in Le Locle ein, stieg zur Rue de la Côte ab und traf hier zuerst ihren Mann (ich hätte ihn ohne Polizei-Uniform nicht gleich wiedererkannt). Kurz darauf traf auch Marina ein. Nach einem Tee bzw. einem Kaffee liefen sie und ich zum Col des Roches und besuchten dort die unterirdischen Wassermühlen, les moulins souterrains (siehe Link). Sehr eindrücklich, merci beaucoup Marina! Zum Abschluss ein feines Mittagsessen in einer Crêperie!
15. September 2025: Ein traumhafter Sonnenaufgang auf der Wiese
Und wieder war ich dort, jetzt aber bei Sonnenaufgang. Es war noch relativ dunkel als ich um ca. 6.20 Uhr auf der Barmelweid aus dem Bus stieg und mich auf den Weg zur Geissflue-Wiese machte. Noch auf dem Barmelweidgelände holte ich das Stativ hervor und machte die ersten Aufnahmen des Himmels im Osten. Ich gab Gas, denn ich wollte den Sonnenaufgang weiter oben nicht verpassen, aber die Zeit reichte noch locker aus. Alles wurde aufgestellt und ausgerichtet und um ca. 7.05 Uhr erschien sie am östlichen Himmel, die Sonne, und wie! Ich druckte ab wie wahnsinnig. Bald kam auch noch Nebel auf und zauberte eine Traumwelt hervor. Parallel zum Frühstück wurde weiter fotografiert (an diesem Tag über 600 Aufnahmen und sie sind bereits aussortiert). Irgendwann nach 8 Uhr, könnte auch halb 9 gewesen sein, stieg ich ab und lief an die Kantonsgrenze und bewunderte die Welt im Norden. Auf dem Weg zur Salhöhe fand ich gerade abseits des Weges ganz merkwürdige Pilze. Ich fotografierte sie mit Stativ zum Sichergehen. 10.28 Uhr traf ich auf der Salhöhe ein, traf gerade vorher den ersten Menschen seitdem ich unterwegs war. Ich machte es mir noch gemütlich auf der Bank beim Grenzstein und stieg kurz vor 11 Uhr mit dem Bus ins Tal ab (nur ich allein als Fahrgast im Bus).
13. September 2025: Zum vierten Mal...
... innerhalb von 5 Tagen sass ich gegen Abend wieder im Unterstand auf der Wiese. Um ca. 15.15 Uhr von der Salhöhe aus gestartet war ich dieses Mal bereits um ca. 16.45 Uhr am Zielort, packte alles (inklusive eines Bieres) aus und genoss einfach die Ruhe. Das Reh kam heute nicht zum Vorschein, ich hätte mich gefreut. Kurz nach 18.15 Uhr stieg ich wieder auf die Barmelweid ab und bestaunte dort für kurze Zeit den Himmel im Süden (der Bus stand schon da, aber es reichte gerade noch für wenige Aufnahmen).
12. September 2025: Das kleine Reh
Als ich kurz nach 6 am Morgen aus dem Fenster schaute.... es war noch dunkel und es regnete, also drehte ich mich nochmals um. Als ich um halb 7 aufstand, mich "frisch" machte, meine Rückenübungen durchführte (knallhart jeden Tag) und gefrühstückt hatte, da war immer noch sehr viel Zeit übrig. Der Haushalt wurde gemacht und mehr als nur das. Mein Mittagsessen, ein Versuch eine Runde auf dem Sofa zu schlafen (Lärm draussen: Rasenmäher), ein Telefonat und endlich... Hinaus! Um 15.15 Uhr stand ich auf der Salhöhe und lief sehr gemütlich auf die Geissflue-Wiese, brauchte ca. 2 Stunden, denn unterwegs gab es viel zu fotografieren, viele kleine Pilze. Kaum hatte ich mich in den Unterstand installiert, meine Statusmeldung ergänzt, da kam aus dem Wald gegenüber ein kleines Reh auf die Wiese. Ich montierte das Zoomobjektiv und brachte mich in Position. Es muss bemerkt haben, dass jemand da war, sah mich aber nicht (wirklich? Oder war ich noch zu weit weg um gefährlich zu sein?) und frass fröhlich weiter. Wie gerne wäre ich im Hochsitz auf der anderen Seite gewesen. Ich fotografierte, ass etwas, fotografierte weiter. Es muss mich gehört haben und schaute hinüber, frass aber wieder weiter. Eine geschlagene Stunde beob-achtete und fotografierte ich das Tierchen. Dann probierte ich mich hintendurch anzuschleichen, doch der Versuch scheiterte, ich bewegte mich doch etwas zu viel und das Reh verschwand in den Wald. Gegen 18.20 Uhr lief ich zurück auf die Barmelweid und nahm den Bus zurück in die Niederungen.
204 mal habe ich das Reh fotografiert! Ich musste hart sein mit mir selbst und habe am Schluss nur 12 Fotos zur Bearbeitung aussortiert, 7 davon sind hier hochgeladen worden.
10. September 2025: Er kam nicht
Für den Nachmittag war wechselhaftes Wetter vorhergesagt worden, somit wäre doch eine Chance vorhanden von der Geissflue-Wiese aus einen Regenbogen einzufangen. Als ich um ca. 16.20 Uhr auf der Barmelweid ausstieg, regnete es leicht, der Regenschirm machte sich nützlich. Als ich unten auf der Wiese ankam schien die Sonne, beim Hochlaufen kehrte ich mich immer wieder um, doch ein Regenbogen war nicht vorhanden. Wahrscheinlich stand die Sonne noch zu hoch am Himmel. Ich machte es mir bequem im Unterstand und wartete geduldig (ein leichtes Abendessen hatte ich dabei), sprang ab und zu wieder mit einer Kamera hinaus, als das Licht stimmte. Leider regnete es nicht mehr und es sah auch nicht mehr danach aus. Ich machte eine Runde über den Gipfel und bewunderte den Himmel im Nordwesten, apocalyps-artig. Über die Rohrerplatte stieg ich wieder auf die Barmelweid ab und nahm um 19.23 Uhr den Bus ins Mittelland.
9. September 2025: And I think to myself "what a wonderful world"
Ein altes Lied von Louis Armstrong, das mir an diesem Abend durch den Kopf ging. Es war bereits Viertel ab 3 am Nachmittag, als ich auf der Salhöhe aus dem Bus stieg (den Blumenstrauss bekam ich nicht vom Chauffeur, ich sah nicht aus wie ein Barbara. Oft bekommen sie einen Blumenstrauss mit für Patienten / Personal in der Barmelweid-Klinik). Seelenruhig lief ich auf die Geissflue-Wiese, fand sehr viel interessante Fotosujets (vor allem kleine Pilze) und traf auf einen Fährtenleger der Jagdhunde ausbildete. Es war gegen Halb 6 als ich beim Unterstand eintraf und es mir hier sehr bequem machte: Joghurt, Farmerstengel, Apfel, Datteln. Die Wolken am Himmel und auch das Licht waren an diesem Abend so schön, ich druckte insgesamt über 600 Mal auf die Kameratasten (und hatte die Aufnahmen rasch aussortiert). Erst um ca. Viertel ab 7 machte ich mich an den Abstieg auf die Barmelweid und nahm den 19.53 Uhr Bus ins Tal hinunter.
7. September 2025: Vollmond und totale Mondfinsternis + Spassbremse
Lange hatte ich mich darauf vorbereitet und mich immer wieder gefragt "wo soll ich stehen?". Auf der Wasserflue? Beste Sicht, aber hier steht man mit 100%-iger Sicherheit nicht allein! Rumismatt? Schon, aber das heisst dann auch ein langer Fussmarsch im Dunkeln bis Erlinsbach hinunter, denn die letzte Busverbindung von der Salhöhe aus fährt um 20.26 Uhr. Oberhalb der Staffelegg oder auf dem Asperstrihe? Von der Staffelegg aus fährt wenigstens noch um 23.08 Uhr ein Postauto hinunter, aber stehen Hombergegg und Gisliflue nicht vor dem Mondbildschirm? An diesem Sonntagnachmittag kam mir die Gedanke "Juraweid", aber steht die Gisliflue auch hier nicht im Wege? Mondaufgang auf 99°, ich nahm das Geodreieck und legte es auf den Bildschirm. Die Position könnte stimmen. Um 18.48 Uhr stieg ich in den Bus nach Biberstein, stieg an der Haltestelle Wissenbach aus und lief zurück bis auf die Brücke des Staffeleggzubringers (auf der Karte im blauen Kreis). Eigentlich eine sehr gute Position. Nur: Die Hochspannungsleitungen (grüne Linie) standen ziemlich ungünstig und vor allem direkt vor meiner Nase. Zurück bis oben auf den Tunnel (im roten Kreis), somit würde ich wenigstens untendurch fotografieren können.
Das Warten fing an. In der Zwischenzeit beschäftigte ich mich mit anderweitiger Fotografie. Wie schwierig war es die Aarebrücke und auch den Kreisel unten am Tunnel OHNE Verkehr einzufangen. Wahnsinnig was da alles über die Brücke fährt und das ging früher alles durchs Dorf Küttigen. Schloss Biberstein und - merkwürdigerweise - auch die Hochspannungsleitungen boten sich als schöne Fotoobjekte an. Im Süden stachen die Alpen ganz schwach über den Horizont hervor und auch Schloss Lenzburg befand sich im Blickfeld. Es ging auf 20 Uhr zu, der Mond müsste aufgegangen sein, war aber nicht sichtbar, dünne Wolken entpuppten sich als Spassbremse. Weiter oben stand ein Ehepaar aus Biberstein, dessen Silhoutte ich wahnsinnig schön einfing (und auch die Bilder bereits zugestellt habe, danke Coni für die Mail-Adresse!). Ich verbrachte auch einige Zeit damit die Aarebrücke MIT Verkehr und bei Langzeitbelichtung zu fotografieren. Und dann.... Weit oben am Himmel stand er, der Mond. Er war dabei aus dem Erdschatten auszutreten. Fotografie war ziemlich schwierig: ISO 1000, Blende 6.3, 210 mm Brennweite (APSC) und doch 0.4 Sekunden Belichtung. Der Mond bewegt sich und zwar ziemlich rasch, also komplette Schärfe war auszuschliessen. Zudem kamen wieder dünne Schleierwolken auf. Einige Zeit stand ich hier noch ganz allein in tiefer Finsternis, packte dann alles ein und nahm den Bus heim. Vom Schlafzimmerfenster aus fing ich die letzten Stufen der Finsternis ein, gegen Mitternacht strahlte der Vollmond im Süden. Letzte Aufnahmen mit ISO 200, Blende 6.3, 210 mm und 1/800 Sek. Es hat Spass gemacht und jetzt reizt es mich auch mich an Abend- und Nachtfotografie zu riskieren.
6. September 2025: Sie waren so schön...
... Orion, der Grosse Wagen und die vielen anderen Sternen, die ich von meinem Schlafzimmer-fenster und von der Bushaltestelle auf der Staffelegg - um 5.40 Uhr - aus sah. Einfach wunderbar. Als ich beim Hochlaufen auf den Asperstrihe zurückblickte, ahnte ich aber Böses und so kam es auch. Ein straffer Ostwind blies Nebel hoch und als ich unten am Waldrand auf ca. 805 müM ange-kommen war, sass ich im Nebel. Ab und zu hatte ich das Gefühl, die Sonne würde durchbrechen, aber es blieb bei dieser Hoffnung. Es war frisch, ich musste den Windschutz überziehen und nahm hier mein Frühstück. Ein Videoanruf nach Neu Seeland (congrats to 66, John), Blümchen fotografieren und warten. Doch der Nebel blieb und so stieg ich irgendwann über die Westseite aufs Benkerjoch ab und lief auf der gegenüberliegenden Seite hoch auf die Wiese beim Pfisterer-Linde. Was sah mein Auge? Ein Reh im Gras liegend. Es hatte mich auch gesehen und als ich mich umkehrte um das Zoomobjektiv zu montieren verschwand es. Weiter unten auf der Wiese bestaunte ich die vielen Herbszeitlosen und die Stimmung. Im Westen, auf der Salhöhe, schien die Sonne bereits, Nebel schwappte über die Juraketten hinweg. Ich fing die Sonne als Scheibe hinter den Wolken ein (Blende 22, 1/4000 Sekunde) und sah sogar einige Sonnenflecken. Die Antenne auf dem Wasserfluegrat zeigte sich ab und zu kurz im Nebel, war dann auch wieder verschwunden. So marschierte ich weiter bis auf die Salhöhe, sah den Strihe immer noch mit dem Kopf in den Wolken. Unterwegs wurde ich von einem Radfahrer überholt, sonst hatte ich absolut keinen Menschen gesehen. Es war 10.20 Uhr als ich bei der Bushaltestelle eintraf und kurz darauf abgeholt wurde.
4. September 2025: Aarefotografie
Es regnete in der Nacht, es regnete noch als ich gegen halb 7 aufstand. Kurz vor halb 8 verliess ich meine Wohnung, es war trocken. Ich begab mich an die Aare und fing an zu laufen. Das Licht im Osten über der Aare war fabelhaft schön, blauer Himmel zeigte sich, die Sonne liess die Äste aufleuchten. Kurz bevor ich in Biberstein eintraf kam Nebel auf und verhülte die Landschaft für einige Zeit in Wolken. Unweit des Aarschächlis nahm ich mein Frühstück auf einer Bank an der Aare. Gelegentlich kamen Menschen mit einem oder mehr Vierbeinern vorbei, mal kam ein schönes Gespräch auf. Ich setzte den Weg fort und sah wie etwas weiter ein Bagger ins Wasser fuhr. Offenbar wird der Damm verstärkt, Folien führten ins Wasser, der Baggerführer erschwerte sie mit grossen Felsbröcken. Kurz vor Auenstein ein Blick in den Unterwasserkeller und wieder vorwärts. Ich überquerte die Aarebrücke bis auf die Insel. Von dort aus führte ein langer, fast gerader Weg (ziemlich langweilig) in Richtung Wildegg. Über die Hängebrücke und wieder der Aare nach. Der Weg zog sich in die Länge, aber dann war Wildegg da. Ein leichter Nieselregen fiel, ich klappte den Regenschirm auf. Der Bahnhof liegt fast direkt an der Aare und um 11.52 Uhr nahm ich den Zug zurück bis nach Aarau.
2. September 2025: Keine Sonne, dafür Nebel
Ich war kurz nach 5 Uhr wach und wollte zuerst nicht so recht aufstehen, machte es dann doch. Um 5.30 Uhr meldete sich der Wecker, wusste gar nicht mehr, dass ich den gestellt hatte. Um 6 Uhr verliess ich die Wohnung und stand um ca. 6.20 Uhr auf der Staffelegg, dunkel, verhangen. Ich begab mich zu meinem "Sonnenaufgang-Fotografier-Punkt" und wartete und wartete und wartete. 6.50 Uhr, sie solltte doch schon aufgegangen sein, aber ich sah sie nicht, würde sie auch nicht (nur für wenige Sekunden ganz schwach) zu sehen bekommen: Die Sonne. Wolken über dem Lägern, dunkel oben, dunkel unten, in der Mitte ganz hell. Ich war einfach nur noch fasziniert. Eigentlich wollte ich auf die Ebni-Wiese bei Densbüren, hinter mir war aber sehr dunkel, sehr! Also lief ich unten am Hombergegg zum Gatter, wollte hier Frühstücken, bewegte mein Arsch dann doch auf die Gisliflue. Dort war ich für lange Zeit allein bis eine Joggerin aus Auenstein eintraf. Sie war vor ca. einer Woche auch schon dort oben. Wir unterhielten uns einige Zeit, sie "düste" wieder hinunter. In der Zwischenzeit war alles ringsum vernebelt, kurz löste sich der Nebel auf, dann war die Sicht wieder Null komma Null. Nachdem ich gemütlich gefrühstückt hatte stieg ich auf der Ostseite ab und kehrte rasch hinunter und kam kurz vor dem Gatter wieder auf bekannte Wegen. Ich wollte einen Pfad - der mich nicht über die Chalemösli-Wiese führen würde - nehmen, ich fand ihn nicht (überwuchert?). Somit stieg ich auf die Chalemösli-Wiese ab, fotografierte einige Herbstzeitlosen und dann..... Ein grosses Reh sprang über die Wiese, sah mich und machte sich wieder aus dem Staub. Ich konnte es mit der Kamera einfangen, eine einzige Chance, dann war es weg. Abstieg bis Biberstein Dorf und - Post und kurz nach 11 Uhr war ich wieder zuhause.
31. August 2025: Aaretour am Morgen
Ein verrückter Wandermonat: Wie 2024 auch August 2025 ganze 17 Wandertouren, Genusstouren. Es war ca. 6.25 Uhr als ich in Biberstein Post den Bus verliess und bis zur Aarebrücke abstieg. War der Himmel um 1 Uhr nachts noch sternenklar (ich war kurz erwacht), so war jetzt alles vernebelt. Kein Wunder, es hatte gestern geregnet. Schloss Biberstein war von der gegenüberliegenden Aareseite nur "vernebelt" sichtbar. Ich nahm mein Frühstück an der Aare und begab mich nachher zum Aarekraftwerk Auenstein / Rupperswil, heftig fotografierend. Eine Dame überholte mich, ich hatte sie vor einer Woche auch schon oben auf der Gisliflue gesehen. Sie lief von Aarau bis Brugg, der Aare nach, ganze 20 km. Respekt! Weiter Flussabwärts traf ich viele, wirklich viele Fischer / Angler vom Fischereiverein Rupperswil. Rupperswil? Jawohl, diese Aareseite ist Gemeinde Rupperswil, wusste ich nicht. Man lernt immer noch dazu. Kurz vor dem Kraftwerk verschwand ich in die Auen, ein kleiner Pfad, kleine Flüsse, damit die Fische das Elektrizitätskraftwerk umgehen und sich Flussaufwärts begeben können. Kurz vor dem Kraftwerk entdeckte ich auch einen "Keller", frei zugänglich, von wo aus man auf zwei Seiten einen Blick unter Wasser werfen kann. Leider waren die Fenster leicht verschmutzt und das Wasser etwas trübe, aber ich sah diverse kleine Fische vorbei kommen. Ich überquerte die Aare beim Kraftwerk und lief über die Nordseite zurück nach Biberstein, überquerte noch kurz die Brücke für ein paar Aufnahmen und lief weiter bis Aarau.
29. August 2025: Eine Tour zu zweit, aber ab wo?
Um ca. 6.25 Uhr in Biberstein Dorf gestartet ging es hoch auf die Chalenmösli-Wiese, frisch gemäht. Der Vortag hatte viel Regen gebracht, die Wolken brachen langsam auseinander und die Sonne sollte bald auch hier erscheinen (aufgegangen war sie schon, aber auf der anderen Seite des Gisliflue-Grats). Die Stimmung war bombastisch, ich wartete und fing das Licht von Sonne, Wolken und Schatten ein. Über die untere Burghalde begab ich mich aufs Gatter für mein Frühstück, in Dankbarkeit für das was ich alles erleben darf. Nebel zog über die Wiesen hinweg und bald wurde es auf der Nordseite schön und sonnig. Gemütlich und fotografierend ging es zur Staffelegg, ich legte oben bei den Parkplätzen eine längere Pause und, denn das Postauto sollte erst in ca. 35 Minuten auftauchen. Als ich um ca. 11 Uhr zuhause mein rechtes Bein beobachtete.... Ups, eine Zecke, aber wo eingefangen, denn diese war gestern noch nicht da? Vermutlich auf der unteren Burghalde, denn dort war nicht gemäht worden. Ein schönes, aber trotzdem unerwünschtes Exemplar, vorsichtig entfernt und ab jetzt gut beobachten, was die Einstichstelle macht. Gegen FSME bin ich geimpft, aber gegen Borreliose gibt keine Impfmöglichkeit.
Ich liebe dieses Panoramabild....
26. August 2025: Wenn man zweifelt
Es war ca. 4.45 Uhr als ich erwachte und einen Blick aus dem Fenster warf. Es war sternenklar, Aufnahmen mussten her, aber auch die Entscheidung hinaus zu gehen. Ich stand um ca. 6 Uhr an der Hauptstrasse und wollte.... wohin? Staffelegg oder Gisliflue? Ich entschied mich für die Gisliflue, wollte mir den 6.03 Uhr Bus schnappen, musste aber nach einigen Minuten feststellen, dass der wohl schon weg war. Ich lief etwas weiter und nahm den 6.18 Uhr Bus bis Biberstein Dorf. Über die Chalenmösli-Wiese (wo ich einige Zeit verblieb) ging es zum Gatter für mein Frühstück. Auch hier blieb ich länger, stieg dann seelenruhig zur Gisliflue auf. Einige Zeit war ich hier allein, dann hatte ich wieder einen Info-Austausch mit Wanderinnen und Radfahrerinnen. Es blies ein straffer Wind und doch war ich über eine Stunde auf dem Gipfel. Die Alpen im Süden waren recht gut sichtbar, doch es war noch leicht dunstig. Zurück zum Gatter und dann? Ich entschied mich dazu nach Biberstein abzusteigen und stellte erstaunt fest, dass es schon 11.15 Uhr war.
24. August 2025: Genuss auf der Gisliflue
Ich schaffte es nicht um 4.40 Uhr aus dem Bett zu kommen, dafür aber um 5.40 Uhr. Um 6.45 Uhr stand ich an der Bushaltestelle und staunte über den Himmel im Osten, fotografiert wurde. Dann kam auch schon der Bus, ich stieg ein und bereute es sofort. Die Sonne ging so schön hell-orange im Osten auf, gerade hinter Nebel und Bäumen. Hätte ich doch noch eine Viertelstunde auf den nächsten Bus gewartet. Kurz vor 7 Uhr stieg ich an der Haltestelle Biberstein Dorf aus und begab mich - u.a. über die Chalenmösli-Wiese - zum Gatter und von dort aus auf die Gisliflue. Ab und zu trafen Wanderer ein und gingen auch bald wieder, oft war ich ganz allein und genoss mein Frühstück. Ich muss weit über eine Stunde auf dem Gipfel gewesen sein, bevor ich abstieg. Da fing auch schon der "Massentourismus" an: Ich traf beim Abstieg viele Gipfelstürmer. Auf dem Gatter ein kurzes Gespräch mit einem Radfahrer, dem ich den Gisula-Stein im Gebüsch zeigte, dann stieg ich auf der Nordseite ab und lief bis auf die Staffelegg. Dort nahm ich das Postauto von 11.08 Uhr und fuhr zurück ins Mittelland.
22. August 2025: Es war fabelhaft schön
MIttwoch bewölkt, Donnerstag viel, viel Regen und an diesem Freitag? Es machte auf, es war noch stark verhangen als ich um 6.17 Uhr auf der Staffelegg das Postauto verliess, aber es drohte einen schönen Morgen zu werden. Und das wurde es! Schon beim Hochlaufen faszinierte mir der Himmel, ich durchkreuzte das Feld um meine "Sonnenaufgang-Position" einzunehmen. Ein "richtiger" Sonnenaufgang gab es zwar nicht, aber der Himmel sah - wie ein Inferno - so schön aus, ob wie es brennte. Ich lief weiter, immer wieder fotografierend. An einem Ort legte ich die Kamera auf einen ziemlich feuchten Pfosten. Offenbar war hier ein Elektrozaun befestigt, eben unter Spannung, denn ich spürte ständig leichte "Elektroschocks". Nebel stieg auf und veränderte die Landschaft in eine Märchenwelt. Oben auf der Gatterbank legte ich mein Frühstück ein. Auf die Gisliflue? Nein, heute nicht. Dafür stieg ich über die Chalenmösli -Wiese ab und (mit einem Verläufer, wenn man halt nicht aufpasst) erreichte die Bushalte-Stelle Biberstein Dorf. Der Bus fuhr gerade vor meiner Nase ab, also lief ich bis Biberstein Wissenbach und hatte dort den 10.03 Uhr Bus.
19. August 2025: Am Asperstrihe hochkriechend
Noch einmal..... 6.14 Uhr auf der Salhöhe, einige Aufnahmen und dann rasch zu den Saalhöfen, wo ich mich auf die Wiese positionierte. Warten, warten, warten, wo wird sie erscheinen? Ich musste nicht lange warten, da kam sie, im "Tal" zwischen Hombergegg und Asperstrihe. Es machte den Eindruck, ob wie die Sonne am Asperstrihe hochkraxelte und diesen erst beim Gipfel verliess. Es war sehr beeindrückend. Oberhalb der unteren Saalhöfen noch wenige Fotos und ich machte mich auf den Weg zum Mülacker, wo ich auf der Haselmüsli-Bank mein Frühstück genoss, still und friedlich. Kurz auf die Burg und ich ging untendurch zurück zu den Saalhöfen, wo ich erstmals jemandem begegnete. Auf der Bank bei der Bushaltestelle hatte ich noch ein schönes Gespräch mit einem 64-er-Jahrgänger,, dann holte mich der Bus um 9.56 Uhr ab und brachte mich in die Stadt.
18. August 2025: Spiranthes Spiralis
Nach einem Ruhetag war ich heute wieder unterwegs, zwar nicht bei Sonnenaufgang, aber doch noch in der Morgenfrische. Um ca. 7.20 Uhr lief ich von der Staffelegg aus hoch und kehrte nach links, unterhalb der Chrineflue hindurch, oben am Föhrenhof vorbei, bis auf die Ebni-Wiese. Ein Reh sprang in der Ferne davon, ein grosser Schatten lag noch über dem Feld. Ich legte Rucksack und Fototasche auf eine Bank ab, nahm das Makro-Objektiv und machte mich auf die Suche nach die Herbst-Wendelähre. Hin und her über die Wiese schlendernd fand ich viele, viele Exemplare, daneben auch mehrere Herbstzeitlosen. Es war gegen 9.30 Uhr als ich mich dazu entschied mich langsam auf den Weg nach Densbüren zu machen. Dort traf ich um ca. 10.55 Uhr ein und schnappte mir das 11.04 Uhr Postauto heim.
16. August 2025: Every cloud has a silver lining
Ich stehe zu meinem Wort und bluffe nicht, ich gebe nicht mit etwas an und mache es dann nicht. Ich gab an bei Sonnenaufgang (6.27 Uhr) auf der Salhöhe zu stehen und Samstag / Sonntag ist das für ein Nicht-Autobesitzer und ohne Fahrrad nur zu Fuss möglich. 3.30 Uhr aufgestanden, 4.10 Uhr die Wohnung (ohne Frühstück) verlassen, stockfinster, Halbmond. Quer durchs Dorf laufend bestieg ich auf der Nordseite meines Wohnorts den Brunnenberg. 4.50 Uhr machte ich eine Aufnahme (Mobiltelefon) von "Aarau by night", kurz nach 5 Uhr betrat ich den Wald, zündete die Taschenlampe an. Ein Wegweiser "Salhöhe 1.30 Std." Wie bitte? Der Aufstieg im Dunkeln war nicht einfach, der Pfad schmal, Wurzeln, Steine, kurvig und es war auch noch tüppig warm, sodass ich arg ins Schwitzen kam. Hardermatt: Aus dem Wald, weiter nach oben. Es war 5.37 Uhr als ich vom Feld aus die Wasserflue-Antenne fotografierte, 5.48 Uhr als ich oberhalb des Weilers Hard die Dämmerung einfing. Erste Aufnahmen mit der Kamera: Blende 3.5, ISO 2000, 1/50 Sekunde. Weiter durch den Wald, ein Pfad nach oben auf den Grat. 6.12 Uhr der Strihe im Blickfeld, 6.15 Uhr auf der Salhöhe. Geschafft! Ich hoffte hier jemanden zu treffen, die Spur war zwei Tage vorher gelegt worden, aber leider.... Ich blieb allein, fotografierte den Sonnenaufgang, ass etwas und um 7.26 Uhr nahm ich den Bus ins Tal hinunter.
15. August 2025: Next sunrise on the Staffelegg
Gestern konnte ich mich schlichtweg nicht dazu motivieren wieder so früh aus dem Bett zu kommen, aber ich will nicht einrosten. Somit stand ich heute erneut um 5.50 Uhr auf der Staffelegg / Passhöhe. Ich begab mich erneut nach oben und machte mich für den nächsten Sonnenaufgang bereit. Aber..... Der Osten war leicht verhangen. Kurz dachte ich die Sonne gerade am Horizont zu sehen, es war aber schon 6.30 Uhr, sie hätte bereits erscheinen sollen. Doch dann.... Sie erschien weiter oben am Himmel, über dem Wolkenband, in aller Schönheit. Einige Zeit blieb ich an Ort und Stelle, kehrte mich dann um und auf einer Bank, gerade auf der anderen Seite der Passstrasse nach Thalheim, genoss ich mein Frühstück, Wasserflue, Asperstrihe, Strihe, Hombergegg, Achenberg vor Augen. Auf zur Ebni-Wiese, würden sie heute blühen? Jawohl, bald fand ich die ersten Exemplare: Die Herbst-Wendelähre / Herbst-Drehwurz / Spiranthes Spirales, der Spätblüher unter den wilden Orchideen, klein, filigran, elegant, einfach schön! Ich suchte weiter und fand schlussendlich unzählige Exemplare, lag auf dem Bauch fotografierend, geniessend. Auch hatte ich wieder Besuch von diversen Schmetterlingen, fotografierte den Bienenstall mit Makro auf 10 cm Abstand. Nach einer Weile wollte ich über den Rüdlen-Hof den Abstieg machen, sah eine Gämse und änderte den Kurs. Leider flüchtete das Tierchen und ich traf auf den Weg unterhalb des Hofes. Mit einem Umweg erreicht ich kurz vor 10 Uhr Densbüren und nahm das Postauto heim.
13. August 2025: Erneut bei Sonnenaufgang auf der Staffelegg
Auch wenn es manchmal schwierig fällt, aber ich war wieder um 4.20 Uhr wach und auf. Um 5.50 Uhr lief ich von der Staffelegg aus hoch und wartete geduldig auf den Sonnenaufgang. Die Sonne erschien blass am Himmel, es war leicht dunstig. Schön wie sie dort in aller Pracht hoch über die Ruine Schenkenberg stand. Ich lief weiter bis aufs Gatter (probierte einen neuen Weg), hatte hier mein Frühstück. Bis anhin hatte ich keinen Menschen getroffen, erst beim Abstieg nach Biberstein traf ich diverse Leute, vor allem solche mit einem Vierbeiner. Um 8.30 Uhr war ich wieder zuhause, VOR der Tageshitze.
12. August 2025: Sonnenaufgang auf der Salhöhe
Würde er kommen, der Sonnenaufgang? Fast zweifelte ich, als ich um ca. 6.15 Uhr auf der Salhöhe auf der Wiese sass, beide Kameras bereit, die Alpha 6000 schon im Bus aufs Stativ montiert, fernbedienung angebracht. Gewisse Leute kennen mich noch vom letzten Jahr und lächelten freundlich. Sie kam, die Sonne, auch wenn ich einige Minuten warten musste. Über dem Asperstrihe ging sie orangefarben - rot auf. Als sie sich über dem Horizont befand, das Spektakel mehr oder weniger vorbei, fotografierte ich wieder die grosse Malve-Rose, seit Wochen blüht sie hier. Nachher ging ich auf den Mülacker (Rumismatt - Hasli), nahm mein Frühstück auf der Haselmüsli-Bank und lief untendurch wieder langsam zurück. Bereits um 9.30 Uhr war ich wieder zuhause. Zum Glück, der Tag wurde ziemlich heiss....
11. August 2025: Alone in the universe
Es brauchte etwas Motivation an diesem Tag aus dem Bett zu kommen, aber um 5.45 Uhr brachte ich es doch endlich fertig. Um ca. 7.45 Uhr startete ich auf der Salhöhe, es war noch angenehm kühl, noch.... Ich lief zum sovielten Mal in letzter Zeit bis aufs Benkerjoch, fand viele Aronstäbe, hellrot im Wald leuchtend, zum Teil voll im Spotlicht. Unterwegs nahm ich mein Frühstück, bewun-derte die herumfliegenden Taubenschwänzchen. Auf einer kleinen Wiese unweit des Benkerjochs angekommen, machte ich es mir, auf dem Rücken liegend, auf einer Bank bequem, studierte das Blätterdach über mir. Auch hielt ich wieder Ausschau nach der Herbst-Wendelähre, fand aber andere schöne Blumen. Kurz vor 10.30 Uhr liess ich mich vom Benkerjoch mit dem Postauto wieder heimbringen. Abgesehen von einer kurzer Begegnung mit einem Radfahrer, war ich ganz, ganz allein unterwegs.
9. August 2025: Bei Sonnenuntergang auf der Staffelegg
Es war eine spontane Entscheidung noch so spät hinaus zu gehen. Ich startete kurz vor 18 Uhr in Biberstein Dorf und lief hoch aufs Gatter (nahm den Weg übers Chalenmösli, wurde auf der Wiese von Brämen belagert). Unterwegs fand ich wieder so einiges wert zum Fotografieren. Auf der Gatterbank legte ich eine längere Pause ein, fühlte mich immer noch nicht zu 100% fit. Auf der Nordseite des Hombergeggs lief ich, voll gegen die Sonne, in Richtung Staffelegg. Oft drehte ich mich um und bewunderte die Gisliflue in der Abendsonne. Unterwegs begegnete ich nur wenigen Menschen, ein paar Wanderern, einem Radfahrer, kurz vor der Staffelegg einem Alphornbläser. Oben beim Parkplatz angekommen aber traf ich viele junge Leute. Ist hier ein Treffpunkt für Motor-radfahrer, Auto-Machos (so wie die mehrmals mit quietschen Reifen hinaufgefahren kamen)? Die Sonne ging rechts vom Asperstrihe orangefarben unter, ich schoss viele Aufnahmen (in der Hoffnung, dass etwas Gescheits dabei raus kommt). Dann begab ich mich zur Haltestelle und wurde kurz nach 21 Uhr vom Postauto abgeholt.
8. August 2025: So macht Älterwerden noch Spass
Um 4.15 Uhr aus dem Bett, um 5.50 Uhr auf der Staffelegg ausgestiegen. Weiter oben setzte ich mich auf die Wiese nieder, hatte die Kameras bereit und wartete auf den Sonnenaufgang. Etwas weiter oben wartete auch eine Sonnenaufgang-Anbeterin (wie ich später erfuhr kommt sie aus Herznach) auf das gleiche Phänomen. Mist, dort wo ich sass würde ich den Sonnenaufgang nicht sehen, schnappte also die Kameras und lief ca. 50 m weiter und wartete. Auch die Dame hatte es bemerkt und hatte ihre Position geändert. Und die Sonne kam, noch weit im Nord-Osten, herrlich! Als ich dann beim Parkplatz noch am Fotografieren war, traf auch die Fotografin ein, wir hatten ein kurzes Gespräch, sie ging zu ihrer Schwester, die auch heute Geburtstag hatte. Ich begab mich auf die Bank hoch oberhalb des Föhrenhofs bei Asp und hatte dort mein Frühstück. Nach einem langen, sanften Abstieg traf ich auf die Ebni-Wiese ein und suchte nach den ersten Spuren der Herbst-Wendelähre. Es war noch zu früh! Augentrost fand ich genug, viele Bläulinge flogen herum, aber die Orchidee war noch nicht da. Über den Rüdlenhof (der Sennenhund liess sich genussvoll streicheln) stieg ich bis nach Densbüren ab und erwischte um 10.04 das Postauto nach hause.
6. August 2025: Wieder auf Achse, aber nur langsam
Am 4. und am 5. August hatte es mich dann doch so richtig erwischt, ich lag flach. Aber: Ich habe es offenbar überlebt und fühlte mich heute wieder in der Lage eine kleine Rundtour auf der Salhöhe zu machen. Gestartet um ca. 8.45 Uhr lief ich untendurch bis auf die Burgflue, mühsam, aber ich schaffte es. Auf Point-West legte ich eine gemütliche Pause ein, hatte kurz Besuch von einem Mann / einer Frau (ich wusste es nicht so genau, sorry) mit zwei Hunden. Als er / sie wieder abzog hörte ich ihn / sie immer wieder "Phoenix" rufen. Hiess einer der Hunde so? Parallel hörte ich eine Katze miauen und sah diese im Gebüsch. Wie ich so bin, ein Gespräch von Mensch zu Tier führen und ich miaute fröhlich drauf los (und bekam Antwort). Offenbar war dies Phoenix, mit dem Herrn / der Dame mitgelaufen. Als ich über die nördliche Terrasse in Richtung Mülacker lief, sah ich ihn / sie immer noch nach Phoenix suchen. Auf der Haselmüsli-Bank legte ich eine lange Pause ein und hatte beim Apfel-Essen von einer Wespe Gesellschaft. Wir teilten uns den Apfel, ist doch schön, oder? Seelenruhig begab ich mich auf die Rumismatt und von dort aus zurück auf die Salhöhe, da waren die Batterien auch langsam leer. Aber ich habe die Tour geniessen können. Gegen halb eins stieg ich mit dem Bus wieder ins Tal ab.
3. August 2025: Erkältet unterwegs
Irgendwie nicht ganz fit, leicht Kopfweh, Husten und Gelenkschmerzen. Zuhause herumsitzen wollte ich aber auch nicht. Eine Schmerztablette und langsam hinaus. Ich lief gemütlich der Aare nach in Richtung Biberstein, sammelte unterwegs viele Brombeeren, fotografierte Blumen und Eidechsen. Letztere reagieren stark auf rasche Bewegungen und Lärm. Ich kam zwar sehr leise heran, aber es gab sehr viel Jogger und Radfahrer an der Aare und somit wurde es schwierig. Nach 2 km überquerte ich die Hauptstrasse und lief hoch auf die Juraweid. Dort war es sehr ruhig und ich lief gemütlich nach Küttigen und - nach einem Besuch - hinunter nach Hause.
1. August 2025 auf der Gisliflue
Um ca. 9 Uhr nahm ich Bus 4 bis Biberstein Dorf und lief über die Chalemösli-Wiese und südlich des Gisliflue-Aufstiegs ein Stückweit gen Osten. Kurz unterhalb des Gipfels kehrte ich links nach oben und traf auf den "normalen" Wanderweg. Von dort aus lief ich fotografierend auf den Gipfel. Es waren nur zwei weitere Menschen und ein Hund dort oben. Mit dem Hundenbesitzer wechselte ich einige Worte, beide Gipfelstürmer verabschiedeten sich und für kurze Zeit war ich allein, aber nur für kurze Zeit. Als weitere Menschen eintrafen stieg auch ich ab und marschierte gen Westen und stieg über die Haselwiese weiter ab. Bei Sighübel überquerte ich die Wiese und traf auf die Juraweid ein. Weiter westwärts ging es, links und recht vom Wege stand der Mais zwei Meter hoch. Der markante Baum: Waren da 2024 nicht noch zwei Äste dran? Jawohl, siehe den 13. September 2024. Weiter zum Dorf Küttigen, wo ich in der Nähe der Haltestelle "Post" auf die Hauptstrasse kam. Da der Bus noch ca. 13 Minuten auf sich warten lassen würde, ging ich zu Fuss heim. Ich war nur eine Minute in der Wohnung, da ging ein Sturzregen los.....
31. Juli 2025: Eine traurige Wandertour
Abschied nehmen fällt mir nie leicht, aber es ging nicht anders... Danke für die vielen, vielen schönen Momente die wir zusammen hatten. Ich muss aber weiterziehen und finde vor allem Kraft in der Natur. So lief ich am Nachmittag, vereinzelt fielen Regentröpfe, von der Salhöhe wieder aufs Benkerjoch. Der Sohn der Inhaber der Schwefelschür spazierte mit seinem Hund, leistete mir für einige Zeit Gesellschaft bei der Pfisterer-Linde und das hat mir wirklich sehr gut getan. Er wies mich auf ein unterirdisches Wespennest hin. Ich probierte die Tierchen mit der Kamera einzufangen, war nicht einfach.
28. Juli 2025: Brombeersammeltour an der Aare
Sie wachsen in Unmengen an der Aare zwischen Aarau und Biberstein: Brombeeren. Es war heute bereits die 4. Sammeltour, sie sind gut reif, wenn sie weich sind und einfach loslassen. Unterwegs finde ich auch immer wieder faszinierende Botanik und dieses Mal ging das Makro-Objektiv mit.
27. Juli 2025: Glück gehabt
Es war kurz vor 13 Uhr als ich mit Bus 2 von Aarau aus nach Erlinsbach Oberdorf fuhr und das Dorfzentrum von einem Regen-Sturzfluss heimgesucht wurde. Oberdorf war wieder trocken und ich fuhr weiter bis auf die Salhöhe. Erneut lief ich bis zum Benkerjoch, immer wieder einige Sujets findend. Ich half drei Wanderern den Weg zur Salhöhe zu finden, traf bei der Pfisterer-Linde einen alleinigen Naturgeniesser und kurz vor dem Benkerjoch zwei Menschen, welche mit Magneten an einem Schnur nach "magnetischen" Steinen suchten (und auch fanden). Offenbar liegen hier Steine mit Eisen eingebettet herum. Kurz vor 15.30 unternahm ich den Abstieg ins Tals mit Postauto 136. Später gegen Abend fiel der Regen für einige Zeit in Strömen. Ich hatte offenbar viel Glück gehabt und blieb trocken.
24. Juli 2025: Zwischen den Regengüssen
Der Donnerstag startete ziemlich nass, für kurze Zeit erschienen aber blaue Flecke am Himmel. So kam es, dass ich kurz nach dem Mittag auf den Bus ging.... es fielen wieder Tröpfe. Oben auf der Salhöhe regnete es leicht, aber nur für kurze Zeit, es wurde trocken. Ich machte mich auf den Weg zum Benkerjoch. Unterwegs begegnete ich drei Mal dem gleichen Traktor, der Fahrer war der Besitzer der Schwefelschür. Beim dritten Mal zeigte ich ihm drei Finger, er hielt an und ich sagte "beim dritten Mal gibt es einen Kaffee". Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns vor allem über die Herbst-Wendelähre (Orchidee). Er sagte mir, wo er sie dort oben gefunden hatte. Wenn die Zeit da ist, werde ich sie wieder suchen. Beim Abstieg fotografierte ich kleine Spinnen (und das vermutliche Opfer) auf den Blüten des roten Klees. Es war bereits gegen halb vier als ich mit dem Postauto ins Tal abstieg. Später am Abend fiel wieder Regen, ich hatte Glück.
22. Juli 2025: Nachfolgetour allein
Mein Interesse war geweckt und ich wollte unbedingt die vor einigen Jahren gebaute Hängebrücke am Thunersee besuchen und - natürlich - überqueren. Ich startete um ca. 7.25 Uhr in Merligen, per Zug und per Bus angereist. Wenige Stunden vorher hatte es noch geregnet, die Berge rundum den Thunersee waren wolkenverhangen. Ich folgte der Route 26 (einer viertägigen Route den Thuner-see umkreisend) in Richtung Thun. Bald ging es hinauf und hinunter und nach ca. 2 Stunden mit Zwischenpausen erreichte ich Sigriswil. Die Hängebrücke war kostenpflichtig, 8 Franken pro Tag. Da ich keine Münzen dabei hatte, steckte ich halt 10 Franken in die Kasse. Kurz darauf traf die Dame für den Ticketverkauf ein, sie wollte mir 2 Franken zurückgeben, aber die Brücke muss finanziert werden.... Es waren nur wenig Menschen unterwegs, ein kleines Mädchen von weiter oben auf der anderen Seite kam herangerannt und fragte "fotografieren Sie die Berge?". Sie musste in Sigriswil einkaufen gehen, ich traf sie später nochmals. Auf der Westseite entschied ich mich dazu unterdurch durch die Gumischlucht zurück zu laufen und so überquerte ich die Hängebrücke ein zweites Mal und traf das kleine Mädchen nochmals auf ihrem Heimweg. Der weitere Weg bis Thun verlief hinauf und hinunter, über Treppen, an steilen Felswänden vorbei, er zog sich enorm in die Länge. Endlich der lange Abstieg bis Thun, eine längere Strecke dem Aarekanal entlang und endlich, endlich hinüber zum Bahnhof. Ich war ziemlich müde als ich kurz vor halb zwei aufs Perron eintraf.
18. Juli 2025: Eine Tour zu zweit am Thuner See
Viele Jahre hatten wir uns nicht mehr gesehen... 15? Eine spontane Einladung eines früheren Vor-gesetzten (1994-1999) ein Teil des Jakobsweges von Interlaken bis Merligen am Thuner See zu machen. Wir starteten um ca. 7.45 Uhr in Interlaken, liefen über Interlaken-West der Aare nach bis zum Naturschutzgebiet Weissenau am Thunersee, verfolgten den Weg bis zum Campingplatz Neuhaus. Von dort aus ging es hinauf und hinab, mal hoch über dem See, mal in Ufernähe (u.a die Schiffstation Sundlauenen). Der Weg führte an den Beatus-Höhlen vorbei, überquerte die Bahn zum Niederhorn (Beatenbucht) und endete in Merligen. Unterwegs staunte ich oft über die Vege-tation, fand sogar eine Breitblättrige Stendelwurz. Ich hatte nur das Standardobjektiv dabei, würde die Route auch mal gerne mit dem Makroobjektiv abklappern. Kurz nach 13 Uhr nahmen wir das Schiff über Spiez bis nach Thun und stiegen dort auf die Bahn um. Merci, Vernerio, für die Einla-dung!
17. Juli 2025: Belchenflue? Gisliflue? Achenberg!
Am Vortag plante ich noch auf die Belchenflue zu gehen, am Morgen war die Motivation flöte.... Um 6.42 Uhr bestieg ich das Postauto mit dem Ziel Staffelegg. Als der Bus durchs Dorf fuhr und ich die Wetterstimmung sah, dachte ich daran auf die Gisliflue zu gehen, stieg aber schon bei der Haltestelle Giebel aus, denn die schöne Stimmung lag schon am Achenberg. Das hohe Gras weiter unten war nass (es hatte in der Nacht geregnet), meine Hose war "seichnass". Langsam stieg ich auf, immer wieder die Stimmung geniessend und fotografierend. Ein Warnpfiff? Eine Gämse? Weiter oben sah ich tatsächlich eine Gämse davon springen. Langsam lief ich westwärts, Nebel kroch übers Dorf und über den Achenberg hinweg. Für kurze Zeit war die Sicht sehr begrenzt. Es war ca. 9 Uhr als ich endlich zum Frühstücken kam (auf der nassen Bank im Wald, wo ich mich natürlich nicht hinsetzte). Als ich wieder aus dem Wald zum Vorschein kam sprangen zwei Gämsen davon und im Osten lief etwas über die Wiese. Ich schlich mich heran, es war ein Fuchs. Langsam kehrte ich ins Dorf zurück, nahm den Bus und kehrte um ca. 10 Uhr wieder heim.
15. Juli 2025: Endlich....
Es war am 6. Februar 2022 als mir meine mittlerweile leider verstorbene Zugkollegin Kathrin 4 Fotos eines schönes Baumes auf dem Oensinger Roggen schickte. Ich wollte diesen Baum schon längstens mal besuchen, ich wusste so ungefähr wo ich ihn finden würde. Heute war es dann endlich so weit. Kurz vor dem Mittag verliess ich in Oensingen den Regionalzug, es war endlich trocken (am Morgen hatte es aus allen Kubeln geregnet), obwohl.... Wenige Tröpfe fielen nochmals, dann war alles okay. Ich begab mich zum Schloss Neu Bechburg, durch den schönen Schloss-park und mittels einem Aufstieg leicht erreichbar. Durch den Wald ging es weiter aufwärts und so befand ich mich ca. 2 Stunden später oben auf dem Oensiger Roggen, wo ich eine Pause einlegte. Dann startete ich die Suchaktion und fand den Baum rasch bei einer Pferdeherde. Die Pferde stupsten mich ständig an in der Hoffnung etwas essbares zu finden. Nach einem steilen Wiesenabstieg begab ich mich nordwärts bis nach Balsthal. Teils war der Abstieg steil und glatt, ich erreichte den 15.32 Uhr Zug wenige Minuten vor halb 4.
13. Juli 2025: Im Norden drohte Regen...
Es blieb an diesem Tag aber noch trocken (am Montag Morgen regnete aus allen Kübeln). Es war eine kurzfristig entschiedene und spontane Tour an diesem Sonntag Nachmittag. Kurz vor 14 Uhr auf der Salhöhe gestartet lief ich nördlich des Wasserfluegrats nach Osten. Unterwegs hörte ich Donner und weit im Norden regnete es. Ich nahm den Weg auf die Wasserflue, blieb hier einige Zeit (und war am Schluss ganz allein), bevor ich um 15.30 Uhr den Abstieg bis zuhause nahm.
Ein kleines Panorama, aufgenommen unweit der Salhöhe
11. Juli 2025: Stendelwurz und co.
Die Temperatur befand sich in einem angenehmen Bereich, ca. 25°C, ideal für eine Wandertour auch etwas später am Tag. Gestartet auf der Staffelegg um ca. 9.50 Uhr ging es auf die Hinterrebe. Das Gras stand relativ hoch, so kam ich an diesem Tag mit einem unangenehmen blinden Passagier (einer Zecke) heim. Weiter oben war alles gemäht, was für den Unterhalt der Trockenwiese erforderlich ist. Am Waldrand blühten aber die Breitblättrigen Stendelwurzen und weiter ob fand ich sogar eine Braun-Rote-Stendelwurz. Durch den Föhrenwald (wiederum Hochgras) ging es hoch, von dort aus auf schnellem Wege zum Benkerjoch. So wurde ich kurz vor halb 1 vom Postauto ab-geholt.
10. Juli 2025: Ruhe auf dem Mülacker
Bereits um 6.15 Uhr stand ich auf der Salhöhe, die Sonne schien, alles leuchtete grün. Nachdem ich die Szene fotografiert hatte, lief ich auf die Rumismatt. Dort leuchteten die Alpen im Süden und ich fuhr auch die erste Himbeerernte ein. Mein Frühstück auf der Haselmüsli-Bank (ein Reh sprang vorbei) und ein Telefonat mit einem ehemaligen Arbeitskollegen (Werner), der heute seinen 70. Geburtstag feierte. Unterwegs zum unteren Weg auf die Burgflue, fand ich auf dem Weg einen toten Maulwurf. Das Tierchen konnte noch nicht lange tot sein, es sah noch sehr "intakt" aus. Wie ist es wohl gestorben und warum lag es hier? Ich habe es zwischen den schönen Blumen "eingebettet". Möge es in Frieden ruhen. Unten auf der Burgflue sah ich aus der Entfernung zwei Rehe im Kornfeld. Sie sahen mich leider auch und sprangen davon. Nach einem kurzen Ausflug auf Point-West stieg ich zwei Ebenen ab und unten am Lammetholz lief ich in Richtung Wittnau. Der Weg führte am Hof Bächlimatt vorbei (dort entfernte der Bauer diverse Disteln auf der Wiese) und hinunter zur Hauptstrasse Kienberg - Wittnau. Um ca. 11 Uhr traf ich an der Haltestelle Obere-Gasse ein, wo mich das Postauto 15 Minuten später abholte.
8. Juli 2025: Eine feuchte Angelegenheit
Eine spontane Entscheidung als ich um ca. 5.10 Uhr aufgestanden war: Frühstück bereit machen, Rucksack packen und hinaus. Um 6.20 Uhr stand ich an der Haltestelle, bekam kurzerhand noch eine Einladung meiner Liebste für eine Runde mit den Hunden und wir fuhren gemeinsam auf die Salhöhe. Es war frisch, es regnete zeitweise und ein stürmischer Wind fegte über die Jurakreten hinweg. Nach dem Trip mit den Vierbeinern lief ich allein auf der Nordseite des Wasserfluegrats zum Benkerjoch, legte unterwegs meine Frühstückspause ein. Die Bank war nass, aber ein Abfallsack verhinderte eine nasse Hose. Unterwegs hielt ich Ausschau nach dem gefleckten Aronstab, einer interessanten Pflanze, welche erst im Spätsommer auffällig rot blüht (siehe Link unten). Die Bestäubung verläuft auf sehr genialer Art und Weise. Ich fand die noch grünen Blüten dort wo ich sie auch 2024 fand: In der Nähe des Schwefelschürs. Unterwegs zum Benkerjoch fand ich noch weitere fotogene Pflanzen. Eine Runde im Wald auf der Ostseite des Joches, dann der Abstieg zur Haltestelle Fischbach, wo ich um 10.27 vom Postauto abgeholt wurde.
5. Juli 2025: Wieder mal wisenbergwärts
Silvester 2021 war das letzte Mal, das ich auf dem Wisenberg war, lange her. An diesem Samstag startete ich um ca. 7.40 Uhr bei der Kirche in Wisen und lief langsam bergaufwärts. So viele Erinnerungen kamen wieder hoch, es kam mir alles noch so enorm bekannt vor. Ich hatte wirklich nicht lange bis ich oben war und den Turm bestieg. Ich war ganz, ganz allein dort oben, kein Mensch vom Anfang bis zum Ende. Ich fotografierte ausgiebig, genoss mein Frühstück, es war einfach angenehm, sogar noch an der Sonne (der Tag würde wieder heiss werden). Ich verliess den Wisenberg auf der Nordseite und fand auf der Wisenberg-Wiese unheimlich viel Schachbrett-falter. Weiter unter sah ich ein Tagpfauenaug (das Tierchen mich auch und war weg), traf Kaiser-mantel und viele andere Schmetterlingen. Unterwegs fand ich schon einige reifen Himbeeren und auch Walderdbeeren. Als ich dann bei Mapprach war (ca. 10.36 Uhr) machte ich rasch vorwärts, denn um 11.02 Uhr würde in Zeglingen-Unterdorf das Postauto abfahren (Stundentakt). Ich schaffte es....
Diverse Bilder stehen heute (7. Juli 2025) auch auf der Wisenberg-Webseite...
3. Juli 2025: Nach langer Zeit....
Nach lang, langer Zeit wieder in der Areuse-Schlucht. Vor Jahren war ich dort 1-2 Mal pro Monat. Kurz vor Bôle traf ich die Entscheidung von unten nach oben zu laufen und nicht umgekehrt. Somit stand ich um ca. 8.15 Uhr auf dem Pont de Vert für die ersten Fotoaufnahmen. Gedanken an meine früheren Touren hier kamen zurück, wie habe ich es vermisst. Langsam lief ich flussaufwärts, traf unterwegs Sportler, Schüler und Rentner (les jeudistes, wie mir Catherine später erklärte). Es war schon nach 11 als ich in Champ-du-Moulin eintraf und nachschaute, ob Alex und Catherine zu hause waren. Jawohl, sie waren. Sehr schön war der Empfang, ein gemeinsames Mittagsessen (DANKE!!!), Geschichten...... Voller Stolz zeigte mir Catherine ein Bild aus einem meiner früheren Fotokalender, das sie eingerahmt hatte. Kurz vor 13 Uhr lief ich weiter hinauf, fotografierend, geniessend. Vor allem le Pont de Brot musste wieder mal ausgiebig fotografiert werden (ohne Menschen natürlich, was nicht immer einfach ist). Nach halb 3 traf ich dann endlich in Noiraigue ein und bestieg um 14.54 Uhr den Zug nach Neuchâtel.
2. Juli 2025: Frühstück auf dem Mülacker
Irgendwie hatte ich den Wecker um 4.30 Uhr nicht gehört, ich erwachte kurz vor 5 Uhr. Um ca. 6.45 Uhr, eine halbe Stunde später als geplant, stieg ich auf der Salhöhe aus dem Bus und lief auf die Rumismatt, einsam und verlassen. Von dort aus ging ich weiter bis zur Haselmüsli-Bank für mein Frühstück. Im Schatten war es angenehm zum Aushalten, eine leichte Brise kühlte mich herrlich ab. Ein Abstieg auf die Burgllue, ein Besuch an Point-West und dann um weitere zwei Ebenen hinunter. HIer traf ich auch die einzigen zwei Menschen (+ 2 Hunde) an diesem Tag. Über Lammetholz stieg ich nach Wöflinswil ab und stieg um 10.20 Uhr wieder ins Postauto.
Diese Webseite wurde mit Jimdo Creator erstellt! Jetzt kostenlos registrieren auf https://de.jimdo.com